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WildfeesBewertung

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Zunächst das Wichtigste: Es ist KEIN Vampirroman!!

Vielmehr ist das Buch eine Fortführung einer Storyline die in den Zeitreise und Highlanderromanen gelegt wurde.
Hier geht es um die Sidhe-Seherinnen, die Frauen die sowohl Feen als auch Dunkelfeen (Seelie und Unseelie) sehen können. Zuerst erwähnt werden diese Frauen in 'Der unsterbliche Highlander', dem Roman in dem es um Adam Black geht.

Hier geht es nun um Mackayla Lane, eine Sidhe Seherin die bisher sehr behütet in der amerikanischen Provinz aufgewachsen ist und nie etwas von ihren Fähigkeiten wusste. Sie sucht in Dublin nach dem Mörder ihrer Schwester und trifft im Zuge ihrer Nachforschungen auf Jericho Barrons, einem ebenso faszinierenden wie undurchsichtigen Mann. Er klärt sie über ihre Fähigkeiten auf und nimmt sie in seine Obhut. Entgegen dem Klappentext funkt es zwischen den beiden NICHT, im ganzen Buch gibt es keine einzige Sexszene, wohl aber dennoch entblößte Brüste und ein wenig mehr. das ist jedoch nicht auf ein Intermezzo der beiden zurückzuführen. Sie findet bald heraus, dass in Dublin das Böse Einzug hält und dass die Unseelie die Ursache sind. Sie und Jericho machen sich auf die Suche nach Artefakten die die Weltentore schließen könnten und die Unseelie wieder in die Unterwelt verbannen könnten.

Der Roman an sich ist nicht abgeschlossen, sondern Beginn einer neuen Reihe, man muss sich also auf eine Fortsetzung einstellen. Wie bei den Merry Gentry Romanen werden hier die Seelie und Unseelie thematisiert und deren Kampf gegeneinander, anders als bei Hamilton gibt es jedoch weniger Sex und mehr menschliche Protagonisten.

Ich finde es ganz reizvoll, das Thema einmal anders verpackt zu lesen, das Team Mac und Jericho verspricht noch spannende Stunden auf der Suche nach den Artefakten die die Tore zwischen den Welten schließen können. Kleiner Hinweis: Das Buch ist in Ich-Form geschrieben, aber so gut, das ich das in diesem Fall nicht negativ empfinde (so wie sonst).

Pluspunkt ist ein Glossar am Ende des Buches, der die ganzen Personen und Begriffe verständlicher macht und es unnötig macht, sämtliche Highlander Romane vorher lesen zu müssen.


Kathis Bewertung

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ZMoning führt den Leser nicht, wie Titel und Klappentext glauben machen, in den „Bann des Vampirs“, sondern eher in eine Welt voller dunkler Schatten, vielmündiger Monster und anderer Feenwesen – und in die Welt von MacKayla Lane, einer Sidhe-Seherin.

Viel passender zur genialen Story finde ich den Originaltitel: Darkfever. Denn dieses dunkle Feuer strahlt das Buch aus: Geheimnisse, Gefahren, Angst, vermeintliche Verbündete.
Der Klappentext erzählt dem Leser, Mac stelle in Irland „erschrocken fest, dass sie Vampire sehen kann“. Doch kann sie das wirklich? Es wird genau EIN Vampir erwähnt, den sie sehen kann – und der ist wahrscheinlich noch nicht einmal echt. Vielmehr kann Mac die wahre Gestalt der Seelie und Unseelie, Feen des Lichten und des dunklen Feenvolkes durch ihren Glamour, mit dem sie sich vor den Menschen tarnen, sehen.
Des Weiteren steht im Klappentext: „Während sie gemeinsam gegen das Böse kämpfen, funkt es gewaltig zwischen Mac und Jericho“. Wahrscheinlich habe ich das überlesen. Ich kann und will nicht leugnen, dass es in den folgenden Bänden wahrscheinlich darauf hinaus laufen wird, aber in diesem Teil war davon noch nichts zu lesen.

So viel zu den „Versprechungen“ von Titel und Klappentext – nun zu Story und Umsetzung:

Moning zieht den Leser mit ihrem flüssigen Schreibstil in das Werk. Zum Stolpern bringen lediglich einige Fremdwörter, deren Wahl nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Doch ich denke, Moning hat auch hiermit ein Ziel verfolgt. Sie wollte ihre Figuren authentischer erscheinen lassen: die vielbelesene Mac und den arroganten, weltmännischen Barrons, der … ja, Barrons, der ohnehin (fast) alles weiß. Geheimnisvoll und düster lockt Zeile um Zeile, Seite um Seite. Offene Fragen bleiben bis zum Ende, deren Antworten der Leser in folgenden Teilen suchen wird.

