Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Endlich habe ich sie wieder gefunden, die Linda Lael Miller, die mir immer so gut gefallen hat und die ich in ihren letzten Büchern so vermisst habe. "Wenn ein Herz nach Hause kommt" ist endlich wieder ein typischer "Miller" - und das im besten Sinne.

Der Leser bekommt ausreichend Zeit und Informationen die Protagonisten kennenzulernen. Zudem agieren diese nachvollziehbar und stimmig. Auch die sich angenehm langsam entwickelnde Beziehung der Hauptfiguren, erleichtert es dem Leser sich leicht in sie hineinzuversetzen.
Besonders gut hat mir gefallen, wie die Autorin die Entwicklung der Heldin Melissa dargestellt hat. Melissa neigt dazu in schwarz und weiß zu denken. Dass sich das Leben jedoch nicht immer so einfach aufteilen lässt, lernt sie nach und nach.

Natürlich finden sich auch alle üblichen Zutaten von Kind und Kegel, Hund und Katz', in diesem Buch wieder. Und man sollte schon die Ideale der Autorin teilen, um mit Genuss lesen zu können.
Auch auf überraschende Wendungen oder ungewöhnliche Abläufe sollte man nicht warten. "Wenn ein Herz nach Hause kommt" bietet einfach gestrickte, aber höchst unterhaltsam und kurzweilig ausgeführte Unterhaltung.

Fans und Vielleser der Autorin werde ihre Freude an den vielen bekannten und beliebten Protagonisten anderer Bücher, die zu der großen Verwandtschaft der Mckettricks und Creeds gehören, haben. Diese werden entweder erwähnt oder tauchen persönlich in diesem Buch auf. Mir persönlich macht es immer wieder großen Spaß auf diese Weise auf alte "Bekannte" zu treffen.

Kurz gefasst: Beste Miller'scher Unterhaltung.

Chris' Bewertung 05 Sterne.png

Ein neuer Mann ist in der Stadt. Und was für ein Mann! Steven Creed wagt in Stone Creek einen Neuanfang. Und er ist nicht alleine. Begleitet wird er von seinem kleinen Adoptivsohn Matt. Der Junge hat in kurzer Zeit beide Elternteile verloren und Steven – der beste Freund von Zack und Jillie – hat das Kind bei sich aufgenommen. Als die beide dann gleich am ersten Tag Melissa O’Ballivan begegnen, knistert es zwischen Melissa und Steven sofort. Und auch der verschlossene Matt fühlt sich zu der Anwältin hingezogen.

Linda Lael Miller ist ein Garant für gute und leichte Unterhaltung. Es kommt kaum zu enttäuschenden Leseabenteuern bei ihren Geschichten und so ist es auch hier gewesen. Das Buch um Steven, Melissa und Matt bildet den Auftakt zu einer neuen Trilogie und erfreulicherweise werden die Bände auch in kurzen Abständen bei Mira veröffentlicht.

Steven Creed ist ein relativ unkomplizierter Charakter, der seine kleinen Macken nicht exzessiv auslebt und dem Leser auch nicht durch Zögerlichkeit oder Herrschsucht auf den Nerv geht. Und auch Melissa ist eine sehr angenehme Prota. Auch wenn sie in der Vergangenheit nicht immer die besten Erfahrungen mit Männern gemacht hat. Manchmal kommt sie vielleicht ein wenig herablassend oder zickig um die Ecke, aber ihre Mitmenschen stellen sie auch oft vor äußerst skurrile Herausforderungen. Man muss sie einfach gern haben.

Zwar liegt der Schwerpunkt der Geschichte auf Melissa und Steven, jedoch gibt es auch ein paar gute Nebenhandlungen. Zum Beispiel den Sheriff, der nach ewig langen Jahren endlich mit seiner Angebeteten zusammenkommt, oder die Geschichte von Byron. Einem Jugendlichen, der schon in jungen Jahren große Schuld auf sich geladen hat und aus dem Gefängnis kommt.

Natürlich verläuft die Liebesgeschichte zwischen Melissa und Steven nicht ganz reibungslos. Melissa wurde in der Vergangenheit sehr verletzt, doch im Laufe der Geschichte kann sie diese Erlebnisse loslassen und sich der Zukunft stellen. Und Steven hat eigentlich ein Problem mit karriereorientierten Anwältinnen, auch wenn er selbst Anwalt ist. Es knistert zwischen den Protas gewaltig und aus in ihrem Beruf liefern sie sich bald ein explosives Duell.

Der eigentliche Star ist jedoch Matt. Der kleine Waisenjunge hängt sehr an Steven und an der Idee, dass sie mit Melissa eine Familie sein könnten. Und der Zwerg tut auch alles dazu um die beiden Menschen zusammenzubringen. Da die Autorin das Kind gleich zu Beginn als hochbegabt beschrieben hat, nimmt man ihm seine kleinen ‘Manipulationsversuche’ auch ohne Probleme ab. Er wird auch altersgerecht, wenn auch altklug und sehr zielstrebig beschrieben.

Für mich war es eine ausgesprochen leichte und angenehme Lektüre und ich freue mich schon sehr auf die Folgebände, die dann von Stevens Cousins handeln werden.

Kurz gefasst: Eine herzerwärmende Familiengeschichte, die absolut Lust auf mehr macht.