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Tinas Bewertung

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Im Grunde fasst der Klappentext den Inhalt gut zusammen, daher verzichte ich auf einen eigene Inhaltsangabe. Ich möchte aber dennoch gerne kurz, zur Vervollständigung, die Familie im Einzelnen vorstellen:

Leo Faraday, der Vater der Mädchen, ist Botaniker. Ein Mann der für und mit seinen Forschungen lebt. Er befindet sich meistens immer im "Denkland" und er bekommt nichts um sich herum mit.
Die einzige die ihn aus seinem Schneckenhaus locken kann ist Maggie, Clementines Tochter, Leos Enkelin.

Juliet ist die älteste Tochter von Leo, sie ist die Mutter der „Kompanie“; immer für alle da und immer bereit zu helfen. Sie liebt ihre Schwestern sehr und sie liebt Myles ihren Mann. Der allerdings versteht die enge Verbundenheit der Schwestern nicht so ganz.

Mirinda ist die "Dramatische" der Familie. Sie ist gerne im Mittelpunkt, liebt Kosmetik und sich selbst. Sie ist diejenige die der Mutter, Tessa, am meisten ähnelt.

Eliza ist die "Entschlossene", sie studiert Sport und geht auch ansonsten ganz im Sport auf. Wegen ihres Trainers und Freundes Mark zieht sie nach Melbourne und entfernt sich so nicht nur räumlich von der Familie.

Sadie ist die "Ängstliche". Sie liebt ihre kleine Schwester Clementine und deren Tochter Maggie sehr. Doch nach einem dramatischen Zwischenfall, verschwindet sie und die Frage ist ob sie je wieder in den Schoss der Familie zurückkehrt?

Clementine ist die "Jüngste" der Familie und wurde mit 16 schwanger. Durch den Zusammenhalt der Schwestern, konnte sie dennoch ihr Studium abschließen. Nun ist Clementine sehr erfolgreich und liebt ihre Arbeit sehr.

Maggi, Clementins Tochter ist das Bindeglied zwischen den Schwestern und ihrem Vater. Sie lächelt und alle lachen, wenn sie weint, dann sind alle verzweifelt. Bei Maggies Geburt wurde sogar ein familieninterner Fünfjahresplan abgeschlossen, der alle von Maggies Tanten einschließt: Erst wenn Maggie 5 Jahre alt ist, zur Schule geht und soweit selbstständig ist, dann dürften sich die Älteren ihren eigenen Plänen zuwenden.

Maggie hat eine besondere Stellung im Haushalt der Faradays und ist am Ende auch diejenige, die allen, auf die ein oder andere Weise hilft Vergangenes zu verarbeiten und einen Neuanfang zu wagen.

Man kann das Buch getrost in zwei Teile unterteilen. Der erste Teil der Geschichte beschäftigt sich mit der Jugend der Geschwister bis hin zur Geburt der kleinen Maggie.
Der zweite Teil erzählt dann vom Hier und Jetzt. Hier erfährt man auch was in der Zwischenzeit passiert ist und wie alles sich wohl weiter entwickeln wird. Mit dem zweiten Teil wurde es dann auch besonders spannend, da hier so manche Geheimnisse entschlüsselt werden.

Womit ich aber nicht sagen will, dass der erste Teil uninteressant gewesen wäre, ganz im Gegenteil. Ich konnte praktisch an keiner Stelle des Buches aufhören zu lesen, weil ich richtig Angst hatte womöglich etwas zu verpassen. ;-)

Fesselnd und flüssig geschrieben hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte auf der ganzen Linie begeistert. Die liebenswerten Figuren, die man wechselweise mal gerne zur Vernunft schütteln und dann doch am liebsten wieder trösten würde, vervollständigen das Lesevergnügen.

Für mich bestes und sehr unterhaltsames Kopfkino. Und eine neue Autorin die von nun an auf meiner Wunschliste steht.


Monalous Bewertung

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Maggie Faraday ist die einzige Enkelin von Leo Faraday. Doch nicht nur das: Ihr Leben wurde bislang von drei Tanten und ihrer Mutter beherrscht, die sich alle um sie gekümmert hatten, als sie noch klein und schutzbedürftig war! Und um wenigstens einmal im Jahr alle wiederzusehen, hat Leo Faraday ein Ferienhaus in Irland gekauft.

