Rezensionen

Nicoles Bewertung 04 Sterne.png

Kommissar Hölderling hat immer noch schwer daran zu knacken, dass ihn seine Annelies, mit der er bereits seit der Schulzeit zusammen war, für einen anderen verließ,. Jedes Jahr kommt er mit seinem Freund und Kollegen zusammen um in alten (Annelies)-Zeiten zu schwelgen und sich von einem befreundeten Feinkostladenbesitzer bekochen zu lassen. Denn besonders Liebe geht bei Kommissar Hölderling durch den Magen. Neben seiner kriminalistischen Ader liebt er die gehobene Küche über alles und kocht für sein Leben gern. Doch die Aussicht ein paar Tage in einem Romantikhotel verbringen zu müssen, stimmt ihn nicht gerade fröhlich, da dort ein Klassentreffen ansteht und er dort auch Annelies wieder treffen wird. Glück im Unglück, der Koch des Hotels weist unglaubliche kulinarische Fähigkeiten auf und tröstet ihn über seine ersten Berührungsängste Annelies betreffend hinweg. Als alle ehemaligen Mitschüler in großer Runde zusammensitzen, bricht plötzlich eine von ihnen tot zusammen. Die Tote, die Frau des Romantikhotelbesitzers war ebenfalls eine Mitschülerin von ihnen und da der strenge Winter dafür gesorgt hat, dass sie alle eingeschneit sind, muss sich Hölderling ans Kriminalisieren machen, bis die Polizei vor Ort sein kann. Wie gut, dass Annelies, eine Pathologin aus Leidenschaft dabei an seiner Seite ist. Doch bevor beide entscheidend weiterkommen, geschieht ein zweiter Mord…

„Suppenmord“ ist ein solider Krimi, in dem ein Kriminalkommissar mit Hang zur Gourmetküche vor malerischer Kulisse- in diesem Fall in einem Romantikhotel, rätselhafte Morde, begangen an seine Mitschüler, aufklären muss. Man erfährt währenddessen, wie sehr er noch an seiner Annelies hängt und seine leicht verträumte Art in dieser Hinsicht, machte mir die Hauptfigur dieses Romans auf Anhieb sympathisch. Die Autorin versucht die Kriminalhandlung immer wieder durch viele humorige Dialoge zwischen Hölderling und seinem besten Freund Viktor aufzulockern, was mir im Großen und Ganzen recht gut gefallen hat, allerdings lag der Humor der Autorin dabei leider nicht immer auf meiner Wellenlänge, aber das ist ja auch reine Geschmackssache jedes Einzelnen. Wichtiger war für mich, dass man als Leser erst sehr spät erfährt, wer mordend durchs Hotel zieht und vor allem warum. Man tappt recht lange im Dunklen und ist stets gleichauf mit dem Kommissar.
„Suppenmord“ ist durchaus ein interessanter Erstlingsroman einer neuen Serie, doch trotz des guten Schreibstils und der interessanten Krimihandlung fehlten mir persönlich mehr Spannungselemente. Wer jedoch Lust auf einen leichten humorigen „Who-Done-It“ Krimi hat, der kann hier bedenkenlos zugreifen.