Rezensionen

Schnees Bewertung 04 Sterne.png

Elenor Wycliffe ist eine junge, adelige Dame die im Begriff ist zu heiraten. Ihr Bruder eröffnet ihr allerdings ein Geheimnis, welches sie dazu bringt, ihre Sachen zu packen und fortzugehen. Elenor, dessen Leben aus einer Lüge besteht, möchte herausfinden wer sie wirklich ist.
Ihre Reise führt sie zu dem Viscount von Dunevin, der eine Erzieherin für seine Tochter Juliane sucht. Der schottische Viscount ist sehr geheimnisvoll, viele Gerüchte kursieren über ihn und sein Beziehung zu seiner Tochter ist sehr distanziert.
Elenor weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ein Fluch den Viscount davon abhält, Liebe zu zeigen und anzunehmen. Sie schließt Juliane sofort ins Herz und möchte dem Mädchen, die seit dem Tod ihrer Mutter nicht mehr spricht, helfen ein aufgeweckteres Leben zu führen.
Bald schon entwickeln sich tiefere Gefühle zwischen ihr und Julianes Vater, doch er hat Angst. Angst davor, dass Elenor den Tod findet sobald er sie zu sehr liebt…

„Weißer Nebel der Begierde“ ist eine romantische Liebesgeschichte mir zwei sympathischen Protagonisten. Juliane, die Tochter des Helden, schloss ich besonders ins Herz. Sie musste in ihren jungen Jahren schon soviel erleiden und trägt ein Geheimnis mit sich herum, welches das junge Mädchen beinah zerstört.

Die Idee der Geschichte und die Umsetzung dessen finde ich sehr gelungen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, doch den Spannungsbogen fand ich nicht optimal aufgebaut. Der Mittelteil des Buches war ein bisschen zäh, im Gegensatz zu dem interessanten Anfang und dem rasanten Ende.

Gut gefallen haben mir die schottischen Sagen die in das Buch verwoben wurden, ich hätte gern noch mehr davon gelesen. Auch die Anmerkung der Autorin über Fiktion und Wahrheit in ihrem Roman, ist positiv zu beurteilen, so etwas findet sich leider viel zu selten in historischen Liebesromanen, dabei ist es sehr interessant zu erfahren was genau hinter der Geschichte steckt.

Wer ein romantisches Buch sucht, das im sagenumwobenen Schottland spielt, macht hier sicher keinen Fehlgriff!

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Als man Lady Eleanor Wycliff gesteht, sie könnte durchaus ein Bastard sein, der durch einen Seitensprung ihrer Mutter zustande kam, flieht sie entsetzt heimlich nach Schottland. Dort kommt ihr die Anzeige von Gabriel MacFeagh, Viscount Dunevin, der eine Gouvernante für seine Tochter Juliana sucht, gerade recht.

Obwohl man der vornehmen Fremden mit allen Kräften versucht das Vorhaben auszureden, macht sie sich trotz unheimlicher Warnungen vor dem teuflischen Viscount, auf den Weg zur Insel Trelay, wo der Clan der MacFeagh von je her lebt.

Und Gabriel MacFeagh ist so ganz anders, als das Ungeheuer vor dem Eleanor gewarnt wurde. Sie kann hinter die Fassade aus Zurückhaltung blicken, die Gabriel nach Außen zur Schau trägt und erkennt dort seine Einsamkeit. Ihre natürliche Art verändert nicht nur Gabriel, sondern auch Juliana. Sie wacht langsam aus ihrer Verstörtheit auf, in die sie seit dem Tode ihrer Mutter vor drei Jahren gefallen ist.

‚Weiße Nebel der Begierde‘ ist ein romantisches, unterhaltsames und sehr kurzweiliges Buch. Die Geschichte ist weder besonders dramatisch, noch hat sie einen besonderen Inhalt. Vielmehr besticht sie durch die Wärme und Zuneigung mit der die Figuren und Beschreibung ausgeführt sind.

Der Autorin gelingt es mit leichter Hand ihren Figuren Leben einzuhauchen und mit den Beschreibungen von der Umgebung eine, für den Leser, sehr wohlige Atmosphäre zu schaffen.

Nebenbei bemerkt:
Ganz besonders amüsiert haben mein Sohn und ich uns, das ich im Buch auf den Clan der MacFie/MacFeagh gestoßen bin, dessen Mitglieder ebenfalls, in einem von uns sehr geliebten Kinderbuch des britischen Jugendbuchautoren Philip Ardagh ‚Unliebsame Überraschungen‘ eine Rolle spielen.

Kurz gefasst: Etwas für Romantiker, die sich eine kurzweilige unterhaltsame Geschichte gönnen wollen.