Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Ich habe lange überlegt was ich als Inhaltsangabe erzählen soll und was nicht, denn eigentlich gefällt es mir, nicht allzu viel über den Inhalt zu verraten und euch lieber auf die Folter zu spannen; wobei ich denke, dass die Fans der Autorin das Buch eh schon längst gelesen haben; ich - ebenfalls Fan der Autorin - bin damit leider ziemlich spät dran. Also verzichte ich auf eine eigene Inhaltsangabe und verweise an dieser Stelle einfach auf den Klappentext.

Ich habe bisher mit großer Begeisterung die Bücher der Autorin gelesen und habe deswegen auch in "Gefährlicher Einsatz" hohe Erwartungen gesetzt. Ich kann nicht behaupten, dass ich enttäuscht wurde, dazu gefällt mir der Erzählstil der Autorin einfach zu gut, auch in "Gefährlicher Einsatz", aber so wirklich konnte mich dieser 1. Teil der "TURT/LE"-Reihe nicht überzeugen.

Oh, die Autorin bietet in diesem Buch absolut flotte und angenehm zu lesende Romantic Thrill-Unterhaltung, die Action pur, einiges an Spannung und eine durchaus romantische Liebesgeschichte zu bieten hat. Diese schreitet auch zunächst zurückhaltend voran und ist vor allem von Roses immer noch währender Trauer um ihren Mann geprägt. Dann jedoch ändert Rose ihre Meinung wenig überzeugend schnell und stürzt sich geradezu in eine Beziehung mit Rock, was mir nicht so zugesagt und mich sogar ein wenig gestört hat.

Vor allem der unnachahmliche und wirklich toll zu lesende Stil der Autorin für detaillierte Beschreibungen hat mir wieder sehr gut gefallen. Schaut man sich den Umfang des Buches an, über 500 Print-Seiten, zeugt es wirklich von erzählerischem Können, mich als Leser zu keinem Zeitpunkt damit zu langweilen.
Ja ach und auf bekannte Figuren aus den anderen Büchern der Autorin treffen zu können, ist selbstverständlich auch immer wieder ein Vergnügen.

Aber kommen wir zu Rock. Der ist - leider - verdammt perfekt, da helfen auch seine kleinen Schwächen nicht um das auszugleichen - um aus ihm einen "echten" Traumtypen, nach meinem Geschmack, zu machen.
Überhaupt gibt es ein paar zu perfekte, beinahe schon übermenschliche Figuren, die mir - trotz meiner Vorliebe für solche Liebesroman-Charaktere - persönlich dann doch zu überzogen waren.

Die zierliche Rose war mir da sympathischer, wenn ich sie in ihrem Handeln und Denken auch nicht immer nachvollziehbar fand. Problematisch fand ich auch z.B. die Erklärung für die Rolle von Rose. Es war einfach nicht recht nachvollziehbar, wie eine Zivilistin so relativ unproblematisch mit einer Elitetruppe unter höchster Geheimhaltungsstufe in einem echten (keinen Übungseinsatz) Auslandseinsatz mitarbeiten kann.

Kurz gefasst: Etwas über den allzu perfekten Rock drüberlesend und kleinere Logiklücken ignorierend, habe ich mich mit "Gefährlicher Einsatz" am Ende doch recht gut unterhalten.