Rezensionen

Ankes Bewertung 02 Sterne.png

Eine passionierte Gärtnerin und Vampirin und ein menschlicher Cop ermitteln gemeinsam in Sachen Erpressung und Mord - eine wie ich finde sehr ungewöhnliche, aber interessante Mischung für einen paranormalen Roman, vor allem was die vampirische Gärtnerin betrifft. ;-)

Leider ist das, was sich hier als paranormaler komödiantischer Krimi ankündigt nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich wurde beim Lesen das Gefühl nicht los, dass die Autorin Barbara Monajem zwischen Chick-lit-lastigem Suspense und paranormaler Urban Fantasy schwankt ohne sich recht entscheiden zu können welches Genre sie bevorzugt. An sich dürfte ein solcher Genre-Mix kein Thema sein, doch anstelle eines charmanten neuen Mixes ist "Verrückt nach einer Vampirin" zu einer, meiner Meinung nach, eher missglückte Mischung geworden.

Vielleicht lag es auch nur ein daran, dass die Ausführung ... wie soll ich es ausdrücken.... ein wenig wirr und unverständlich war. So fand ich zwar die Idee ganz nett und den Suspenseplot durchaus lesenswert, doch blieben für meinen Geschmack zu viele Fragen offen.
So habe ich mich beim Lesen z.B. gefragt, warum die Autorin eigentlich eine vampirische Heldin gewählt hat, vor allem da diese Tatsache überhaupt nichts zur Geschichte beiträgt; die Hauptfigur hätte auch ein x-beliebiger Mensch sein können (was unter Umständen dem Buch vielleicht eine klarere Richtung verliehen hätte). Auch ist mir nicht so ganz klar geworden, welche Beweggründe die Figuren eigentlich antreibt, woher sie kommen und wohin sie sich entwickeln (mal abgesehen vom Helden, der Aufgrund der vampirischen sexuellen Anziehungskraft der Heldin - so zumindest die Erklärung - eindeutig triebgesteuert war und damit als einziger recht genau wusste was er, bzw. sein bestes Stück wollte). Ja, selbst Erklärungen zu Hintergründen und zum allgemeinen Umfeld, sowohl über die Vampirgemeinschaft, als auch der Menschen, erfährt man viel zu wenig.

Ich konnte das Buch, trotz einiger netten Ideen und einem ordentlichen Suspenseplot, nicht mit einem zufriedenen Gefühl beenden, da mir zu viele unbeantwortete Fragen im Kopf schwirrten.

Kas Bewertung 04 05 Sterne.png

Zitat aus "Verrückt nach einer Vampirin" von Barbara Monajem:
"Vampir: Ein menschliches Wesen mit genetischer Mutation, das sich unter anderem durch die Herausbildung von Reißzähnen in der Pubertät, heftigem Verlangen nach menschlichem Blut und unwiderstehliche Anziehungskraft auf das andere Geschlecht auszeichnet. Der Legende nach existiert diese spezielle Form der Mutation seit Jahrtausenden, tritt jedoch so selten auf, dass die Mehrheit der Menschen nicht an die Existenz dieser Wesen glaubt. D. Tull, Gesellschaft zum Schutz nicht-mythischer Wesen."

Ophelia Beliveau, die Heldin dieser Geschichte, lebt unerkannt als Vampir in der verschlafenen Kleinstadt Bayon Gavotte, nahe New Orleans. Sie hat diesen - siehe Zitat - genetischen Defekt und ist -wohlgemerkt - nicht die einzige in der Stadt! Seit Jahren hält sie sich vom männlichen Geschlecht fern, das sich unwiderstehlich von ihr angezogen fühlt. Den Männern hängt mehr oder weniger, bei Ophelias Anblick, die Zunge aus dem Mund. Ophelia hat die Nase gestrichen voll von dieser Kategorie Mann. Bis zu dem Zeitpunkt, als ein Nachbar ihren Garten zerstört. Sie tut, was sie eigentlich nie machen wollte - schließlich hat sie allerbesten Kontakt zur Unterwelt von Bayon Gavotte - sie ruft die Polizei.

Gideon O´Toole ist der Detective, der bei Ophelia nach dem Rechten sehen soll. Ein verteufelt gut aussehendes Exemplar Mann. So attraktiv, dass Ophelia am liebsten sofort ihre Beisserchen in ihn schlagen würde. Gideons Schwester Artemisia, auch Art genannt, hat ihm gerade telefonisch von der Erpressung einer Freundin erzählt, als Gideon bei Ophelia ankommt. Selbstredend, dass sich Gideon sofort von Ophelia angezogen fühlt. Doch er versucht, nicht in die Fußstapfen der anderen Männer zu steigen, obwohl sein Verlangen nach ihr schier überwältigend ist.

Bei den Ermittlungen rund um Ophelias verwüsteten Garten, stößt er auf weitere Personen, denen ein Erpresser im Nacken sitzt. Als dann auch noch Morde geschehen, scheint sich herauszukristallisieren, dass es sich bei dem Erpresser, bzw. Mörder um ein und dieselbe Person handelt, nämlich Ophelia! Jemand versucht ihr die Taten in die Schuhe zu schieben. Nur gut, dass sie Gideon auf ihrer Seite hat. Er lässt sich auch nicht von ihr abschrecken, als er merkt, welch reizendes Paar Eckzähne sie ihr Eigen nennen darf. Mit der spannenden Suche nach dem Täter steigt auch die sexuelle Spannung zwischen den beiden.

Barbara Monajem hat mit diesem Roman mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen und verbindet die Genres: Paranormales, Romance, Krimi. Sie schafft es gekonnt, dass der Leser zum Pageturner mutiert. Die Nebenfiguren sind Charaktere, die einfach Lust auf Mehr machen. Da sind z. B. Leopard und Constantin, zwei sündhaft schöne und "böse" Rockmusiker. Oder Zelda, die dreizehnjährige Nichte Ophelias. Sie ist kess, schlagfertig und definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Sie alle machen Hoffnung auf eine Fortsetzung.

Einziger Kritikpunkt: Ich hatte anfangs den Eindruck, als würde sich die Erzählung etwas holperig angehen. Doch zum Glück hat sich das bald gelegt. Von mir gibt es für diesen spritzigen, frechen und manchmal auch flapsigen paranormalen Roman 4,5 Punkte.