Rezensionen

Kas Bewertung 04 05 Sterne.png

John McDermott, kurz Raven genannt, ist Mitglied einer Spezialeinheit der britischen Regierung mit speziellen Fähigkeiten. Sie werden eingesetzt, wenn es gilt die "Drecksarbeit" zu erledigen. Allem Anschein nach, wird die "Shadow Force" jedoch von einem Maulwurf untergraben, denn immer wieder werden Soldaten der Spezialeinheit angegriffen. So auch die Truppe von Raven und Frank Morgan. Sie geraten in Gefangenschaft, doch Raven gelingt die Flucht. Frank hat noch Gelegenheit Raven zu bitten, sich um seine Schwester Lianne zu kümmern.

Lianne wurde von der Regierung mitgeteilt, dass ihr Bruder Frank für tot erklärt wurde. Doch Lianne glaubt nicht daran. Als sie die Gelegenheit hat, mit dem britischen Außenminister ein Interview zu führen, packt sie die Gelegenheit beim Schopf, um ihn nach der Spezialeinheit und dem Verschwinden ihres Bruders zu befragen. Natürlich windet sich der Minister wie ein Aal. Lianne fühlt sich - wie durch einen siebten Sinn - in dem Gebäude, in dem das Interview statt findet, äußerst unwohl, was daran liegt, dass Unbekannte ein Attentat planen und Lianne gerät mitten in die hochexplosive Situation, wäre da nicht Raven …

Mit "Raven", dem ersten Teil der "Shadow Force" ist Andrea Mertz ein spannender, aufregender Einstieg in die Reihe gelungen. Raven ist ein Charakter mit Ecken und Kanten. Er ist kein Kostverächter, weder wenn es um Frauen noch um Alkohol geht. Bis er auf Lianne trifft. Den Wandel, den er durchmacht, als er Lianne kennen lernt, wurde glaubhaft von der Autorin in Szene gesetzt. Lianne ist eine sympathische Heldin, mit dem Herzen am rechten Fleck. Sie hat Sinn für Humor und ist - was ich sehr schätze - null zickig. Es ist sehr schön zu Lesen, wie Andrea Mertz dem Heldenpaar - als sie sich das erste Mal unter mehr als lebensbedrohlichen Umständen treffen - funkensprühende Anziehungskraft auf den Leib schreibt.

Die Geschichte rund um Raven und Lianne, über die Schattenkrieger mit ihren übermenschlichen Fähigkeiten, ist actionreich in Szene gesetzt worden. Mit dem Integrieren weiterer Mitglieder der Shadow Force, wie z. B. Sin, Buzz oder Crane, macht die Autorin Lust auf mehr. Natürlich darf auch ein Antiheld - Zoran Balakov - nicht fehlen, der in seiner Bösartigkeit abstoßend wirkt, jedoch sehr interessant rüberkommt. Die Test und Foltermethoden, mit denen er versucht die Mitglieder der "Shadwo Force", deren er habhaft werden konnte zu brechen, kann man nur als grausam bezeichnen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es für mich in einem - meiner Meinung nach - unlogischem Verhalten von Lianne. Doch abgesehen davon, war die Geschichte überzeugend und lesenswert umgesetzt. 4,5 Lesepunkte.

Kurz gefasst: Actionreicher, spannender Einstieg in eine neue Serie, die Lust auf mehr, mehr, mehr macht.