Rezensionen

Chris' Bewertung 04 Sterne.png

Hyacinth Bridgerton ist nicht nur Inhaberin eines ziemlich albernen Namens, sie ist auch das jüngste Kind der Bridgerton Familie und noch immer unverheiratet. Langsam entwickelt sich die kluge, aber leider undiplomatische Hyacinth zu einem Ladenhüter. Das wissen alle, jedoch will ihre Familie sie glücklich sehen und drängt sie in keine unerwünschte Ehe. Nach einigen Saisons hat Hyacinth längst den Durchblick und sieht sich meist nur als kritische Beobachterin, denn als Teilnehmerin der ganzen Unterhaltungen.

Bei der jährlichen musikalischen Soiree im Hause der Smythe- Smith Familie trifft Hyacinth dann jedoch auf Gareth St. Clair. Der Erbe der St. Clairs ist der Enkel von Lady Danbury, dem Schrecken des Tons. Doch Hyacinth mag die alte Dame und liest ihr auch jede Woche einmal vor. In ihm findet Hyacinth dann auch einen würdigen Gegner und Gesprächspartner, denn Gareth ist nicht nur gutaussehend, sondern auch äußerst schlagfertig, witzig und intelligent.

Gareth, der ein furchtbares Verhältnis zu seinem Vater hat, wird das Tagebuch seiner italienischen Großmutter zugespielt. Allerdings kann Gareth kein Italienisch und Hyacinth bietet ihm ihre Hilfe an. Während sie also Großmutter Isabellas Tagebuch entschlüsseln und sich dabei auch noch auf die Suche nach versteckten Juwelen machen, kommen Gareth und Hyacinth sich näher.

Die Geschichte ist locker und leicht geschrieben und es gibt viele Szenen, die dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Gareth und Hyacinth sind ein wirklich nettes Paar und liefern sich so manches scharfzüngiges Duell. Allerdings fehlte mir ein wenig der Esprit wie bei den Geschichten von Anthony und Colin.

Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen und dieses Buch ist ein MUSS für Fans der Bridgerton Familie, auch wenn hier nur Anthony (total witzig), Gregory, Daphne, Penelope und Mutter Bridgteron kurze Auftritte haben. Ansonsten spielt sich fast alles nur zwischen Gareth und Hyacinth ab.

Kurz gefasst: Hyacinth und Gareth sind wie Topf und Deckel - die passen einfach zusammen.

Nicoles Bewertung 05 Sterne.png

Hyacinth Bridgerton ist die letzte Bridgertontochter, die sich bisher vehement geweigert hat, eine Ehe einzugehen. Nun sind ihre Schwestern alle verheiratet und auch wenn sie es niemals bereut hat, die spärlichen Bewerber um ihre Hand abzulehnen, wünscht sie sich doch insgeheim einen Mann, der ihre Schlagfertigkeit und ihre Intelligenz zu schätzen weiß, ihr in dieser Hinsicht ebenbürtig ist, und ihre Fähigkeiten nicht als sonderbar herabwürdigt. Doch die Gentlemen des „tons“ scheinen leider alle dieser Meinung zu sein. Einzig ihre Familie und Lady Danbury, eine ältere Ausgabe Hyacinths schätzen sie so, wie sie ist. Besonders ihre wöchentlichen Besuche bei Lady Danbury liebt Hyacinth besonders, denn die Lady besitzt genau wie sie selbst eine große Portion Humor und Schlagfertigkeit.

Als sie die Lady zu der alljährlichen Soiree im Hause der Smythe- Smith Familie begleitet, trifft sie dort auf den Enkel Lady Danburys- Gareth St.Clair. Zu ihrem Erstaunen muss Hyacinth schließlich feststellen, dass Gareth nicht nur gutaussehend ist, sondern genau wie sie mit schlagfertigem Witz und Intelligenz ausgestattet ist. Eine Mischung, die sie mehr als nervös macht. Doch Gareth St.Clair genießt im „ton“ den zweifelhaften Ruf eines Lebemannes und Schürzenjägers und scheint sich für Hyacinth nicht im geringsten zu interessieren. Doch als sie sich ein paar Tage später abermals treffen, als Hyacinth zum wöchentlichen Besuch bei Lady Danbury weilt, erwähnt er im Gespräch ein kürzlich aufgefundenes Tagebuch seiner italienischen Großmutter, das er sehr gerne übersetzen lassen würde. Glücklicherweise beherrscht Hyacinth diese Sprache einigermaßen und so bietet sie ihm ihre Hilfe an. Gareth ist einverstanden und so verbringen beide von nun an viel Zeit miteinander.

