Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Katharina Richter hat sich ihren Wunschtraum erfüllt und ist in die Fußstapfen ihres Vaters getreten, der sich ganz der Archäologie verschrieben hatte. Zwar kann sie sich nicht hundertprozentig für seine revolutionären Thesen begeistern, aber dennoch bewundert sie die Arbeit ihres Vaters und führt sie erfolgreich fort.

Als sie bei Ausgrabungen, in Mexiko, auf ein bedeutendes Artefakt aus der Maya-Kultur stößt und die Bekanntschaft eines ungewöhnlichen und anziehenden Fremden macht, den sie zuvor aus einem Feuer in der mexikanischen Wüste gerettet hat, fügt sich Puzzleteil an Puzzleteil plötzlich zusammen und die von Kollegen verlachten Annahmen ihres Vaters werden immer stichhaltiger.

Aber nicht nur ihre Arbeit bringt emotionale Aufregung in Kathis Leben, auch Kian, der von ihr gerettete Fremde, lässt ihr Herz vor Aufregung höher schlagen.
Aber Kian scheint seinen Unfall nicht unbeschadet überstanden zu haben, da sein Verhalten mehr als seltsam ist und alles auf eine Amnesie oder eine geistige Verwirrtheit hindeutet.

Da ich nicht wusste, was mich in dieser Geschichte inhaltlich erwarten würde, war ich doch ein wenig überrascht mit einem mal über den Begriff „Raumschiff“ in diesem Roman zu stolpern. Überrascht, aber umso mehr gefesselt, von der faszinierenden Aussicht, mit diesem Buch auf einen futuristischen Zeitreiseroman gestoßen zu sein.

Das Grundthema des Buches „ein Bewohner eines anderen Planeten landet auf der Erde“ erinnert mich sehr stark an den Film „Starman“ der mir sehr gut gefallen hat, nur das in Elke Meyers Geschichte natürlich die Umstände etwas anders dargestellt sind.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm flott zu lesen. Es gibt keine Längen und keine zähen Absätze. Der Leser wird mit viel Bewegung und Abwechslung stets dazu animiert, immer weiter zu lesen. Und so hatte ich das Buch in kürzester Zeit, fast ohne Unterbrechung durch. Langeweile kommt, ja schon allein wegen des spannenden Themas, nicht auf.

Unter Elke Meyers Federführung entsteht schnell ein intensives und lebendiges Bild der Figuren und ihrer Umgebung. Dabei bleibt die Liebe der Autorin für Mexiko nicht unbemerkt, was man vor allem in den Beschreibungen über Land und Leute deutlich spürt. Die Figuren sind allesamt sympathisch und interessant, wenn ich auch gerne noch mehr persönliche Details über sie erfahren hätte, was aber wohl den Rahmen der Geschichte gesprengt hätte. ;-)

Leser, die wenig mit dem Thema Science Fiction oder Zeitreisen aus der fernen Zukunft verbindet, sollten, um Enttäuschungen zu vermeiden, evtl. prüfen ob ihnen der Inhalt des Buches zusagt oder sie eher unberührt lässt. Denn das Buch „Im Feuer der Sterne“ ist eine eher ungewöhnliche, wenn auch sehr interessante Mischung aus Science Fiction, fantastischen Elementen, paranormalen Zutaten und archäologischen Erkenntnissen.

Kurz gefasst: Für alle Leser, die gerne Neues ausprobieren wollen und sich von ungewöhnlichen Geschichten überraschen lassen möchten, ist „Im Feuer der Sterne“ sehr zu empfehlen.