Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Shanna Whelan ist mir Hilfe eines Zeugenschutzprogrammes untergetaucht. Die Zahnärztin arbeite nun in einer 24h Zahnklinik in New York unter anderem Namen. Bisher verlief auch alles ruhig – zu ruhig für Shannas Geschmack. Dann aber bekommt sie einen anonymen Anruf von jemandem, der ihren wahren Namen kennt und zudem auch genau weiß wo sie sich versteckt. Bevor sie in Panik fliehen kann steht ein gutaussehender Fremder vor ihr, der anscheinend einer ihre Jäger ist.

Roman Draganesti ist wirklich in arger Bedrängnis und nur eine kann ihm bei seinem Problem helfen, Shanna Whelan . Er braucht dringend einen Zahnarzt, der ihm seinen abgebrochenen Eckzahn wieder einsetzt und zwar noch in dieser Nacht. Er findet die ausgelöste Shanna Whelan vor und registriert recht schnell, dass diese ebenfalls dringend Hilfe braucht und rettet Shanna vor ihren Häschern.

Roman weiß, dass nur er Shanna helfen kann, den sie hat es mit einem mächtigen Feind zu tun, dem Vampir Ivan, der für die russische Mafia arbeitet. Aber mit Vampiren kennt sich Roman aus, denn er ist selbst einer!

Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, wusste ich zuerst wirklich nicht was ich davon halten sollte. Eine wüste Mischung aus paranormalen Gestalten, einem Suspenseplot und eine ordentliche Portion Slapstick hat mich zuerst ein wenig skeptisch die Stirn runzeln lassen. Auch der gequälte Held, ein rumänischer Ex-Mönch (?), sein russischer Widersacher Ivan (?), ein Vampirharem (?) und eine in Kilts gekleidete (?) Highlander Security Truppe, deren Chef Angus (?) heißt, hat nicht gerade dazu geführt, meine Stirn zu glätten.

Und doch konnte ich schon bald nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte hat mich förmlich in ihren Bann gezogen und bis zum Ende nicht wieder losgelassen. Mehr noch - ich habe gleich mal begierig nachgeforscht, ob Kerrelyn Sparks noch weiter Bände der Serie geschrieben hat und wer darin vorkommt. Also Vorsicht: Suchtgefahr!

Kurz gefasst: Wer sich nicht von einigen Klischees abweisen lässt, sondern sie mit Humor nimmt, wird sich sehr gut bei der amüsanten Mischung aus paranormalem Suspense unterhalten.

Schnees Bewertung 03 Sterne.png

Ich finde es sehr schwierig zu beschreiben, wie ich das Buch fand. Einerseits mochte ich es, aber auf der anderen Seite war es nicht Ganzes und nichts Halbes.

Der Humor war mir nicht humorig genug und die Spannung nicht spannend genug, es kam mir vor als ob sich die Autorin nicht entscheiden konnte ob das Buch eher humorlastig oder spannend/düster werden soll. Das finde ich ein bisschen schade, denn das Buch hat meiner Meinung nach noch mehr Potenzial als das, was ich gelesen habe.

Die Protagonisten fand ich sympathisch. Toll war auch, dass Shanna Größe 42 trägt und, zumindest nicht aus männlicher Sicht, als pummelig hingestellt wird. Sie selbst meckert zwar schon hin und wieder an ihrer Figur rum, ich hatte aber den Eindruck, dass es sie nicht wirklich stört.

Wovon ich richtig genervt war, war der Ausspruch "Oh Blut Gottes" von Roman, er hätte witzig sein können, aber nach gefühlten 1000 Wiederholungen hätte ich nur noch an die Decke gehen können.

Viele Ideen der Autorin fand ich richtig super, z.B. ein eigenes Vampirfernsehprogramm, dieser Aspekt hat das Buch wieder etwas aufgewertet und mich mit so manchen Dingen versöhnt.

Ein weiteres Highlight waren die Highland-Vampire die Roman als Bodyguards eingestellt hat, diese waren sehr humorig beschrieben und machen Lust auf mehr.

Kerstins Bewertung 04 Sterne.png

Es fängt schon mal sehr witzig an (man könnte auch sagen, dämlich): Roman Draganesti ist einer der mächtigsten und reichsten Vampire der Welt. Er ist der Erfinder des synthetischen Blutes, ein Held der Menschheit und des Vampirtums. Na ja, zumindest der modernen Vampire - es gibt da noch ein paar, die ihn und seine Anhänger als unnatürlich ansehen, weil sie keine Menschen mehr töten müssen. Aber das kommt später: jetzt hat Roman erst mal ein dringenderes Problem. Beim Testen einer neuen Erfindung ist ihm sein Fangzahn ausgefallen und da Vampire übernatürliche Heilkräfte haben, muss der so schnell wie möglich wieder rein, sonst schließt sich die Wunde für immer.

Die diensthabende Zahnärztin Shanna steht aber selbst vor einem großen Problem: sie ist im Zeugenschutzprogramm und ihre Killer haben sie gerade ausfindig gemacht. Roman rettet sie, doch jetzt ist er selbst im Visier. Bei den Auftragsmördern handelt es sich nämlich um niemand anderen als die Vampire seines Erzfeindes. Um Shanna beschützen zu können, nimmt er sie kurzerhand mit nach Hause. Ein Zuhause mit schottischen Leibwächtern im Kilt, Särgen im Keller, Toten im Bett - und am schlimmsten - Romans persönliche Haremsdamen...

Gleich mal vorweg: wer auf mysteriöse Vampire, gequälte Seelen und düstere, blutige Vampirromane steht, braucht das hier gar nicht erst lesen! Dieses Buch ist sicherlich nicht das Beste, das ich je gelesen habe, aber es ist witzig geschrieben und bringt einen immer wieder zum Lachen (aber bestimmt nicht zum Nachdenken).

Die Vampirmythologie ist ähnlich wie bei den meisten: tagsüber tot, ewiges Leben, Blut trinken, kein Stab ins Herz. Wie Shanna auf immer merkwürdigere Dinge in Romans Haus stößt und wie die Vampire versuchen, sie von ihrer Normalität zu überzeugen ist herrlich witzig. Die Geschichte entwickelt an Fahrt, als die bösen Vampire Shanna schließlich ausmachen können. Roman ist ein sehr sympathischer Held, der Seelenqualen leidet. Als Mensch war er nämlich Mönch und gibt sich immer ganz gern seiner Mea-culpa-Litanei hin. Trotzdem ist er nicht die ganze Zeit am Jammern, sondern ärgert sich mit Shanna ab und versucht, seine Leute im Griff zu halten.

Die Nebendarsteller sind ebenfalls sehr sympathisch und trotz vieler Klischees (sowohl über Vampire als auch über Schotten) ist das Buch sehr amüsant zu lesen.

Tipps für Original Lese Anfänger

Diese Autorin ist gut, wenn man einfach was zum Lachen will. Die Logik spielt keine große Rolle und somit ist es auch nicht ganz so wichtig, wenn man den einen oder anderen Hinweis überliest oder nicht versteht. Die Sprache allerdings ist recht umgangssprachlich und einige der Vampire sprechen mit schottischem Akzent. Zwar ist die Handlung wie erwähnt nicht so wichtig, aber leider geht damit auch viel von dem Witz verloren, wenn man diese ganzen netten Wortgefechte nicht versteht.

Sprache: Umgangssprache, zum Teil Dialekt (schottisch)
Handlung: konfus – aber das ist glaub ich beabsichtigt ;-)