Eines Abends, als die beiden einen Ball besuchen und zusammen tanzen, werden sie dabei von Gareth Vater, der sich ebenfalls im Ballsaal aufhält, gesehen. Gareth und sein Vater hassen sich sehr, denn was keiner im „ton“ ahnt, ist, dass Gareth in Wirklichkeit nur der Bastard seiner Mutter ist, den der Lord nach dem Fehltritt der Mutter als seinen eigenen Sohn anerkannt hat. Diese Tatsache hat der Lord, Gareth Zeit seines Lebens spüren lassen und nachdem der Lord ihn vor Jahren zwingen wollte eine Ehe mit einer schwachsinnigen Frau einzugehen, um die mittlerweile begrenzten finanziellen Mittel der St.Clairs aufzubessern und Gareth sich weigerte diese Ehe einzugehen, herrscht zwischen beiden eine starke Feindschaft. Doch auch dem Lord sind die Hände gebunden, als sein Erbe, Gareth ältester Bruder vorzeitig stirbt und außer Gareth keine weiteren Erben existieren.

Nach dem Tanz mit Hyacinth wird Gareth von seinem Vater angesprochen und beide geraten wieder einmal aneinander, wobei auch sehr böse Worte fallen. Der Lord lässt Gareth ziemlich aufgewühlt zurück und in dieser Verfassung wird er von Hyacinth gefunden. Gareth küsst Hyacinth daraufhin sehr ungestüm, doch eigentlich gefällt ihr der Kuss sehr gut, bis Gareth danach einen ziemlich gemeinen Scherz darüber macht.
Hyacinth läuft daraufhin bestürzt davon und lässt Gareth verwirrt zurück. Denn trotz des Scherzes hat auch ihm der Kuss sehr gefallen und hat seine Hormone ziemlich durcheinander- gewirbelt. Doch wird sie ihm verzeihen und ihm auch weiterhin bei der Übersetzung des Tagebuchs seiner Großmutter helfen? Denn die Übersetzung ist wichtiger den je, weil sich darin Hinweise finden lassen, wo die Großmutter ihre bisher verschollenen Juwelen, versteckt hat...

Hier ist er nun endlich- der neue Band über die Bridgertonfamilie von Julia Quinn, auf die schon sehr viele Fans, (einschließlich ich) gewartet haben. Die Geschichte über Hyacinth, die selbstbewusste und vielleicht schlagfertigste Bridgertontochter. Und im Gegensatz zu den beiden Vorgängerbänden ist diese Geschichte wieder sehr humorvoll und leicht geschrieben. Die Dialoge zwischen Gareth und Hyacinth sind sehr amüsant und bieten brillante Unterhaltung. Aber auch die witzigen Wortduelle zwischen der „eisernen“ Lady Danbury und Hyacinth brachten mich oftmals zum Schmunzeln. Obwohl dieser Roman viele witzige Passagen bietet, werden jedoch auch ernstere Untertöne in dem Buch angeschlagen.

Zum einen beschreibt die Autorin sehr gut Gareths innere und zerrissene Gefühlswelt und seine Einsamkeit, als ungeliebter Bastardsohn des Lords. Seinen bisher unerfüllten Wunsch nach Anerkennung und Liebe kann man als Leser sehr gut nachempfinden. Hyacinth dagegen kann zwar im Gegensatz zu Gareth mit einer liebevollen Familie die ihr Rückhalt bietet, aufwarten, doch auch sie fühlt sich oftmals durch ihre etwas direkte Art von anderen Menschen ausgegrenzt. Jedoch hat sie ein starkes Selbstbewusstsein und würde sich niemals verstellen, um anderen Menschen zu gefallen. Eine Eigenschaft, für die Gareth sie bewundert.
Außerdem versteht es die Autorin in dem Buch sehr gut, die langsame Annäherung der beiden, bis hin zum Zeitpunkt als sich Gareth und Hyacinth klar darüber werden, ineinander verliebt zu sein, zu beschreiben.

Sehr gut gefallen hat mir, dass es in diesem Buch auch ein „Wiedersehen“ mit einigen Familienmitgliedern der Bridgertons, allen voran Lady Bridgerton und Anthony, dem Familienoberhaupt, gibt. Gerade die erste Begegnung zwischen Anthony und Gareth ist sehr amüsant beschrieben. Auch die wunderbare Übersetzung des Romans lässt keine (Leser) Wünsche offen.

Kurz gefasst: Sehr humorvoller, unterhaltsamer Teil der Bridgertonreihe. Die Autorin steigert sich von Band zu Band. Allerdings sollte man sich Zeit dafür nehmen, denn man ist als Leser versucht, das Buch „in einem Rutsch“ zu lesen, weil es so gut ist. Also- nicht verpassen!

Schattens Bewertung 04 05 Sterne.png

Hyacinth Bridgerton ist nun die einzigste Bridgerton-Tochter die noch nicht verheiratet ist, denn auch wenn sie beliebt in der Gesellschaft ist, weicht jeder heiratsfähige Mann vor ihrer Schlagfertigkeit zurück.

Nur ihre Familie und Lady Danbury, die Hyacinth einmal in der Woche besucht, wo sie ihr ein Buch vorliest und sie reden, schätzen die jüngste Bridgerton-Tochter wie sie ist.

