Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Heimat, Familie, Liebe und die Leidenschaft für landwirtschaftliche Arbeit und Tiere, sowie eine gute Prise Cowboy-Romantik - das sind die Zutaten, die Linda Lael Miller für mich so lesenswert machen.
Doch darüber hinaus hat sich die Autorin nichts einfallen lassen, was mich für die Geschichte hätte einnehmen können.

In "Das weite Land" verzichtet die Autorin auf jegliche Aufregung, einmal von einer Wette, zwischen rivalisierenden Halbbrüdern, die zu Pferde ausgetragen wird und ein wenig verliebtes Herzklopfen abgesehen. Auch der oft in den Büchern der Autorin angehängte übliche Minimal-Krimiplot findet diesmal keinen Platz, und das obwohl der Held des Buches der momentane Sheriff des Countys ist.

Etwas seltsam und für mich nicht nachvollziehbar, finde ich die Gründe von Joslyn, die Taten ihres Stiefvaters wieder gut zu machen. Zwar finde ich die Figur an sich sehr sympathisch, doch denke ich, hier hätte es durchaus spannendere Wege geben können, dies zu inszenieren. Womit vielleicht auch ein wenig mehr Schwung in die Geschichte gekommen wäre.

So erzählt das Buch lediglich eine nette Geschichte, gerade recht sie gemütlich an einem verregneten Nachmittag zu lesen und ein wenig vor sich hinzuträumen.
Doch hat man das Buch ausgelesen, so wird wohl nicht viel davon zurückbleiben. Ich zumindest, musste nun schon überlegen, um mich an den Namen der Hauptprotagonistin zu erinnern, obwohl ich das Buch erst heute Morgen aus der Hand gelegt habe.

Nicht falsch verstehen, ich habe "Das weite Land", weil es angenehm und so kurzweilig zu lesen war, praktisch an einem Stück verschlungen. Doch hat es letzten Endes keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und wird wohl genauso schnell wieder aus meinem Gedächtnis verschwinden. Was ich im Übrigen, recht bedauerlich finde.

Kurz gefasst: Eine spannungslose Geschichte ohne Höhen und Tiefen, die trotzdem unterhaltsam und kurzweilig zu lesen ist, jedoch nicht lange im Gedächtnis haften bleiben wird.