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Tinas Bewertung

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"Mord unter den Linden" ein historischer Krimi, der dem Leser das Berlin um 1890 näher bringt.

Dr. Otto Sanftleben, der "Don Quichotto" genannt wird, wenn er mal wieder mit dem Fahrrad die "Unter den Linden Allee" auf verbotenen Routen langfährt, ist eine Figur, die sich langsam aber stetig ins Leserherz zu schleichen weiß. Er geht ohne Rücksicht auf Verluste seinen Weg und ist dabei doch in gewisser Weise charmant und liebenswert.

Der Autor Tim Pieper versteht es einfach seinem Leser historische Stätten, in diesem Fall Berlin, Abläufe von Verbrechen und Ermittlungen, sowie gesellschaftliche und politische Situationen anschaulich näher zu bringen. Es ist fast ein bisschen so, als bekäme man eine unterhaltsame Lehrstunde in Geschichte geboten, die weder trocken noch langweilig ist, sondern in ihrem Detailreichtum höchst fesselnd ist.

Dr. Sanftleben auf der Suche nach dem Mörder begleiten zu dürfen hatte etwas von einer spannenden Schnitzeljagd. Bei der ich bis fast zum Schluss auf dem Holzweg gewesen bin, denn immer wenn ich mir gerade sicher war, würde ich eines anderen belehrt. ich war mehr als überrascht zu lesen, wer dann wirklich der Böse war und lag mit meiner Schlussfolgerung weit daneben. Was mir beweist, wie genial ich vom Autor an der Nase herum geführt wurde.

Ein spannend zu lesender Roman und ein lehrreich interessantes Krimivergnügen.

Kurz gefasst: Ein fesselnder Krimi, der mit unterhaltsamer Leichtigkeit Historisches zu vermitteln weiß.


Mord unter den Linden

Tim Pieper

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Originaltitel: ----
Verlag: Emos
ISBN: 978-3897059146
Erscheinungsdatum: März 2012
Genre: Historischer Krimi

Klappentext

Berlin, im Sommer 1890. Dr. Otto Sanftleben erforscht die Körpersprache von Kriminellen. Als eine junge Handschuhnäherin gekreuzigt und mehrere anarchistische Attentate verübt werden, erklärt er sich bereit, den ermittelnden Commissarius zu unterstützen und zur schnellen Aufklärung beizutragen. Eine geheimnisvolle Revueschauspielerin gibt den entscheidenden Fingerzeig und weckt tot geglaubte Gefühle in ihm. Zu spät begreift er, dass er in Lebensgefahr schwebt.

Quelle: Emos

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