Rezensionen

Nicoles Bewertung 04 Sterne.png

Harlow Anastasia Grail, Tochter eines reichen Glamourpärchens wurde als Kind zusammen mit dem befreundeten Nachbarsjungen Timmy entführt und musste nicht nur mit ansehen, wie Timmy vor ihren Augen ermordet wurde, sondern unvorstellbare Qualen erleiden, als die Entführer ihr einen Finger abschnitten. Dennoch gelang es ihr mit letzter Kraft zu entkommen. Die Entführer wurden nie gefasst und aus Harlow Anastasia Grail wurde schließlich Anna North, um Harlows wahre Identität geheim zu halten. 20 Jahre später ist Harlow nun eine erfolgreiche Kriminalromanautorin, doch ihre Alpträume sind nach wie vor vorhanden. Als rätselhafte Vorkommnisse um sie herum geschehen, sie einen merkwürdigen Fanbrief eines Kindes erhält und eine junge Freundin von ihr spurlos verschwindet, fürchtet Anna, dass die Peiniger von einst wieder zurück sind. Doch Detective Quentin Malone nimmt ihre Ängste zunächst nicht ernst. Sein ablehnendes Verhalten nebst Machogehabe macht Anna rasend, doch als erneut etwas geschieht, beginnt Quentin Anna zu glauben. Doch Quentin hat auch so alle Hände voll zu tun. Mehrere Frauenmorde wurden begangen und sein Partner bei der Polizei gilt als dringend verdächtig. Kann Quentin Anna retten und seinen Partner von dem Verdacht ein Mörder zu sein, reinwaschen?

Man sollte sich zunächst im Klaren darüber sein, dass „Die Angst im Nacken“ ein Roman der Autorin ist, der bereits im Original im Jahre 2001 erschien und das zweite Mal im MIRA Verlag erscheint. Ich bin seit langem ein Spindler Fan und kann nicht genug bekommen, von Erica Spindlers spannenden, düsteren Psycho- Thrillern. Da mir dieser Roman, der zur „Malone“ Familienserie gehört, noch in meiner Sammlung fehlte, habe ich auch sogleich zugegriffen und mich sogleich ans Lesen gemacht.

Erica Spindler ist bekannt für ihre ausgeklügelten Kriminalplots und für die subtile Spannung, die sie in ihren Romanen erzeugt, doch ehrlich gesagt fand ich die Ausdrucksweise und den Schreibstil der Autorin in diesem Roman nicht so gelungen. Verfolgt man den schriftstellerischen Werdegang der Autorin schon länger, fällt es hier meiner Meinung nach ganz deutlich auf, das man einen „frühen“ Roman der Autorin erwischt hat. Auch die Love Story fand ich zu beliebig; sie war für meinen Geschmack zu einfach gestrickt.
Abgesehen davon, dass ich den männlichen Helden nicht unbedingt mochte; er war mir zu selbstgefällig, fand ich jedoch den Kriminalfall und die Auflösung des Ganzen wieder mal sehr spannend. Diesmal hatte ich schon so meine Vermutungen, wer Annas Verfolger ist, doch das Showdown oder das große Ganze am Ende, haben mich dann doch sehr überrascht.

Kurz gefasst: Nicht Erica Spindlers bester Thriller; doch selbst ihre schlechteren Suspense Romane sind immer noch mörderisch spannend!