Rezensionen

Schnees Bewertung 05 Sterne.png

Nicholas musste durch die harte Schule des Lebens gehen, um sich und seine Geschwister eine sichere Zukunft zu schaffen. Doch nun steht er vor einem großen Problem. Er muss eine reiche Frau heiraten um seinen Besitz halten zu können. Niemand weiß, dass er kurz vor dem Ruin steht, doch die Abgaben an den schottischen König der Nicholas in Schottland ein Heim bot und die finanzielle Absicherung seiner Geschwister, lassen die Einnahmen schwinden.
Er fasst den Plan heiratswillige Damen auf sein Anwesen einzuladen um eine von ihnen zu ehelichen.
Auch Lady Riona macht sich mit ihrem Onkel, der sie als Waise zu sich holte, auf den Weg um Nicholas kennenzulernen.
Riona hegt jedoch nicht den Wunsch Nicholas zu heiraten, vielmehr konnte sie ihren Onkel den Wunsch nicht abschlagen.
Als Nicholas die junge Schottin erblickt und ihren Charakter erkennt, fühlt er sich sofort zu ihr hingezogen. Alles könnte perfekt sein, gäbe es da nicht das Problem, dass Lady Riona keinerlei Mitgift mit in die Ehe brächte….

„Die heimliche Braut“ ist der Nachfolger von „Zwischen Leidenschaft und Gefahr“ (Cora Historical Nr. 202) den ich allerdings noch nicht gelesen habe. Meiner Meinung nah lässt sich das Buch auch wirklich gut als Einzelroman lesen da die Geschichte von Reginalds Schwester kurz zusammengefasst wird als diese mit ihrem Gemahl in dem vorliegenden Buch auftauchen.
M. Moore hat einen wunderschönen Roman geschaffen der nicht nur für Schottlandfans ein Muss ist.

Nicholas und Riona wachsen einen sofort ans Herz. Seine harte Fassade bröckelt schnell, darunter kommt ein Mann zum Vorschein, der sein Leben lang für die Sicherheit seiner Familie kämpfen musste. Sein ausgeprägtes Bewusstsein für Unrecht, lassen ihn besonders ritterlich erscheinen.

Riona ist eine bodenständige junge Frau mit einem großen Herz. Sie versteht es meisterhaft einen Haushalt zu führen und vertritt jederzeit ihre Meinung. Ihr Charakter macht sie auch bei den Dienstboten sehr beliebt.

Auch die Nebenfiguren sind besonders gut gelungen. Lady Eleonar ist sehr sympathisch und erweckt Mitleid. Rionas Onkel ist unglaublich witzig und heitert den Roman zusätzlich auf.

Die Erotik im Buch kommt erst in hinteren Drittel ans Licht. Dann wird man jedoch mit ansprechenden Szenen belohnt.
Keine Minute konnte ich das Buch aus der Hand legen, habe nur das Nötigste getan um möglichst schnell zu dieser wunderschönen Geschichte zurückkehren zu können.

Wer ein romantisches und unterhaltsames Buch mit tollen Protagonisten sucht, ist mit diesem Werk bestens beraten!

Nicoles Bewertung 04 Sterne.png

Sir Nicholas of Dunkeathe, ein normannischer Lord, könnte eigentlich ein glücklicher Mann sein. Nach einer armen Kindheit und einem harten Söldnerleben, wird er nun endlich für seine Mühen vom schottischen König mit einem Lehen beschenkt, dass so feudal und groß ist, dass es den Anschein hat, er wäre ein begüterter Mann.

Leider sieht die Wirklichkeit doch ganz anders aus. Um die Festung und das dazugehörige Gesinde halten zu können, braucht er eine hohe Geldsumme. In Nicholas Geldbörse sieht es jedoch sehr finster aus. Daher beschließt er, alles auf eine Karte zu setzen und eine vermögende Braut zu heiraten. Seine einzige, noch bleibende Hoffnung, wie er glaubt. Er lässt im ganzen Land verbreiten, dass er eine Braut sucht und lädt die Kandidatinnen in sein neues Gemäuer ein.

Zu den Damen gehört auch Lady Riona, eine verarmte Landadlige, die von ihrem Onkel, Feargus MacGordon begleitet wird. Sie ist die einzige Schottin unter den heiratswilligen Kandidatinnen. Obwohl Sir Nicholas an ihr Gefallen findet, kann er sie jedoch nicht heiraten. Sie ist die einzige Kandidatin, die leider keine große Mitgift zur Verfügung hat. Doch vor den Kopf stoßen und sofort zurückschicken darf er sie auch nicht - schließlich ist sie Schottin und falls er Riona sofort ablehnen würde, könnte es sein, dass er die Schotten in der näheren Umgebung verstimmen würde. Also behält er sie da und erfreut sich an ihrer selbstbewussten und schlagfertigen Art, mit der sie ihn in seine Schranken weisen möchte. Denn Fiona ist keineswegs heiratswillig - sie ist nur ihrem Onkel zum Gefallen mitgekommen, der sie unbedingt verheiraten möchte. Trotz aller Widrigkeiten verlieben die beiden sich schließlich ineinander - doch hat ihre Liebe eine Chance? Denn Sir Nicholas scheint doch auf eine reiche Braut angewiesen zu sein...

Die Heldin war endlich mal wieder eine selbstbewusste Frau und auch der Held war mir sehr sympathisch. Außerdem war es sehr humorvoll beschrieben und so musste ich mehrmals beim Lesen schmunzeln. So viel zum Positiven. Was mir nicht so gut gefallen hat, war, dass sich der Aufenthalt der vielen Bräute auf der Burg so in die Länge gezogen hat, dass das Buch ein wenig langatmig wurde. Ein bisschen mehr Abwechslung hätte dem Buch nur gut getan. Für einen gemütlichen Leseabend kann ich dieses locker, flockig geschriebene Buch eigentlich trotzdem empfehlen. Es war zwar nicht umwerfend aber trotzdem ganz nett.