Rezensionen

Ankes Hörbuch Bewertung 05 Sterne.png

Während die jüngere Brianna, sich in ihrer Rolle als Hausfrau und Köchin wohlfühlt und nach dem Tod des Vaters, die anstrengende und ewig nörgelnde Mutter versorgt, ist Maggie die freiheitsliebende Künstlerin, von den Schwestern.

Und einzig die Aussicht darauf Brianna von ihrer Mutter zu befreien, indem sie genug Geld verdient um ihr ein eigenes Heim und eine angemessene Unterhaltung zu bieten, lässt sie zugreifen als der Geschäftsmann, Atelierbesitzer und Kunstmäzen Rogan Sweeny ihr anbietet, Kunstwerke aus Glas auszustellen und sie als Künstlerin zu fördern.

Doch schon bald erkennt Maggie, dass Rogan ihr mehr bedeutet als nur ein Vermittler ihrer Werke zu sein. Doch kann sie einfach nicht über ihren Schatten springen und ihre Kindheitserfahrungen, die Ehe ihrer Eltern betreffend, ablegen, um Rogan mehr zu geben als nur eine gute Zeit. Er dagegen weiß schon längst, dass Maggie die eine, komplizierte Frau ist, mit der er alt werden will.

Es ist bereits Jahren her, dass ich "Töchter des Feuers" das erst Mal gelesen haben und auch wenn es mich nach wie vor noch begeistert, so merkt man ihm doch einfach sein Alter an, im Original 1994 erschienen.
Deswegen möchte ich daran erinnern, dass wenn man das Buch wirklich genießen möchte, man sich diese Tatsache vor Augen halten muss. Sonst könnte es sein, dass man hier und da von der Wortwahl und Denkensweise der Protagonisten nicht ganz so angetan sein dürfte.

Traditionelle Rollenverteilung, Heimat, Familienglück und "weiße Lattenzaun"-Romantik prägen die Geschichte. Das macht jedoch gar nichts aus, weil die Autorin es versteht, darunter ein packendes Familiendrama, mit allerlei Geheimnissen, zu verstecken und zudem ihren Figuren ausreichend Platz gibt, sich zu entfalten.

Schaue ich mit meiner heutigen Leseerfahrung auf diese Geschichte zurück, die ich einst so herausragend fand, so relativiert sich meine ehemalige Begeisterung etwas; was allzu normal sein dürfte.
Unterhaltsam und höchst kurzweilig ist die Geschichte jedoch nach wie vor.
Das liegt nun aber auch an der Sprecherin des Hörbuches, bzw. der ganzen Hörbuch-Trilogie: Elena Wilms.

Dass sie die Hörbücher liest, hat mich bereits im Vorfeld sehr begeistert. Ich mag die Sprecherin unheimlich gerne, da sie stets das richtige Maß an Betonung und Zurückhaltung in ihren Vortrag zu packen versteht. Und keine Frage, ich wurde von ihrer Leistung nicht enttäuscht.

Kurz gefasst: Die Geschichte mag ein wenig in die Jahre gekommen scheinen, doch immer noch bietet sie solide Unterhaltung, mit Tiefgang, die wundervoll von Elena Wilms vorgetragen wird.