Rezensionen

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Sabrine hat sich nach der Ermordung ihrer Eltern dazu entschlossen, ihrem Volk, den Raben-Gestaltwandlern, als Kriegern zu dienen. Denn auch nach Jahrhunderten, stehen die Raben-Gestaltwandler immer noch auf der Abschussliste einiger Werwolfclans. Als dann auch noch ein magischer Stein, den die Raben-Gestaltwandler dringend benötigen, um beim Übergang ins Erwachsenenleben ihre vollen Kräfte zu entwickeln, verschwindet, steht für Sabrine fest: Sie muss unter allem Umständen herausfinden, was mit dem Stein passiert ist. Schließlich steht ihr Bruder kurz vor der Wandlung! Und so ersinnt sie einen Plan, wie sie sich bei den verhassten Donegals einschleichen kann!

Barr wurde von seinem Clanchief Talorc Sinclair zu den Donegals geschickt um dort die Männer zu anständigen Kriegern auszubilden, denn der ehemalige Clanchief hat dies komplett vernachlässigt. Kein Wunder also, das sogar der König Barr übergangsweise als Chief einsetzt. Barr und sein Stellvertreter haben alle Hände voll zu tun. Bei ihren Bemühungen stellen sie fest, dass etwas ganz und gar nicht mit dem Clan stimmt! Angst hängt in der Luft. Das was bisher falsch gelaufen ist, verdeutlicht sich, als Barr eine verletzte, nackte Frau im Wald findet, ihr Name Sabrine!

"Im Mond des Raben", der dritte Teil der "Children of the Moon"-Reihe wartet mit einem sympathischen Haupthelden auf. Barr ist in dem, was er tut stets gerecht und als er bemerkt, dass es sich bei Sabrine um seine Seelengefährtin handelt, versucht er sie gefühlvoll davon zu überzeugen. Doch Sabrine glaubt nicht daran, zu tief, sitzt ihr Argwohn gegenüber den Werwölfen. Zudem verschweigt sie Barr, welches Tier sie tatsächlich in sich trägt, aus Angst vor Repressalien! Das ist für mich ein Wehpunkt der Geschichte. Egal was Barr tut, um zu demonstrieren dass er anders ist als die Gestaltwandler, die Sabrines Volk Übles angetan haben, nichts fällt bei Sabrine auf fruchtbaren Boden. Sie kämmt Barr mit den anderen über einen Haufen. Dieses stetige dagegen aufbegehren, war meines Erachtens ein wenig zu viel.

Ansonsten, hat es Lucy Monroe, auch in "Im Mond es Raben" verstanden, mich auf sinnliche, historische und manchmal erotische Art und Weise zu unterhalten. Zudem gab es wie auch in den Vorgängerbänden eine Sidestory, die stimmig in Szene gesetzt wurde. Schön ist, wie Lucy Monroe es sozusagen einfädelt, dass es im folgenden Teil um Drachen gehen wird! 4 Punkte.

Kurz gefasst: Lesenswerter Para-Historical, der mehr Tiefe als die beiden Vorgängerbände hatte.