Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Die Pfarrerswitwe Hannah weiß sich nicht anders zu helfen, als den Heiratsantrag von Lord David Reece, der seine Beinverletzung, in ihrer Obhut auskuriert, anzunehmen. Anderenfalls steht ihr und ihrer dreijährigen Tochter Molly, nur die Rückkehr in den Haushalt ihres Vater offen. Ein Schritt den Hannah nur zu gerne verhindern möchte.

Der Lebemann David, fühlt sich durchaus zu Hannah hingezogen, aber dennoch bekommt er kurz vor der Hochzeit kalte Füße. Da er aber Hannah und ihre Tochter gut versorgt wissen möchte, ersinnt er den Plan, der auch gleichzeitig seinem älteren Zwillingsbruder, dem Duke of Exeter, einen Denkzettel verpassen soll. Er verheiratet Hannah mit seinem Bruder, indem er gekonnt, dessen Unterschrift fälscht, liefert Braut und Tochter in London ab und macht sich selbst aus dem Staub.

Hannah ist schlicht und einfach entsetzt, als die ganze Bandbreite von Davids Handeln ans Tageslicht kommt. Auch Markus Reece, der Duke of Exeter, ist mehr als verärgert, aber wild entschlossen, seine Familie weiterhin vor einem der Skandale zu bewahren, die David stets verursacht. Er schlägt Hannah einen Handel vor. Sie agiert solange als seine glückliche Ehefrau bis sich die Wogen über die überraschende Hochzeit des Duke of Exeter gelegt haben und Hannah sich in das, ihr versprochene Häuschen, auf dem Land, zurückziehen kann, um ihr Leben weiterzuführen.

Obwohl Marcus, alles andere als begeistert ist, sich mit einer Ehefrau herumärgern zu müssen und dann auch noch mit einer nicht standesgemäßen Dame, so legen sich alle Zweifel, als er Hannah näher kennen lernt und sie auf einmal gar nicht mehr missen will.

Was für ein wunderschönes Buch. Ganz besonders gut hat mir gefallen, wie genau und sorgfältig das Aufblühen der Liebe zwischen Hannah und Marcus beschrieben wurde. Die Geschichte kommt angenehm ohne die üblichen Missverständnisse und Verwirrungen aus. Und die Figuren sind allesamt sympathisch. Für mich immer wichtig, dass englisch ist leicht zu verstehen.

Andeutungen auf Caroline Lindens Homepage zeigen, dass David als nächster seine Geschichte bekommt. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die kleine Schwester Celia ihren eigenen Auftritt hat.

Ein Manko gibt es allerdings: Es scheint so, als hätte die Autorin sich während der ersten 200 Seiten sehr viel Zeit mit der Geschichte gelassen (was in dem Fall aber nicht stört), nur um dann zu merken, dass ihr die Seiten ausgehen und sie doch noch einen Krimiplot unterbringen wollte (was ein wenig gehetzt daherkommt). So wäre es auch, für meinen Geschmack nicht unbedingt notwendig gewesen, einen solchen in die Geschichte mit einzubauen. So kommt das Ende etwas gedrängt daher.