Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Parker Garrison hat zurzeit wirklich genug um die Ohren; bei der Testamentseröffnung seines vor kurzem verstorbenen Vaters müssen er und seine Geschwister erkennen, dass es nicht nur fünf eheliche Brüder und Schwestern gab, sondern auch noch eine Stiefschwester. Die nun auch, ganz zum Ärger von Parker, zu gleichen Teilen an der Familienfirma beteiligt sein wird.

Viel schlimmer ist aber, dass es einen Wirtschaftspion in der Firma gibt, der Geheimnisse an die Brüder Jeffries, einem konkurrierenden Unternehmen, weitergibt und damit erheblichen Schaden verursacht. Parker greift zur nahesten Vermutung: Die Einzige die über alle Vorgänge Bescheid weiß, ist seine Assistentin Linda Cross.

Und tatsächlich hat Linda etwas zu verheimlichen, wenn sie auch völlig unschuldig ist. Aber sie möchte auf keinen Fall ihren Job bei Parker Garrison verlieren, den sie schon seit einer Weile heimlich liebt.

Heute gibt es eine Premiere zu feiern: Anke hat heute ihren ersten „Baccara“ gelesen! Wie es dazu kam? Nun die Autorin Roxanne St. Claire hat mich einfach zu sehr gelockt, da ich bisher nur die Bücher ihrer „Bullet Catcher“ Serie kannte.

„Nur weil ich dein Chef bin“ war für mich keine wirklich Leseherausforderung und hat mir auch keine durchwachte Nacht (was aber zuletzt natürlich auch am Umfang liegt) beschert, aber dennoch einen netten Abend bereitet. Mir kam es so vor, als würde man eine wirklich, wirklich gute Doppelfolge von Dallas oder Denver schauen und sich dabei gut unterhalten.

Ein bisschen geärgert habe ich mich über die Figur des Parker Garrison, der mächtig arrogant und selbstgefällig war. Nur um dann, mit einem Schlag, auf den letzten zwei Seiten der Geschichte zu einem „sympathischen“ Kerl zu mutieren.
Ich glaube mir wäre lieber gewesen, wenn er bis zum Ende arrogant und selbstgefällig geblieben wäre. Das hätte ihm dann zumindest einen etwas glaubhafteren Charakterzug verliehen. Einfach nur „Du hast mich verändert, Linda“ als Erklärung stehen zu lassen erschein mir ein wenig dürftig.

Die Hauptprotagonistin Linda dagegen fand ich richtig gut. Sympathisch, ein wenig eigenwillig und im Denken und Handeln, für mich als Leser, gut nachvollziehbar.

Und was muss natürlich auch noch passieren? Klar - Anke erwischt eine Serie! Wie soll es auch sonst anders sein. Und was macht ein Serienfreak wie ich? Auch klar - er bestellt sich alle anderen Bücher der Reihe noch dazu. ;-)

Kurz gefasst: Eine Warnung an alle, die sich vor allem von Serien angesprochen fühlen, die „Garrisons“ haben durchaus Sucht-Potenzial. Und alle 6 Teile hintereinander gelesen, quasi als Familien Saga, garantieren dann vielleicht doch noch eine durchwachte Lesenacht.