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Wildfees Bewertung

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Ich bin begeistert, dass es eine Autorin geschafft hat, trotz der ganzen Flut der Vampir- und Urban Fantasy Romane dennoch einen Plot zu erfinden, den man so bisher noch nicht gelesen hat.

Elementargeister, genannt Sylphen, werden durch Beschwörungen aus einer Paralleldimension gelockt und dienen fortan ihren Meistern. In ihrem Ursprungsland sind die Sylphen nach Art der Bienen organisiert, die Elementarsylphen sind in etwa die Arbeitsbienen und die Kriegersylphen entsprechen ungefähr den männlichen Drohnen. Und es gibt eine Königin in jedem Stock, der alle zu Gehorsam verpflichtet sind. In Eferem gibt es keine Königin, nur von Hass auf ihre Meister erfüllte Kriegersylphen, die sich nach einer Königin sehnen, der sie dienen können und versklavte Elementarsylphen.

Dieser Teil des Plots spricht meiner Einschätzung nach jeden Leser an, der mal eine etwas andere Fantasystory lesen möchte. Intelligente Wesen, die nach Art eines Insektenstaates organisiert sind (oder gar Insekten selbst sind), findet man in der Fantasyliteratur eher selten, auf Anhieb fallen mir da nur einige der Bannsängerromane von Alan Dean Foster ein und im SF Bereich sind diese Arten auch eher feindlich gesinnt (Alien, Rowan Zyklus von Anne MCCaffrey).

Hier hat man jedoch Wesen, die ihre Gestalt ändern können und zur Freude der weiblichen Leser auch die Gestalten von gut gebauten und attraktiven Männern annehmen können. Und als wäre das nicht genug, tragen sie Frauen im wahrsten Sinne des Wortes auf Händen, sind ihnen vorbehaltlos zu Diensten und verehren sie geradezu.
Vor allem dieser Teil des Plots birgt die Gefahr in sich, die ganze Story zu süß, zu weich und zu oberflächlich werden zu lassen.

Ansatzweise tappt die Autorin auch in diese Falle: Die Charakterisierungen der beiden Hauptprotagonisten Solie und Hedu sind über weite Strecken fast schon zu süßlich und zu naiv und vor allem Solie ist zunächst eher oberflächlich beschrieben. Bedenkt man jedoch das junge Alter der beiden, lässt sich dieser Schwachpunkt der Story gut verschmerzen, vor allem in Hinblick auf die übrigen Charaktere, die durch die Bank weg einfach gelungen sind. Glücklicherweise ist der Erotikfaktor auch nicht überhöht, die wenigen Liebesszenen sind in Anzahl und Länge genau richtig.

Mit einem guten Erzähltempo, flüssigem Stil und anderen Plotsträngen bringt McDonald genügend Schärfe und Würze in die Gesamtstory ein, um die Süße zu neutralisieren. Wenn die Kriegersylphen gegeneinander kämpfen oder ihrem Hass freien Lauf lassen, sind sie alles andere als handzahm oder weich, sondern gefährlich und unberechenbar.
Fazit: Ein sehr guter Auftakt einer erfrischend neuen Reihe, die hierzulande hoffentlich ihre Fans finden wird, damit auch die weiteren Bände übersetzt werden!


Die Krieger der Königin

L. J. McDonald

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Originaltitel: The Battle Sylph
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3426508619
Erscheinungsdatum: Mai 2011
Genre: Fantasy

Teil einer Serie: Sylph Serie

Klappentext

Schon seit Jahren gibt es im Königreich Eferem Gerüchte darüber, dass junge Frauen verschwinden. Die selbstbewusste Solie muss schmerzhaft erfahren, dass diese Geschichten wahr sind: Sie wird verschleppt und soll in einem geheimen Beschwörungsritual als Jungfrauenopfer dienen. Es gelingt ihr zwar, die Zeremonie im entscheidenden Moment zu stören, doch dabei bindet sie die herbeigerufene Kreatur unwiderruflich an sich. Solie reagiert zunächst panisch auf das gefährliche Wesen, doch die Angst verfliegt, als es sich in einen gutaussehenden jungen Mann verwandelt, der ihr jede Bitte erfüllt und sie sogar seine Königin nennt. Als ihre Feinde Solies Tod befehlen, ist der seltsame Mann schließlich sogar ihre einzige Chance zu überleben …

Quelle: Droemer/Knaur

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