Rezensionen

Kas Bewertung 05 Sterne.png

Krus hat nach dem Tod seiner Tasha Jahrhunderte lang alleine gelebt, als der Rat beschließt, dass es Zeit für ihn ist, sich mit einer Frau zu verbinden. Krus soll dieser Verpflichtung nachkommen, um Nachwuchs zu zeugen. So wird er - nachdem Ara ihre Initiation erreicht hat - mit ihr zusammen geführt. Doch gleich darauf verlässt Krus Ara und steht ihr nur einmal im Jahr zur Verfügung, wenn sie in ihre Fruchtbarkeit kommt.

Der 2. Teil der "Jäger der Dessla"-Reihe von Alexa Lor ist eine intensive Fortsetzung. Krus ist ein tortured Held, der in der Vergangenheit einiges mitgemacht hat. Er glaubt, dass Ara ihn aufgrund der großen Narbe, die sich über eine seiner Gesichtshälften zieht, für verabscheuungswürdig hält. So liebt Krus Ara aus der Ferne und leidet schrecklich unter dieser Situation. Einzig Aras Fruchtbarkeitsphasen bringen Licht in seine betrübte Existenz.

Ara hasst es zutiefst, wie die Ehe zwischen ihr und Krus abläuft. Zu gerne hätte sie den Mann, denn sie innig liebt, stets an ihrer Seite. Doch sie glaubt, dass sie Krus nicht genügt und dies bringt sie zur Verzweiflung. Als etwas schreckliches passiert und ihr Krus helfend zur Seite eilt, hofft sie auf eine Besserung ihrer Beziehung, doch Hoffnung kann sehr trügerisch sein …

Zu gerne wäre ich in manchen Situationen ins Buch gesprungen, um Ara und Krus zu trösten, nur um sie ihm nächsten Moment dazu zu nötigen, doch ein gemeinsames Gespräch zu suchen. Doch der Ausgangspunkt zwischen den beiden ist sehr eingefahren und es gibt kaum ein Weiterkommen. Alex Lor hat eindringlich beschrieben, wie das Heldenpaar unter der verfahrenen Situation leidet. Doch nicht nur zwischen ihnen brodelt es, zu allem Überfluss droht den Dessla ein Krieg mit den Lykomorphen, und Gor muss über sich hinauswachsen um das Beste aus diesem Debakel zu machen.

Neben Krus und Ara hat mir sehr gefallen, dass die Charaktere aus dem ersten Teil "Liebe unaufhörlich", wie zum Beispiel Inkia, Gor, Temm, Zegg und alle die anderen, wieder mit dabei waren und neue, interessante Charaktere ins Spiel gebracht wurden, die dem Buch zusätzlich Würze verliehen. Das Auftreten von Dessmon, einem Gott und zudem dem Sohn des Schöpferpaares der Dessla, war toll und witzig beschrieben. Meine Neugierde auf die Fortsetzung "Liebe unbeirrbar" ist entsprechend angewachsen! Einen kleinen Wermutstropfen gab es für mich jedoch: Gerne hätte ich mir für das Heldenpaar ein wenig mehr Spielraum gewünscht. Lesenswerte 4,5 Punkte.

Kurz gefasst: "Liebe unwiderruflich" ist eine intensive, spannende paranormale Geschichte, bei der man das Kribbeln zwischen dem Heldenpaar regelrecht spürt.