Rezensionen

Nicoles Bewertung 04 05 Sterne.png

Maeve Tremayne, Zwillingsschwester von Aidan dem Helden aus „Silbernes Mondlicht, dass Dich streichelt“, liebt ihr Vampirdasein im Gegensatz zu ihrem Bruder über alles. Sie kostet ihre vampirischen, übersinnlichen Fähigkeiten über alles aus und gehört zu den mächtigsten Vampirinnen ihrer Zunft. Doch nachdem ihr Bruder Aidan sich für ein menschliches Dasein entschieden hat und nun für immer von ihr getrennt wurde, fühlt sie sich trotz ihrer nun platonischen Freundschaft mit Valerian, ebenfalls ein überzeugter Vampir, sehr einsam.

Durch ihre Fähigkeiten ist es ihr möglich, durch die Zeit zu reisen. Eines Nachts, in der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs, trifft sie auf den geheimnisvollen Arzt Calder Halbrook. Seine anfangs verschlossene Art fasziniert sie und es kommt, wie es kommen muss. Sie verlieben sich ineinander. Doch hat Maeve eigentlich keine Zeit für eine Beziehung und dann auch noch mit einem Menschen! Denn Lisette verursacht wieder einmal großen Ärger. Sie verwandelt menschliche Wesen in wahre Monster.

Doch die Strafe lässt nicht lange auf sich warten! Als die Vampire erfahren, dass die guten Mächte planen, nun alle Vampire und Dämonen zu vernichten, beschließen sie, dass Maeve selbst Königin der Vampire werden und Lisette vernichten soll um der Vernichtung vielleicht doch noch zu entgehen.

Maeve hat also alle Hände voll zu tun, denn neben ihrem Kampf gegen Lisette versucht sie auch noch ihren Geliebten Calder zu beschützen, der jedoch gar nicht beschützt werden möchte. ;-) Und auch Valerian hat etwas gegen ihre Beziehung mit einem Sterblichen und nervt Maeve nur wo er kann. Wird Maeve rechtzeitig Lisette vernichten können und hat ihre Liebe eine Zukunft?

Dieser zweite Teil ist im Gegensatz zum ersten Teil, der eher ruhig angelegt war und in dem der langsame Aufbau der Gefühle zwischen Aidan und Neely beschrieben wurde, schon etwas spannender gestaltet.

Interessant fand ich Maeves Zeitreisen und die Autorin hat es auch in diesem Roman geschafft, die Heldin des Buches charakterlich sehr sensibel und glaubwürdig zu erfinden. Der Leser kann sich sehr schnell in Maeves verletzte Gefühlswelt hineinfinden, nachdem sie von ihrem Bruder Aidan verlassen wurde. Doch im Gegensatz zu Aidan liebt Maeve das vampirische Dasein und fragt sich nun, ob es das wert war, dafür ihren Bruder zu verlieren.

Obwohl ihr Valerian mit Rat und Tat zur Seite steht, kann er ihre Einsamkeit nicht lindern und so lernt sie eines Tages bei einer ihrer Streifzüge Calder Holbrook kennen. Nur ihm allein gelingt es, ihre Einsamkeit zu vertreiben, obwohl Maeve eigentlich keine Liebschaft mit einem Sterblichen eingehen will.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist sehr schön beschrieben und bietet einen kleinen Ruhepol zwischen der ansonsten sehr spannenden Rahmenhandlung um Lisette. Obwohl dieser Roman zu den ersten vampirischen Romances gehört, muss er sich jedoch nicht hinter aktuelleren Büchern dieses Genres verstecken.