Doch es ist nicht alles so, wie es scheint: Maggies Großmutter Tessa ist schon lange tot. Ihr Geist ist jedoch immer dabei. Und noch ein Geist ist nicht anwesend: Tante Sadie. Diese hat die Familie verlassen, als Maggie sechs Jahre alt war und nur noch einmal im Jahr eine Karte geschickt.

Als Maggie zum jährlichen Treffen nicht erscheinen will, reist Leo an, um sie davon zu überzeugen, dass sie doch noch kommen sollte. Denn er will sie um einen ganz großen Gefallen bitten: Sie soll die Tagebücher ihrer Großmutter Tessa lesen, um hinter das Geheimnis von Tante Sadies Verschwinden zu kommen.

Maggie sagt zu und sie ahnt nicht, welche Reise ihr bevorsteht.

Mein Fazit: Dies ist ein Buch um eine sehr sympathische, wenn auch gewöhnungsbedürftige Familie. Die fünf Mädchen sind als Halbwaisen groß geworden und die älteste Tochter Juliet hat die Verantwortung für ihre Geschwister übernommen, während der Vater noch zu sehr in der Trauer versunken war. Leo hingegen glorifiziert seine Frau Tessa und lässt sie trotz der vielen Jahre, die sie schon tot ist, immer wieder mit in die Mitte kommen. Letztendlich hat er sich nie lösen können von ihr.

Es beginnt damit, dass die jüngste Tochter - Clementine - schwanger ist. Maggie wächst in einem Pool voller Weiblichkeit auf, Leo ist da nur ein entspannter Gegensatz, der Maggie so nimmt, wie sie ist mit ihren Zahlen im Kopf. Der Anfang dieser Geschichte ist insofern spannend, dass man alle Mädchen kennen lernt, mit ihren unterschiedlichen Eigenarten und Charakterzügen. Diese dann auch auseinander zu halten muss man sich beim Lesen erst ein wenig anlernen!

Nach etwa ein Drittel des Buches beginnt es dann auch wirklich spannend zu werden. Vorher habe ich mich oft gefragt, wo der rote Faden ist, der Kern der Geschichte. Es war schon interessant, aber eben -für mich- nicht spannend. Aber dann hat die Geschichte um die Töchter der Faradays mich einfach gefesselt. Ich wollte wissen, was aus den einzelnen Mädchen geworden war, ob Sadie noch lebte, wie Maggie sich entwickelt hat und so vieles mehr. Dabei stößt man auf diverse kleine Familiengeheimnis, die alle irgendwie auf Lügen aufgebaut sind. Und da hat die Autorin für mich eine wunderbare Gratwanderung vollzogen. Sie hat das Glück der Familie über die Wahrheit gestellt. Allen voran für Leo, der schon sehr betagt ist und dem sicher am meisten zugesetzt worden wäre. Aber ist es denn trotzdem richtig? Muss man nicht doch die Wahrheit sagen, auch wenn sie anderen Menschen weh tut?

Diese Fragen muss sich der Leser selbst stellen und beantworten. Für mich persönlich hatte der Schluss einen leicht faden Beigeschmack, weil ich diese Fragen für mich nicht wirklich beantworten kann. Ein Buch, über das ich noch eine Weile nachdenken werde.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Monalous kleinem Bücherforum.


Die Töchter der Familie Faraday

Monica McInerney

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Originaltitel: Those Faraday Girls
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442468119
Erscheinungsdatum: Januar 2009
Genre: Contemporary

Klappentext

Die zwanzigjährige Maggie Faraday bekommt überraschend Besuch von ihrem Großvater Henry, der sie um Hilfe bittet: Sie soll ihn dabei unterstützen, ein Treffen mit seinen fünf Töchtern zu arrangieren. Doch als die Faraday-Schwestern aus allen Ecken der Welt anreisen, merkt Maggie schnell, dass etwas nicht stimmt. Sie kommt einem langgehegten Geheimnis auf die Spur, das das Leben der Familie Faraday von Grund auf verändern wird...

Quelle: Goldmann

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