Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Emma Wallace einziger Lebenszweck ist Rache. Rache für ihre verstorbenen Eltern, die sie nun ihrerseits an Vampiren, die sie ausschließlich für Monster hält, auslebt. Erst als ihr Angus MacKay über den Weg läuft, beginnt sie langsam zu glauben, dass es eben auch gute Vampire gibt.

Eigentlich hätte Angus gleich kurzen Prozess mit der vierfachen und damit recht erfolgreichen Vampirmörderin machen müssen, aber er kann es nicht. Es fühlt sich von der kriegerischen Emma angezogen und möchte sie gerne für und an seine Seite gewinnen.

Ich gebe es zu, ich bin ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mich so sehr auf Angus McKay’s Geschichte gefreut. Zumal er mir im 1.Teil „Wie angelt man sich einen Vampir?“ als ein Held, wie er im Buche steht, vorkam.

Aber schon nach der Hälfte der Geschichte hatte er seine Vor-Lorbeeren, die ich ihm in Gedanken bereits im Vorfeld verliehen hatte, endgültig eingebüßt und ich empfand ihn einfach nur noch als farblos.

Einen Helden der mir eintönig und fade vorkam, war schlimm genug, dass mich aber der Humor und der Witz von Kerrelyn Sparks so völlig kalt und unberührt ließ, hat mich fast ein bisschen erschrocken. Bisher lag sie damit nämlich durchaus auf meiner Wellenlänge und ich konnte mich recht gut damit amüsieren.

Für meinen Teil lies mich beim Lesen der Verdacht nicht los, dass „Vampire mögen’s heiß“ ein wenig lieblos herunter geschrieben wurde, ohne damit ein paar neue und spritzige Akzente zu setzen, die bisher die beiden Vorgängerbücher der Serie ausgemacht haben.

Gegen die Grundidee und einige witzige Einfälle, wie Vampir Blisky (Blut und Whisky) gibt es nämlich nichts einzuwenden. Aber für meinen Geschmack müssen die Dialoge sehr viel spritziger, amüsanter und vor allem sinnvoller werden, damit ich auch in Zukunft der Serie die Lesetreue halte.

Aber natürlich ist es auch mit diesem Buch immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und dem Leser dessen Humor Kerrelyn Sparks genau wiederspiegelt und der zudem leichte Vampir Unterhaltung mag, in dem es endlich einmal kein zu Tode betrübten, des Lebens müden und gequälten Helden oder Heldin gibt, wird sich mit Sicherheit ganz wunderbar unterhalten.

Und so würde ich sagen, dass „Vampire mögen’s heiß“ leichte und durchaus nett zu lesende Unterhaltung ist, deren Humor aber leider nicht ganz auf meiner Wellenlänge liegt.
Ich würde das Buch für Fans der Autorin empfehlen und den Lesern ans Herz legen, die weniger blutige und mehr romantisch amüsante Vampir-Romances lesen möchten.

Schnees Bewertung 04 Sterne.png

„Vampire mögen's heiß“ ist für mich der bisher beste Teil der Vampirserie von Kerrelyn Sparks. Nicht zuletzt liegt das an Angus, der schottische Vampir ist mir einfach sehr sympathisch und im Gegensatz zu seinem Chef (den man in Band 1 der Reihe bewundern durfte) ist er auch etwas härter, rauer und männlicher. Zwar beißt auch er keine Menschen, aber er ist und bleibt ein schottischer Krieger.

Der Humor kommt wie immer nicht zu kurz. Angus “Handtasche“ wird zu einem kleinen Running Gag im Buch und traf genau meinen Geschmack. Natürlich ist das Buch kein Spannungsknüller, aber Unterhaltung, Spaß und Romantik bietet es in Hülle und Fülle.
Ganz ohne Action kommt der Roman natürlich nicht aus, diese ist aber eher harmlos und bildet nur den Rahmen der kurzweiligen Geschichte.

Das Wiedersehen mit altbekannten Charakteren macht große Freude und Lust auf weitere Bücher dieser Reihe.
Die witzigen Einfälle der Autorin, um ihre Vampirwelt von anderen Vampirserien abzuheben, sind wirklich gut. Schon allein die Vorstellung von Blisky (eine Blutversion des schottischen Nationalgetränks) und dem Vampir-TV-Sender entlocken mir schon ein Lächeln. Es wäre schön, wenn sich Kerrelyn Sparks in den zukünftigen Büchern noch mehr Neues einfallen lässt.

Insgesamt eine gute, solide Unterhaltungslektüre mit nicht ganz so gefährlichen Vampiren.