Rezensionen

Kas Bewertung 04 05 Sterne.png

Talorc Sinclair reist zum Clan der Dougals, um dort seine Braut, Abigail zu ehelichen - auf Geheiß des schottischen Königs. Denn nie im Leben hätte Talorc jemals eine englische Braut akzeptiert. Denn tief ist sein Hass - und der Hass seiner Clansleute - auf die Engländer verwurzelt. Schließlich hat der Verrat von Talorcs Stiefmutter einst zu einem Krieg geführt, bei dem die Sinclairs viel Leid erfahren mussten. Doch sobald Talorcs Wolf, den er als Gestaltwandler in sich trägt, Abigails ansichtig wird, schnurrt dieser wie ein "Kätzchen".

Abigail, die Schwester von Emily (wir kennen sie aus dem ersten Teil der "Children of the Moon"-Reihe) ist nach einem schrecklichen Fieber, das sie als Kind hatte, taub. Seitdem wird sie von ihrer Mutter und dem Stiefvater missachtet, ja gar als verflucht bezeichnet. Nur Emily stand ihr stets zur Seite und hat Abigail gelehrt, ihrem Gegenüber vom Mund abzulesen und auch das Sprechen wieder zu wagen. So bleibt Abigails Taubheit vor der Restwelt verborgen, denn nur Emily und die Eltern wissen Bescheid. Abigail erwartet nun natürlich mit Bangen, was ihr im Clan der Sinclairs bevorsteht. Als sie Talorc das erste Mal gegenüber steht, fühlt sie sich sofort von diesem fürsorglichen Mann angezogen und hofft auf eine schöne, gemeinsame Zukunft …

Nachdem ich im ersten Teil der Reihe "Lockruf des Mondes" mit ein paar Dingen meine Schwierigkeiten hatte, bin ich nun mit "Im Bannkreis des Mondes" lesezufriedener. Ich habe es nicht bereut, die Reihe weiter verfolgt zu haben. Abigail ist trotz ihrer Behinderung ein sympathischer, ausgeglichener Charakter, den man einfach gerne haben muss. Auch Talorc Sinclair, der im ersten Teil noch unfreundlich und unwirsch rüber kam, ist auf meiner Beliebtheitsskala gestiegen, auch wenn ich sein Verhalten Abigail gegenüber nicht immer zur Gänze nachvollziehen konnte.

Schön und ausgewogen integriert, war die romantische Sidestory von Niall und Guaire. Es hat Spaß gemacht, die beiden Männer zu beobachten, wie sie versuchen einander "aus dem Weg zu gehen". Die Handlung bleibt leider etwas auf der Strecke, da sich die Geschichte hauptsächlich um die Annäherung des Heldenpaares dreht. Trotzdem ein lesenswerte Geschichte, wenn man auf locker-leichte Art und Weise unterhalten werden möchte. 4,5 Punkte.

Kurz gefasst: Kurzweiliger Para-Historical mit einer sehr sympathischen Heldin.