Rezensionen

Tinas Bewertung 04 05 Sterne.png

"Die fernen Stunden" ist ein flüssig zu lesendes Buch, das besonders durch seine raffinierte Erzählkunst der Autorin auffällt. Im Wechsel mit der Gegenwart lebt die Vergangenheit immer wieder auf und gewährt dem Leser Einblicke und damit die Möglichkeit sich selber einige Gedanken zu machen. Die Liebe, aber auch Erzählungen über den Krieg und seine Folgen, ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und lassen den Leser besonderen Anteil haben am Leben der Figuren.
Einige wenige Stellen waren ein wenig langatmig zu lesen; doch man sollte sich auf keinen Fall stören lassen, denn es lohnt es sich auf jeden Fall weiter zu lesen.

Die meiste Zeit war ich beim Lesen wie gefangen zwischen den Seiten der Geschichte, die mir Rätsel aufgab. Das galt auch für das Zusammentreffen von Juniper und ihren Schwestern mit Meredith, der Mutter von Edith, die sich viele Jahre später auf den Weg macht, und so gar nicht so war wie ich zunächst vermutet hatte. So fiebert man natürlich förmlich mit und ist genauso neugierig wie Edith.

Die Geschichte wird auf geheimnisvolle, wenn auch etwas mythische Art durch den Prolog positiv überschattet. Dieser erzählt die Geschichte des "Modermannes", des Schriftsteller Raymond Blythe aus dem Buch und der eine schaurige und tragende Rolle hat.

"Die fernen Stunden" ist spannende Erzählkunst und zudem wert vom geneigten Leser entdeckt zu werden.