Rezensionen

Tinas Bewertung 04 Sterne.png

Nova ist innerlich zerbrochen an der Frage warum und wieso und weshalb hat er nicht mit mir geredet, sie verdrängt sehr viel .... nimmt ihre Umwelt verschwommen wahr und erkennt dabei kaum wer Freund und wer Feind ist ...

Quinton hingegen muss sich mit der Schuld und dem Bewusstsein herumschlagen das er Schuld an seinem Drama hat, und versucht durch Drogen darüber hinwegzukommen und meint das sie ihm beim Vergessen helfen, genauso wie Alkohol und der schnelle unpersönliche Sex ....

Jessica Soerensen ist für mich eine Autobuy Autorin, da ich ihren Schreibstil, aber auch ihre Figuren sehr mag. Deshalb habe ich mich sehr auf die neue Serie gefreut.
Und wow - es ist wieder ein Himmelfahrtskommando der Emotionen. Die mir doch fast ein bisschen zu weit (unter die Haut) gingen und beinahe die Obergrenze von reiner Unterhaltungslektüre überschritten haben, weswegen ich ernsthaft überlegt habe, ob ich das Buch überhaupt fertig lesen will.
Letztendlich habe ich es gemacht, doch auch jede Menge Taschentücher und Trostschokolade gebraucht, um alles zu verarbeiten.

Nova und Quinton sind Figuren, die die Hölle auf Erden erlebt haben - und das ist noch etwas harmlos ausgedrückt. Ihre Schuldgefühle und die Angst vor Nähe und Gefühle sind erdrückend und auch für den Leser fast greifbar.
Einerseits ist es fantastisch, dass die Autorin das alles so hautnah rüberzubringen weiß, doch lese ich eben auch zur Unterhaltung und Kurzweil, die dabei fast schon nicht mehr gegeben ist.

Die Autorin lässt Nova und Quinton immer abwechselnd zu Wort kommen. Für den Leser ist das ein Vorteil, da man so erkennt, wie schwer die Geschehnisse auf den Seele der Beiden liegen und vor allem, warum sie die Wege einschlagen, die sie gehen.

Auch wenn ich dem Roman einfach keine Keeperbewertung geben kann, bin ich trotzdem sehr gespannt auf den nächsten Teil "Nova & Quinton - Second Chance". Vor allem da diese Geschichte mit einem wahrhaften Knall endet und ich natürlich für die beiden ein gutes Ende herbeisehne.

Kurz gefasst: "Vergessen" ist nicht immer der wahre Partner in schlimmen Situationen und auch wenn es schwer fällt, manchmal muss man lernen Hilfe anzunehmen. Intensives Gefühlskino, das manchmal schwer zu verdauen ist.