Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Nachdem ich mich mit dem 1. und 2. Teil der "McKettricks aus Texas"-Trilogie nicht so recht anfreunden konnte, habe ich in diesen 3. Teil erst gar keine großen Hoffnungen Erwartungen gesetzt.

Erfreulicher Weise bin ich jedoch überrascht worden!

Zugegeben den Konflikt in dem Paige steckt, fand ich ein wenig schwach. Warum erkennt Paige nicht, dass sie - und das gilt insbesondere für Austin - damals einfach noch zu jung waren um ein gemeinsames Leben mit einem weißen Gartenzaun und Kinder zu führen?
Insbesondere da sie schon früh in der Geschichte selber sagt, dass Austin nicht mehr der Junge von damals, sondern ein Mann geworden ist, der weiß was er will.

Aber zumindest konnte ich beim Lesen ein Knistern zwischen Paige und Austin zwischen den Seiten erkennen, was mir bei den anderen Geschichten so entschieden gefehlt hat. Dieses Paar wirkt lebendig und zwischen ihnen stimmt die Chemie.

Ein echter Pluspunkt und wie ich finde die Stärke der Geschichte ist, dass die anderen beiden Paare (Tate und Libby / Garrett und Julie / samt Kinder) ebenfalls auf der Familienranch wohnen, wo auch "Über alle Grenzen“ spielt.

Vielleicht ist es ganz gut, dass die, meiner Meinung nach, eher schwache Geschichte um Paige und Austin dadurch etwas in den Hintergrund rückt - denn hätte man dem schwächelnden Konflikt noch mehr Raum gegeben, hätte ich mich beim Lesen bestimmt gelangweilt. So wird die Szenerie nun vom bunten Treiben der Familie und der Auflösung des kleinen Hintergrund Plots aufgelockert. Die Geschichte wirkt dadurch lebendig und turbulent und beschenkt den Leser dazu mit einer netten Liebesgeschichte.

Es gibt eines der typischen zuckersüßen Ende, die Linda Lael Miller immer wieder für ihre Leser bereithält.
Andererseits hat Paige ja auch lange genug auf ihr Happy End gewartet, dann darf das auch mit allem Tamtam gefeiert werden.

Kurz gefasst: Mit Abstand der beste Teil der Trilogie, da hier für mich die Chemie zwischen den Protagonisten stimmt und die restliche Familie, deren Geschichten bereits in anderen Teilen erzählt wurde, die Geschichte beleben.

Chris' Bewertung 02 Sterne.png

Nach einem bösen Unfall muss der erfolgreiche Rodeoreiter Austin McKettrick seine Laufbahn aufgeben und kehrt auf die Familienranch zurück. Dort hat sich seit seinem Weggang viel getan. Seine Brüder Tate und Garrett sind glücklich mit den Schwestern Libby und Julie liiert und wollen sie heiraten. Außerdem lebt noch Paige, die jüngere Schwester von Libby und Julie auf der Ranch.

Paige ist es auch, die eine gemeinsame Vergangenheit mit Austin hat. Sie waren einst ein verliebtes Paar und hatten Pläne. Doch dann bekam Austin kalte Füße, betrog Paige und ihre Beziehung zerbrach. Jetzt ist Austin allerdings wieder da und Paige und Austin müssen sich irgendwie arrangieren. Was leichter gesagt als getan ist. Denn zwischen ihnen steht die unbewältigte Vergangenheit und die andauernde Anziehungskraft.

Die Geschichte um Paige und Austin hat sich ja schon in den vorangegangenen Bänden abgezeichnet. Dass sie dann allerdings so seicht und teilweise erschreckend langweilig sein würde, hatte ich nicht erwartet. Dabei mag ich die Autorin sehr gerne und meistens sind ihre Bücher eine angenehme und leichte Unterhaltung.

Hier aber nicht. Austin kriegt wirklich sein Fett weg. Seine Bandscheiben sind lädiert, dann wird er angeschossen, usw. Der Kerl muss hier wirklich einiges einstecken. Paige hingegen wird von Austins Bruder als Krankenschwester und eine Art Babysitter eingestellt. Praktisch, da Paige im Augenblick sowieso arbeitslos ist.

Seitenweise darf man nun ein ständiges Hin und Her und Her und Hin verfolgen. Die Protagonisten lecken ihre Wunden aus der Vergangenheit, Paige heult sich jede zweite Seite die Seele aus dem Leib oder ist zutiefst verletzt über das was zehn Jahre zurück liegt. Austin hingegen lässt keine Gelegenheit aus Paige verbal und körperlich zu ‘bedrängen’. Es versteht sich von selbst, dass die Heldin es im Grunde ja will und dann endlich Austins Bett landet. Amen.

Ein wenig frischen Wind bringen die Geschwister und Kinder unserer Helden in die Geschichte, wobei ich über Libby phasenweise den Kopf schütteln musste. Auch der Krimiplot, der sich auch schon durch die ersten beide Teile gezogen hat und hier endlich aufgelöst wird, macht das Buch nicht besser. Und am Ende musste ich mich schon fragen: War dieser Erzählstrang nötig? Was sollte uns damit gesagt werden?

Kurz gefasst: Leider ein etwas schwacher Abschluss einer nicht wirklich beeindruckenden Serie. Schade, denn Linda Lael Miller kann es eigentlich deutlich besser.