Rezensionen

Tinas Bewertung 04 Sterne.png

Ich muss gestehen, dass ich nicht gerade der größte Fan von Geschichten mit Werwölfen bin und bisher nur wenig Romane mit ihren gelesen habe, aber der Klappentext und das tolle Cover haben es mir angetan und ich konnte dem Buch einfach nicht widerstehen.

Zu meinem großen (Lese-)Vergnügen haben mich jedoch Nora Mellings Werwölfe überzeugt, denn sie haben so eine menschliche Art, die mich gefangen genommen hat und zudem sind sie angenehm anders als wie man sie ansonsten aus der Literatur und Filmwelt kennt.

Luisa leidet sehr unter dem Tod ihres kleinen Bruders und unter den Gefühlen der Wut, Trauer und Verzweiflung, die ihre verbliebene Familie wie in einen Kokon einschließt.
Luisa erzählt ihre Geschichte in der Ich-Form, was den Leser unmittelbar miteinbindet, ihn aber auch hin und her reißt, zwischen Traurigkeit und Ärger, immer dann wenn Luisa wieder einmal über das Ziel hinaus schießt.

Thursen hingegen ist ein Charakter, der den Leser mit seiner Kraft und Ruhe überzeugen kann. Thursen und Luisa kennen beide Trauer und die Angst alleine zu sein und sie verbindet eine Liebe, die zart, aber auch stark ist.

Nora Mellings Schreibstil ist ungewöhnlich. In den kurzen Sätzen, die sie immer wieder einbringt, steckt eine Menge an Gefühlen und Wut, was diesen nicht ganz so einfach zu lesenden Stil, doch auch zu etwas Besonderem macht.
Neben dem gekonnt beschriebenen Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten, hat mich vor allem diese andere Sichtweise fasziniert, die die Autorin ihrem Leser vermittelt.

Kurz gefasst: Eine gefühlvolle Liebesgeschichte, mit Tiefgang und Werwölfen. ;-)