Rezensionen

Tinas Bewertung 05 Sterne.png

Julia steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Adam, der leider kein Gefühlsmensch ist und der Julia eigentlich nicht versteht. Dennoch scheint Julia das einfach zu übersehen. Erst durch den Tod ihres Vaters Anthony, wird ihr Leben, aber auch ihre Beziehung auf den Kopf gestellt.

Anthony der Vater von Julia war ein Geschäftsmann durch und durch; immer unterwegs und nie da wenn seine Tochter ihn brauchte. Und doch bringt Julia sein letzter Gruß vollkommen durcheinander und sie begreift langsam, dass ihr Vater sie auf seine ganz eigene Art geliebt hat.

Wäre das nicht schon genug, so ist da auch noch Thomas, Julia erste große Liebe. Einer Beziehung der Anthony vor vielen Jahren ein Ende gesetzt hat und die er nun versucht wieder zu kitten.

Kaum hatte ich mit der ersten Seite angefangen, war es um mich geschehen und das Buch hatte mich fest in seinem Bann. Nun sitze ich hier und schreibe diese Rezension und bade immer noch wohlig in schwärmerischen Gedanken an die Geschichte.
Ich denke ich kann behaupten, das dies das beste Buch von Marc Levy ist, das ich bisher gelesen habe.

Das Buch ist ein typischer Levy-Roman mit wahnsinnig viel Gefühl, das zu einer wohligen Gänsehaut führt. Dabei ist der Roman keineswegs oberflächlich sondern hat Tiefgang, der es in sich hat und man sollte ein paar Tempos bereit legen. ;-)

Die Figur der Julia ist manchmal ein bisschen „naiv“ und man würde sie, für ihre störrische Art, gerne einmal kräftig schütteln. Auf der anderen Seite sieht man aber das verletztes Kind in der Frau, die sie ist, und möchte sie einfach nur Trösten.

Julia hat sich immer nach der Liebe und Zuneigung ihres Vaters gesehnt und durch sein Geschenk wird ihr nun noch einmal die Chance gegeben, sich neu kennenzulernen und zu begreifen, dass er sie doch geliebt hat und immer versucht hat sie zu beschützen.

Spannend und fesselnd geschrieben zeigt das Buch, dass Eltern ihre Kinder auf ganz verschiedene und eigene Art und Weise lieben, auch wenn diese Liebe nicht immer unbedingt deutlich zu sehen ist.
Hier wird dem Leser viel Stoff zum Nachdenken und Überdenken seiner Eltern-Kind-Beziehung geliefert.

Auf der ersten Seite steht ein Gedicht von Albert Einstein und es passt sehr gut zum Buch und der Geschichte, es rundet das Ganze zu einem perfekten Lesegenuss ab.

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben:
entweder so, als wäre nichts ein Wunder,
oder so, als wäre alles eins.
Ich glaube an Letzteres.