Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Nachdem sich Troja Steiner erfolgreich als Untermieterin bei Titus Conti etabliert hat und damit über die „richtige“ Adresse verfügt, plant die Mechanikerin und Ex-Soldatin ihr Privatdetektiv Business aufzuziehen.

Doch so ganz scheint das mit dem Start-up nicht gelingen zu wollen, außer Ärger, scheint sie mehr als zweideutige Einladungen und Sektiererin-Jobs nicht anzuziehen. Glücklicherweise verfügt ihr Vermieter, der ein Troubleshooter Business betreibt, über Kontakte und ist gewillt Troja unter die Arme zu greifen. Wäre ihm jedoch vorher klar gewesen, wie viel Probleme Troja verursachen kann, hätte er sie erst gar nicht einziehen lassen.

Titus vermittelt Troja einen Auftrag des Oligarchen Andrej Sorokin, der auf der Jagd nach einem berühmten gefälschten Kunstobjekt ist. Das bringt Troja jedoch nicht nur die Aufmerksamkeit der arabischen Mafia, sondern auch die des Gangsters El Cid.

Vor ein paar Jahren habe ich „Der Schatz von Akkad“, den 1. Teil der „Troubleshooter“-Serie von Clannon Miller bereits mit Begeisterung gehört, in diesem Zeitraum jedoch keine Rezensionen verfasst. Und da ich gerade in „Mafia Romance“-Stimmung bin und zwischen zwei Romane auch gerne einmal ein Hörbuch schiebe, die perfekte Gelegenheit diesem Titel erneut zu lauschen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Serie wird übrigens von der Sprecherin Eni Winter gekonnt und stimmig vorgetragen. Ihre Stimme ist beim Hören für mich schnell mit der Ich-Erzählerin Troja verschmolzen. Perfekt, für ein ungestörtes Hörerlebnis.

Ich habe „Der Schatz von Akkad“ damals im Anschluss an die Urban Fantasy-Serie „Valkyria“ gehört und fand ich (und finde ihn immer noch) genauso klasse. Nur mit den Historicals der Autorin kam ich nicht zurecht, aber dass soll nicht Thema heute sein. Ich finde, dass Troja eine großartige Heldin. Manchmal vielleicht ein wenig anstrengend, dabei jedoch stets chaotisch- sympathisch. Mir gefällt ihr Humor (meistens) und ihre offene, geradeheraus Art (immer). Sie ist definitiv nicht langweilig und weiß zu überraschen.

An die Seite gestellt hat die Autorin ihr Titus Conti, ein sehr zurückgezogen lebender, liebenswert-nerdiger Typ, mit „Kontakten“. Mir kommen dabei immer wieder die Charaktere „Harold Finch“ und „John Reese“ (Person of Interest) in den Sinn. Überhaupt hat diese ganze Troubleshooter-Sache durchaus etwas von der Serie – was ich höchst unterhaltsam finde.

Als Love Interest hat die Autorin Troja, die nach eigener Aussage dazu neigt, sich immer in die bösen Jungs zu verlieben, den geheimnisvollen Gangster El Cid, gegenübergestellt. Und mit dieser Figur trifft die Autorin so genau die Vorstellung meines Wunsch-Helden, dass es schon ein wenig unheimlich ist; wobei ich ihr natürlich äußert dankbar für ihr Talent bin. Das toppt die Autorin noch, indem sie mit ihrer Story zu „Fast & Furious“-Höchstform aufläuft und damit alles abdeckt, was ich mir von einem Romantic Suspense nur wünschen kann.

Kurzgefasst: ein Artefakt, ein Oligarch, die Berliner Unterwelt und ein aufgepimpter Mini - und ich bin wunschlos glücklich.