Die Geschichte versprüht Spannung und gleichzeitig Charme. Mac erzählt rückblickend als Ich-Erzählerin ihre Erlebnisse, was den Leser umso mehr mitfiebern und mitfühlen lässt. Vielleicht begibt sich Moning aber gerade mit dieser Stilwahl auf dünnes Eis. Nicht jeder Leser mag diese Art der Erzählperspektive. Dennoch ist sie die einzige, die auch tatsächlich hinter die Fassade der Hauptfigur blicken lässt, die Gefühle im Moment der Tat und rückblickend beleuchtet.

Schlagfertige und hitzige Wortgefechte zwischen Miss Lane und Barrons spicken die geheimnisvolle Geschichte der 22-jährigen Sidhe-Seherin, die gerade erst erkennt, wer und was sie wirklich ist, mit Witz. Der Leser erkennt gemeinsam mit ihr Zusammenhänge und entdeckt immer neue Facetten der Feenwesen, ihrer Welt und ihrem Tun in unserer Welt.

Kurz gefasst: Der Erstling der neuen Reihe zieht den Leser in seinen Bann und sorgt garantiert dafür, auch die Folgebände zu lesen. Macs Erkenntnisse werden zu denen des Lesers und auch ihre vielen Fragen. Wir dürfen gespannt sein.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von https://www.cultural-noise.de.


Kerstins Bewertung

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Nach dem Mord an ihrer Schwester ist die zweiundzwanzigjährige MacKayla „Mac“ verzweifelt. Bisher hat die junge Südstaatlerin lediglich interessiert, wie sie ihre vorzugsweise rosafarbenen Outfits bestmöglich zusammenstellen kann, doch nun sucht sie nach Rache. Besonders, als sie erfährt, dass die Polizei im fernen Dublin, wo ihre Schwester studiert hatte, die Ermittlungen nach nur drei Wochen eingestellt hat. Also fliegt sie selbst nach Irland und begibt sich auf die Suche nach dem Mörder ihrer Schwester. Dabei stellt sie fest, dass sie die Gabe hat, Feen zu sehen – genau wie ihre Schwester. Bald realisiert sie, dass es ein Unseelie, eine Fee des Dunklen Hofs, gewesen war, der ihre Schwester auf dem Gewissen hat. Dennoch lässt sie sich nicht von ihrem Feldzug abbringen und vertauscht ihr rosa Gucci-Handtäschchen mit einem für Feen tödlichen Speer und ihre blonde Lockenpracht mit einem dunklen Kurzhaarschnitt. An ihrer Seite ist der undurchsichtige Jericho Barrons. Doch der scheint seine eigenen Ziele zu verfolgen.

Die Atmosphäre, die die Autorin in diesem Buch heraufbeschwört, hat mich sofort gefangengenommen. Düster, geheimnisvoll, mysteriös. Der Leser fühlt sich auf Dublins Straßen genauso unsicher wie die etwas vorlaute Protagonistin, die ihre Geschichte selbst erzählt und dabei immer kryptische Andeutungen macht, was noch geschehen wird. Die Feenmythologie in diesem Roman ist interessant, auch wenn es mir schwerfällt, Feen als Monster zu sehen. Die Naivität der Heldin, besonders in einer ungewöhnlich dummen Situation gegen Ende des Buches, fand ich teilweise entnervend. Ebenso die absolute Undurchschaubarkeit Jerichos. Er ist zu Beginn eine faszinierende Gestalt mit vielen Facetten, aber da man einfach nicht mehr über ihn erfährt, wirkt er nicht mehr wie eine Person, sondern wie eine Statue. Ich hoffe, das ändert sich im nächsten Teil der Serie, der direkt an diesen Band anknüpft.
Ich mochte die Geschichte sehr und bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil.
Noch ein Hinweis für die Leser der deutschen Übersetzung: der Klappentext ist falsch. Ebenso der Titel: ein Vampir kommt zwar kurz vor, doch ist nicht klar, ob es sich tatsächlich um einen handelt. Und selbst wenn: seine Rolle ist winzig klein. Hier geht es um Feen.
Eine Liebesgeschichte bahnt sich leise an, ist aber nicht sehr entwickelt. Mich hat das nicht gestört, da ich mich dann auf die Weiterentwicklung im nächsten Band umso mehr freuen kann.


Im Bann des Vampirs

Karen Marie Moning

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Originaltitel: Darkfever
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548266015
Erscheinungsdatum: Oktober 07
Genre: Paranormal

Teil einer Serie: MacKayla Lane / Fever Serie

Klappentext

Die junge Amerikanerin MacKayla Lane interessiert sich vor allem für Mode und Popsongs - bis eines Tages ihre Schwester Alina in Dublin brutal ermordet wird. MacKayla beschließt, selbst nach dem Mörder ihrer Schwester zu suchen. In Irland stellt sie erschrocken fest, dass sie Vampire sehen kann, die eine fatale erotische Anziehungskraft auf sie ausüben. Glücklicherweise trifft sie den Buchhändler Jericho Barrons, der sich mit Dämonen und Vampiren bestens auskennt. Während sie gemeinsam gegen das Böse kämpfen, funkt es gewaltig zwischen Mac und Jericho.

Quelle: Ullstein

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