Rezensionen

Wildfees Bewertung 04 05 Sterne.png

Ergänzend zum Klappentext muss man noch hinzufügen, dass Jane vor allem deshalb eine Außenseiterin ist, weil sie von der Gemeinschaft mehr oder weniger für den Tod ihres Freundes verantwortlich gemacht wird, der bei einem Schwimmunfall ums Leben kam.
Jane gibt sich zudem selbst die Schuld und vermag es lange Zeit nicht, sich der Vergangenheit zu stellen. Mit dem Ermittler Ryu gerät ihr gewohntes aber eintöniges Leben in Bewegung und sie entdeckt nicht nur ungewohnte Seiten an sich, sondern erfährt auch Überraschendes über einige der Bewohner Rockabills.

Die Storyline ist an und für sich nichts Neues, aber einfach interessant und charmant umgesetzt.

Jane ist keine unerfahrene Jungfer, sondern mitten in den Zwanzigern, sie ist unkompliziert und trägt nicht gerade wenig an ihren Schuldgefühlen. Ryu wirkt das ganze Buch eher wie der geübte Verführer und es ist schon ein wenig überraschend, wie schnell sich Jane auf ihn einlässt und Vertrauen zu ihm gewinnt. Es ist andererseits aber auch einfach spannend, Jane bei ihrer Entwicklung zuzuschauen und mit ihr zusammen immer mehr über die bisher unbekannte Anderswelt zu erfahren.

Stil, Charakterisierung und Storyline sind richtig gut umgesetzt, es gibt keine Längen, die Handlung ist frisch und spritzig und obwohl die Hauptstory abgeschlossen ist, kann man sich getrost auf die Fortsetzung freuen.

Im Prinzip gibt es nur einen Kritikpunkt, den man aber nicht der Autorin zuschreiben darf: Das Cover erweckt den Eindruck, das Jane eine Meerjungfrau ist. Ist sie aber nicht, sie ist zur Hälfte Selkie, ohne die Fähigkeit der Gestaltwandlung.

Kurz gefasst: Eine neue erfrischende Urban Fantasy Reihe, die mal nicht düster oder melancholisch ist, sondern einfach Lust auf mehr macht!