Rezensionen

Kas Bewertung 03 05 Sterne.png

Emily hat zu Hause wenig zu lachen. Von ihrer Stiefmutter wird sie nur schikaniert, von ihrem Vater mehr oder weniger ignoriert. Als der König verlangt, dass ihre Eltern ihrer jüngere, taube Schwester Abigail mit dem Clanführer Talorc Sinclair verheiraten sollen, tritt Emily vehement für ihre Schwester ein. So landet sie letztendlich auf der Feste der Sinclairs. Vom ersten Moment an, schlagen ihr die negativen Gefühle der Clanmitglieder entgegen. Zudem kann sie Talorc vom ersten Moment an nicht leiden und bezeichnet ihn gar als "Ziegenbock".

Währenddessen sinnt Lachlan Balmoral auf Rache, denn einer der Sinclairs hat die Schwester seines Heerführers Drustan geraubt und geehelicht. Für ihn steht fest: Auge um Auge. Zahn um Zahn. So raubt er mit seinen Mannen im Gegenzug Talorcs Schwester Caitriona, um sie mit Drustan zu verheiraten! Mit im Gepäck: Emily! Eine verzwickte Situation für alle, vor allem als sich Emily und Lachlan ihrer gegenseitigen Anziehungskraft gewahr werden und das obwohl Emily nicht nur eine Engländerin, sondern auch noch ein Mensch ist! Schließlich ist Lachlan ein Wolfsgestaltwandler und wollte sich eine Frau mit der gleichen Fähigkeit suchen!

"Lockruf des Mondes", der erste Teil der "Children of the Moon"-Reihe von Lucy Monroe ist eine locker, flockige, para-historische Geschichte, die im 12. Jahrhundert in Schottland angesiedelt ist. Obwohl Emily ein wirklich herzensguter Mensch ist, hat sie mir nach einiger Zeit nichtsdestotrotz den letzten Nerv geraubt. Sie agiert manches Mal reichlich naiv, nur um im nächsten Moment zur Megaverführerin zu mutieren. Das hat irgendwie nicht gepasst!

Zudem fand ich, dass der Sidestory um Caitriona Sinclair und Drustan Balmoral zu viel Raum gegeben wurde, der dem eigentlichen Heldenpaar für die Entwicklung fehlte. Überhaupt spielte sich der Roman in einem reichlich engen Zeitfenster ab. Seit der Ankunft Emilys in Schottland, vergingen nur ein paar Tage, bis zum Happy End. Was gar ein wenig zu rasant war! *g* Trotz meiner Kritik, werde ich mir auch den zweiten Teil gönnen, da ich mir eine Steigerung erhoffe! 3,5 Punkte.

Kurz gefasst: Amüsanter Historical mit Schwächen, der trotzdem Spaß gemacht hat.