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Ankes Bewertung

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Elizabeth Crane hat für alles in ihrem Leben kämpfen müssen. Die früh verstorbene Mutter und ein trunksüchtiger Vater haben ihr nicht gerade eine angenehme Jugend beschert. Und mit ihrem Schulabschluss hat sie ihrem Elternhaus, wie auch ihrer Heimatstadt St.Elwine den Rücken gekehrt.

Aber nicht nur ihr Vater hat sie fortgetrieben – da gab es einst auch noch den Sohn reicher Eltern: Josh Tanner. In ihn war sie schon lange heimlich verliebt, hat ihre Gefühle aber aus Scham über ihre ärmliche Herkunft ihm gegenüber stets hinter ihrer Kratzbürstigkeit versteckt.

Auch Josh fühlt sich schon seit Jahren zu Liz hingezogen. Aber er weiß einfach nicht, wie er ihren emotionalen Panzer „knacken“ soll. Dazu kommt das er in seinem jugendlichen Draufgängertum einen Fehler nach dem anderen macht, wenn es um Elizabeth geht.

Nun nach zehn Jahren ist Elizabeth zurück in St. Elwine und die ehemalige Anziehungskraft zwischen Josh und Liz ist immer noch so stark wie eh und je.

Der Klappentext des Buches weist darauf hin, dass das Buch im Quilter- und Patchworkmilieu und spielt und zudem der Auftakt zu einer ganzen Serie von Geschichten über die Bewohner von St. Elwine ist.
Zwei Hinweise die es mir nahezu unmöglich machen, nicht zu diesem Buch zu greifen.

So bin ich zwar selber kein besonderes Genie im Umgang mit Nadel und Faden, aber ein begeisterter Fan der Quilt- und Patchwork- Arbeiten und ein Bewunderer dieser wunderbaren handwerklichen Kunst.
Und dass ich „Serien“ kaum wiederstehen kann, dürfe mittlerweile auch bekannt sein. ;-)

Wer nun aber Angst hat mit Nähtipps überhäuft zu werden, den kann ich vollkommen beruhigen. Es ist sogar so, dass ich gerne noch mehr über dieses tolle Hobby gelesen hätte, da es innerhalb der Geschichte nur hier und da locker eingestreut wird.

Die Autorin Britta Orlowski hat mit „Rückkehr nach St.Elwine“ ein dramatisch romantisches und sehr fesselndes Debüt vorgelegt. Einmal angefangen habe ich es kaum mehr geschafft das Buch aus der Hand zu legen.

Die starke Heldin, die weiß was sie kann und was sie will, aber dennoch mit kleinen Unsicherheiten behaftet, wirkt nicht allzu perfekt und wirkt sehr sympathisch. Der Held ist nach außen ein Gigolo, aber hinter seiner Fassade ein sensibler und herzlicher Mensch; also förmlich dazu gemacht dass man sich als Leser in ihn verliebt.

Obwohl ich mich ganz wunderbar beim Lesen unterhalten habe, hatte ich doch das Gefühl, dass die Autorin zu viele Geschichten auf einmal erzählen möchte. Zwar wird sie jedem einzelnen Erzählstrang gerecht, aber mir persönlich hätte es noch besser gefallen wenn der Hauptfokus sich mehr auf die Hauptprotagonisten Liz und Josh gerichtet hätte.
Zumal nun einige Erzählstränge, von bisher recht detailiert eingeführten Nebenfiguren offen geblieben sind.
Andererseits hege ich nun natürlich die Hoffnung, dass diese Charaktere, wie z.B. Marc, der Freund von Josh, bald in einem weiteren Buch über St.Elwine ihr Happy End finden.

Kurz gefasst: Eine sehr fesselnde und wunderschön zu lesende Liebesgeschichte.


Tinas Bewertung

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Zunächst möchte gerne noch eine weitere Familie vorstellen, die eine große Rolle spielt:
Familie Cumberland, bestehend aus Marc, dem beste Freund von Joshua, und seine Freundin Amy. George und Megan, die Eltern von Marc sind geschieden. Während Megan in ihrer ganz eigenen Welt lebt, was immer wieder zu Spannungen führt, ist George nun mit Jenny verheiratet, was Marc nicht gutheißt und Probleme in die eh schon recht dünne Vater-Sohn-Beziehung bringt.

"Rückkehr nach St. Elwine", erinnert mich sehr an die "Virgin River Serie" von Robyn Carr, was ich als Fan von Serien die Heimatgefühl vermitteln mehr als klasse finde.
Elizabeth und Joshua, die Hauptprotagonisten des Buches, sind ein echtes Traumpaar - das kann jeder sehen, nur die Beiden erkennen das nicht. Sie zoffen sich wie die Kesselflicker und können doch nicht voneinander lassen.

Die Autorin Britta Orlowski hat mir "Rückkehr nach St. Elwine" ein wirklich mitreißendes Buch geschrieben.
Rückblicke, in die Vergangenheit des Paares, geben dem Leser ein besseres Verständnis für die Ereignisse und Gefühle in der Gegenwart.
Die Figuren sind wie du und ich, was auch der Grund dafür ist, dass man sich wunderbar in die Geschichte hineinfühlen kann und einfach mitfiebern muss. So hat man als Leser das Gefühl live dabei zu sein und das ist etwas; was ich persönlich sehr schätze.

Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen und am Ende war ich beinahe traurig St. Elwine und seine Bewohner wieder verlassen zu müssen.

Kurz gefasst: Eine wohlig zu lesende Liebesgeschichte mit dem besonderen Etwas und viel Heimatgefühl. Hier komme sowohl Romantiker, Freunde von Familiengeschichten und Freunde von Handarbeiten auf ihre Kosten. Eine Leseempfehlung.


Chris' Bewertung

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Elizabeth Crane kommt nach vielen Jahren zurück in ihre Heimat St. Elwine. Inzwischen ist sie eine erfolgreiche Ärztin, die ihren Weg gemacht hat. Doch ihre Lebensumstände in St. Elwine waren alles andere als vielversprechend. Früh musste Lizzy Verantwortung übernehmen und ihren lebensunfähigen und trunksüchtigen Vater unterstützen. Und schon früh musste sie sich mit Josh Tanner auseinander setzen.

Man könnte sagen, dass Liz Josh Schwarm war. Denn der Junge aus reichem Haus war durchaus angetan von Lizzy und wollte ihr näher kommen. Doch Elizabeth ließ das nicht zu und auch Josh hatte seinen Anteil daran, dass aus ihnen nie ein Paar wurde. Josh ist längst ein erfolgreicher Geschäftsmann und arbeitet eng mit seinem Freund Marc zusammen.

Als es zu einem Unfall kommt, landet Josh ausgerechnet auf dem Behandlungstisch von Elizabeth. Während Josh sofort wieder Feuer fängt, ist Lizzy wenig begeistert sofort wieder auf Josh zu treffen. Und sie begegnet ihm sofort wieder mit der ihr typischen Ablehnung.

Was nun als wirklich amüsanter Roman mit anprechenden Protagonisten beginnt, zieht sich sehr rasch in die Länge. Lizzy und Josh sind natürlich das beherrschende Thema. Doch die Autorin hat sehr viele Handlungsstränge aufgegriffen, die mich irgendwann nur noch genervt haben. Es gibt eine Fülle von Protagonisten. Alle haben sie ihre Geschichte. Und diese Geschichten werden alle irgendwie in diesem Buch behandelt.

Viel Platz bekommen Marc, seine depressive Mutter und der Vater, der sich vor Jahren von der Familie verabschiedet hat. Dann taucht auch noch die geschiedene Floriane auf, die mit ihrem Jungen nach St. Elwine gezogen ist und dort neu anfangen möchte. Und so geht es schier endlos weiter.

Anstatt sich auf die Problematik und die Geschichte der Hauptprotagonisten zu konzentrieren, gibt es viel Geplänkel, Getöse und dann auch noch einen Krimiplot, der nicht nur völlig unnötig sondern auch absolut unlogisch war. Der Blick in die Vergangenheit – sämtlicher Protagonisten wohlgemerkt – ist leider sehr langatmig. Auch die ständigen Anspielungen auf die DDR sind wenig spannend.

Über all das hätte ich vielleicht noch hinwegsehen können, wenn die Heldin Elizabeth über ein gesundes Maß an Menschenfreundlichkeit und Sozialkompetenz verfügt hat. Jedoch war sie mir von der ersten Seite an wirklich unsympathisch. Nicht dumm oder hohl. Nein, einfach nur unsympathisch, kleinlich und auch extrem überheblich und arrogant.

Josh hingegen ist ein echt netter Kerl, der halt in der Vergangenheit nicht alles richtig gemacht hat. Doch ihm den Reichtum der Eltern vorzuwerfen, ist für eine erwachsene und gebildete Frau doch ein wenig dürftig. Es war durchaus rührend zu lesen wie Josh um Liz gekämpft hat. Allerdings hätte ich ihm am Ende doch eine wirklich nette Frau gegönnt und Liz dorthin geschickt wo der Pfeffer wächst.

Kurz gefasst: St. Elwine war für mein keinen Besuch wert. Es gibt wirklich bessere Geschichten, die im Kleinstadtmillieu spielen.


Rückkehr nach St. Elwine

Britta Orlowski

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Originaltitel: ----
Verlag: Aaronis Collection
ISBN: 978-3936524529
Erscheinungsdatum: März 2012
Genre: Contemporary

Teil einer Serie: St.Elwine

Klappentext

Der erste Roman über das Quilter- und Patchworkmilieu aus der Feder einer deutschen Autorin

Elizabeth Crane kehrt nach Jahren an den Ort ihrer Kindheit zurück. Sie nimmt die Stelle der Oberärztin am St. Elwine Hospital an und widmet sich mit großem Elan ihrer Arbeit. Dank des Einflusses ihrer Freundin Rachel schließt sich Liz der örtlichen Patchworkgruppe an.

Bereits nach wenigen Wochen trifft sie auf ihren alten Gegenspieler aus der Highschool – Joshua Tanner.

Glaubt er noch immer der unwiderstehliche Herzensbrecher zu sein?

Elizabeth ahnt: irgendetwas hat sich geändert. Sie kann nicht verhindern, dass ihr Leben erneut kompliziert wird und schon bald steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens...

Dies ist der Auftakt einer Serie spannender Geschichten über die Menschen in St. Elwine – einer gewöhnlichen Kleinstadt an der Küste von Maryland.

Quelle: Arconis

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