Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Es war einmal ein Duke, für den der Erhalt seiner Linie alles war. Doch das Einzige, was seine Frau produziert hat, war ein Mädchen, von einem anderen. So beschloss er sie als „Platzhalter“ einzusetzen und der Welt zu erzählen, dass sein Erbe Robert Matthew Carrick, Earl Sumner, zukünftiger Duke of Marwick geboren sei. Er hingegen machte sich daran drei Jungen zu zeugen, am gleichen Tag geboren von verschiedenen Müttern und sie, nachdem sie das Jugendalter erreicht hatten, gegeneinander antreten zu lassen, um den geeigneten von ihnen zu ermitteln.
Die vier Jugendlichen verbündeten sich jedoch heimlich gegen den verhassten Duke und versprachen, sich gegenseitig zu schützen und gemeinsam dem Einfluss des Dukes zu entfliehen. Doch der Duke hatte bereits seinen „Erben“ gewählt. Ewan blieb nun nichts anderes übrig als seine Geschwister, Devon und Whit und seine geliebte Grace, wie er das Mädchen genannt hat, zu schützen, in dem er sich in die Hände des Dukes begab und damit allen anderen die Flucht und ein Leben ermöglichte.

Gleich nach dem Tod es verhassten Dukes begab er sich auf die Suche nach seinen Geschwistern. Doch nachdem er seine Halbbrüder endlich aufgespürt hatte, die sich von ihm verraten fühlten, sagten sie ihm, dass seine große Liebe tot sei. In seiner rasenden Trauer und Wut machte er sich daran, das zu zerstören, was seine Halbbrüder, als „Bareknuckle Bastards“ bekannt, aufgebaut hatten. Kollateral-Schäden waren ihm dabei egal.

Doch dann steht sie, 20 Jahre später, wieder vor ihm und für Ewan ändert sich alles. Er schwört sich für Grace ein besserer Mann zu werden und sie zurückzugewinnen. Doch weder seine Brüder noch Grace machen es ihm einfach.

Kennt ihr das, wenn ihr euch ein Teil einer Serie für einen besonderen Moment aufgespart, wenn ihr das Lesen allein um der Vorfreude willen noch und noch etwas rauszögert, solange bis ihr es beinahe vergessen habt? Mir ging es so mit „Daring and the Duke“. Nun habe ich ihr endlich nachgegeben und mit diesen 3. und abschließenden Teil der „Bareknuckle Bastards“ endlich zu Gemüte geführt.

Und das Warten hat sich gelohnt! Obwohl ich schon wieder völlig vergessen hatte, dass Sarah MacLeans Erzählstil, in dem viele Gedanken, aber nicht annähernd so viele wörtliche Rede geteilt wird, sich so ganz und gar von dem Abhebt, was ich in der letzten Zeit an Liebesromane zu genossen habe. Auch wenn ich aus diesem Grunde, hier und da ein wenig ungeduldig gelesen habe, so fand ich es doch einfach nur schön, wieder in die Welt der „Bareknuckle Bastards“ abtauchen zu dürfen.

Und so sehr ich Devon und Whit auch mochte, so interessiert war ich doch daran, mehr über Grace, und vor allem über Ewan zu erfahren. Von Anfang an klar war, dass mehr hinter Ewan stecken muss, als der Bösewicht, für den in den ersten beiden Teilen der Serie stand, so war es doch einfach spannend zu lesen, wie die Autorin ihn transformieren wird. Auch wenn Grace ein zu weiches Herz hat, wie ich finde, ist es der Autorin bei ihr ebenfalls gelungen ihre Entwicklung vom verliebten jungen Mädchen zur liebenden Frau nachvollziehbar dazustellen. Und warum auch ihre Menschenkenntnis infrage stellen, schließlich dürfte sie Ewan besser einschätzen können, als ich.

Kurzgefasst: Sarah Maclean setzt mit ihren „Bareknuckle Bastards“ Standards und wer nach einer historischen Liebesroman-Serie außerhalb der Londoner Ballsäle sucht, dem seien Devon, Whit, Ewan und Grace unbedingt ans Herz gelegt.