Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Nach seinem Besuch, wegen ihres Vaters Gicht-Fuß und dem Wunsch seines Freundes John Turner nach seiner Anwesenheit (siehe dazu: Die Lüge des Herzensbrechers) hat sich zwischen Dr. Rhys Gray und Miss Margaret Babcock der Tochter des Hauses eine rege Korrespondenz entwickelt. Ein wissenschaftliches Interesse und eine daraus gewachsene Freundschaft verbindet sie.

Auch ein Jahr später, als Margaret zu einem Besuch nach London kommt, um ihre Rosenzüchtung vorzustellen, steht immer noch die Freundschaft im Vordergrund. Und doch hat sich etwas verändert. Denn mit einem Mal hat Freundschaft hat Konkurrenz bekommen, in Gestalt der jungen Frau die Rhys heiraten soll, geht es nach dem Willen seiner Familie – und die Rhys ganz vergessen zu erwähnen hat.

Dieser 3. Teil der „Spiel der Liebe“-Serie hat mich vor allem durch seine gefälligen Figuren überrascht. Überrascht deswegen, weil ich das von Kate Noble so gar nicht gewöhnt bin. In der Regel weiß sie meine Geduld mit ihren sperrigen und zickigen Figuren aufs gröbste herauszufordern; eine positive Eigenart, die mich immer wieder anzuregen weiß.

Vielleicht hatte ich deswegen bei „Das ungestüme Versprechen des Gentleman“ das Gefühl, es fehle mir etwas. Ich möchte damit die Geschichte jedoch nicht schlecht machen, denn Margaret ist auf ihre Art eine höchst sympathische und unterhaltsame Figur. Und Rhys ihr perfektes Gegenstück – eben nur ohne irritierende Eigenarten.

Die Geschichte an sich ist, wie die anderen Teile der Serie herrlich verwickelt und es macht einfach Spaß und ist spannend zu folgen, wie die Autorin den Knoten wieder auflöst. Eine Aufgabe, die die Autorin, gekonnt und unterhaltsam ausführt, wie ich finde. Meinen Nerv hat sie damit auf jeden Fall getroffen.

Kurzgefasst: dies ist der gefälligste Teil der „Spiel der Liebe“-Serie, finde ich. Damit hängt er jedoch ein klein wenig hinter meinen Erwartungen an die Autorin zurück, die mich mit ihren Figuren ansonsten immer wieder herauszufordern weiß. Mein Lesevergnügen wurde damit jedoch nicht eingeschränkt.