Doch dann lernt sie Lady Danburys Enkel Gareth St. Clair kennen und das Unvorstellbare passiert. Hyacinth ist sprachlos, den Gareth kann es durchaus mit ihrer Schlagfertigkeit aufnehmen. Doch ebenso wie Hyacinth ihren Heiratswunsch verbirgt, hat auch Gareth was zu verbergen.

Zufälligerweise erfährt die Schwester vom Viscount Bridgerton, das Gareth versucht das italienische Tagebuch seiner Großmutter zu übersetzen und da sie durch ihre ehemalige Gouvernante Italienisch beherrscht, bietet sie ihm ihre Hilfe an.

Damit beginnt eine Jagd auf die geheimen Diamanten der Großmutter, doch für Gareth rückt bald Hyacinth in den Vordergrund. Doch kann diese wirklich dessen Geheimnis akzeptieren?

Ich persönlich fand das Buch zwar sehr klasse, aber es war nicht der beste Bridgerton.

Durch die anderen Bände kannte man ja schon Hyacinth und ich musste gestehen sie war immer recht unsympathisch mit ihrer Großspurigkeit.
Zwar hatte ich am Anfang wirklich Probleme mit ihr, doch wurde dies mit jeder Seite besser. Am Ende mochte ich sie total gern.

Doch mein Liebling bleibt Gareth. Er war sehr schön tortured und seine Sprüche waren cool (sie zeigten auch das die Autorin wieder auf die humoristische Schiene aufgesprungen ist, nachdem der letzte Band eher tragisch war). Auch sein Verhalten gegenüber seiner Oma war sehr süß!! Selbst seine Berechnungen bzg. der Beziehung mit Hyacinth gefielen mir, da sie auch zeigten wie sehr er sie liebt.

Überraschend fand ich den leichten Krimiplot, den ich von Quinn noch nicht gewohnt war! Überraschenderweise passte er sehr gut zu Gareth/Hyacinths Beziehung.

Wirklich unpassend war aber der Epilog!! Da konnte ich wirklich nur noch mit den Augen rollen.

Egal wie gut Lady Danburys Sprüche waren (da sieht man woher Gareth und Hyacinth das haben), der Epilog und die anfänglichen Schwierigkeiten mit Hyacinth machen das Buch nicht zu meinen Lieblingen von Quinn.

Trotzallem würde mich die Fortsetzung zu den beiden wirklich interessieren.

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Nach „In Liebe, ihre Eloise“, habe ich mich mit „Mitternachtsdiamanten“ an einem weiteren Teil der „Bridgerton“-Serie versucht, den ich bisher nicht gelesen habe. Mitunter finde ich es faszinierend, wie mir immer wieder so etwas passiert, wo ich doch Serien im Allgemeinen und die Bridgertons im Besonderen doch so gefeiert habe?
Da die Veröffentlichung des Romanes schon ein paar Tage her ist, hat es sich ergeben, dass wir bereits mehrere Rezensionen und Inhaltsangaben auf Happy End Buecher online haben und werde ich an dieser Stelle auf eine eigene Inhaltsangabe verzichten.

Mir war Hyacinth, mit ihrer vorlauten und besserwisserischen Art schon immer sympathisch. Zwar sind das nicht unbedingt Charakterzüge, die ich für eine Heldin bevorzuge, doch zu Hyacinth passen sie einfach und ich habe mich über ihr Auftauchen innerhalb der Serie (bezogen auf die Teile, in denen Hyacinth alt genug war, um überhaupt eine Rolle zu spielen) immer gefreut. Meine Verzögerung beim Lesen der Reihe einmal beiseitegelassen, war ich recht neugierig auf ihre Geschichte, vor allem darauf, welchen Partner, die Autorin dieser selbstbewussten Heldin zu Seite stellen wurde.

Tatsächlich finde ich, dass es Julia Quinn mit Gareth recht gut gelungen ist, weil es ihm einerseits gegeben ist, mit Hyacinth mithalten zu können und sie andererseits zu einem harmonischen Ganzen ergänzt. Nur seine Entscheidungen konnte ich nicht immer so ganz verstehen, etwa Hyacinth verführen zu müssen, um sie an ihn zu binden. Allerdings konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, warum Hyacinth da, nach eigener Aussage freiwillig mitmacht und sich hinterher benutzt fühlt.

Man kann es erahnen, trotz grundsätzlicher vorhandener Sympathie bin ich mit den Figuren und ihren Entscheidungen nicht sonderlich warm geworden. Große Teile davon wieder gut gemacht habe es die Bridgertons, allen voran Anthony, der in einer sehr humorvollen Szene seinen Auftritt hat. Und die Schnitzeljagd nach den Diamanten von Gareths Großmutter, fand ich ebenfalls sehr unterhaltsam zu lesen. Darüber hinaus hat mich die Geschichte jedoch nicht wirklich fesseln können.

Kurzgefasst: wie auch schon beim 6. Teil der Serie, lautet mein Urteil: kann man lesen, muss man aber nicht. Serie-Fans der Bridgertons an dieser Stelle natürlich ausgenommen.