Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Der jüngste Auftrag der "Young Corinthians" (eine geheime Spionage Organisation) führt William Randall, Duke of Clairemont, an die Seite der jungen und wohlhabenden Erbin Lady Lucinda Grey. Um Lucinda vor einer möglichen Entführung zu schützen, soll Will, der seine Arbeit für die "Young Corinthians" mit dem wohlgepflegten Ruf eines üblen Schwerenöters vor der Gesellschaft tarnt, Lucinda den Hof machen um so als ihre offizielle Begleitung fungieren zu können und dabei ein Auge auf die Dame zu haben. Das Lucinda sich für sein Werben auch interessiert, hat er ein besonderes Angebot für sie.

Lucinda, die mir ihrer Situation als unverheiratete Dame mehr als zufrieden ist und schon vielen Bewerbern den Laufpass gegeben hat, ist mehr als überrascht als der skandalumwitterte Duke sich um ihre Hand bemüht. Doch sein Lockmittel für eine dreimonatige Werbezeit kann sie einfach nicht ausschlagen: King Solomon's Mine, ein wertvolles Rennpferd und ein echter Gewinn für ihre vielversprechende Pferdezucht.

Obwohl schon bald, sowohl William als auch Lucinda für sich erkennen müssen, dass es hier um viel mehr als nur um einen Auftrag oder ein Pferd geht, so ist doch noch keiner von beiden bereit, sein Leben so einfach von der Liebe über den Haufen werfen zu lassen ..... oder etwa doch?

"The Devil in Disguise" ist der 1. Teil von Stefanie Sloanes "Regency Rogues"-Serie um die Agenten der "Young Corinthians". Und obwohl der Spionage-Anteil des Buches dezent in den Hintergrund eingearbeitet ist, sollte man sich doch ein wenig für diesen Plot erwärmen, um die Geschichte genießen zu können.

Lucinda als auch William sind sympathische Figuren, die es einem leicht machen mit ihnen zu leiden und zu lieben. Es ist mir beim Lesen jedoch nicht klar geworden, warum die beiden sich ineinander verlieben. Zwar zeigen ihre wunderbaren und sehr humorvollen Dialoge wie gut diese Charaktere sich verstehen und ergänzen, doch nur die gleiche Wellenlänge zu besitzen und eine körperliche Anziehungskraft füreinander, waren mir ein wenig zu dünne Erklärungsversuche für ihre plötzliche tiefe Liebe.

Zudem machten es mir, trotz des schönen Schreibstiles und der humorvollen Unterhaltungen, kleine Längen in der Geschichte schwer, nicht zwischendrin aufzugeben, sondern weiter zu lesen. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte der Spionage-Plot ruhig mehr im Vordergrund stehen und vielleicht so etwas mehr Action in die Geschichten einbringen können.

Die "Regency Rogues"-Serie hat etwas; vor allem für mich als Spionage-Regency-Plot-Fan und "The Devil in Disguise" ist beileibe kein schlechter Liebesroman, doch fehlt ihm meines Erachtens ein wenig Schwung und Tempo und eine noch intensivere Charakterisierung seiner Figuren um wirklich empfehlenswert zu sein.