Rezensionen

Ankes Bewertung 02 05 Sterne.png

Gleich mit dem 1. Teil ihrer Familie-Serie konnte mich, Shannon Stacey von ihrem Talent überzeugen, amüsante und zugleich romantische Geschichten zu erzählen und wurde von mir als eine Serie, die wirklich viel Spaß versprach, auf die Wunschliste gesetzt.

Doch so sollte es so nicht bleiben, denn der 2. Teil (Ein bisschen Kowalski gibt es nicht) enttäuscht mich sehr. Während der 3. Teil (Ganz oder Kowalski) mich dann doch wieder Mut schöpfen ließ, dass es sich lohnen könnte, die Serie trotzdem weiter zu verfolgen.

Nun lag "Manche mögen's Kowalski" auf meinem Lesetisch und erneut musste meine Leselust eine Schlappe einstecken, denn dieser 4. Teil war eigentlich nicht das, was ich mir zu lesen erhoffte.

Zuerst einmal haben mir die alten und lieb gewonnenen Figuren gefehlt. Ich finde, dass es eben seinen ganz besonderen Reiz hat, wenn man immer wieder auf alte Bekannte treffen kann; natürlich nicht ausschließlich, aber hin und wieder ist doch einfach nett.

Desweiteren hat mir doch einiges gefehlt, was ich an Teil 1 und Teil 3 doch sehr geschätzt habe, eine geradlinig flott erzählte Geschichte, Charaktere die mich zu packen wissen, Humor und eine überzeugende Liebesgeschichte.

Ich kann es nicht genau beschreiben, aber ich fand die Geschichte einfach ein wenig wirr. Vielleicht lag dem der Eindruck zugrunde, das viel gedacht wird, aber wenig passiert. Und wenn dann mal was passierte, dann war es für mich wenig nachvollziehbar.

Zumal es eigentlich auch nur darum ging, dass man den anderen endlich ins Bett bekam, hier war vor allem Mitch dominierend; der nur nebenbei erwähnt von allem "zu" viel hatte, übertrieben "zu" viel.
An sich habe ich da überhaupt nichts dagegen, doch dann muss eben eine andere Geschichte erzählt werden, die von einer heißen Affäre und nicht die eines familientauglichen Happy Ends!

Doch wenn es dem einen an Spannung und Knistern mangelt und dem anderen an Überzeugung, kommt am Ende eben nichts Halbes und nichts Ganzes raus.

Kurz gefasst: Obwohl man das Erzähltalent der Autorin unter all dem spüren kann, so dominiert doch der Eindruck von übertrieben dargestellten Charakteren, einer fehlende Spannung und eine wenig überzeugenden Liebesgeschichte.

Nicoles Bewertung 04 Sterne.png

Mitch Kowalski war immer schon der Ladykiller, in seinem Heimatort Whitford. Und selbst nach seinem Fortgang hörten die Frauen nicht auf über ihn und seine amourösen Abenteuer von einst zu erzählen. Und so kennt natürlich die neu hinzugezogene Paige Sullivan, die seit zwei Jahren den Diner im Ort betreibt, ebenfalls schon einige anzügliche Geschichten über Mitch. Als er jedoch eines Tages leibhaft vor ihr steht, bleibt ihr das Grinsen sozusagen im Halse stecken, denn Mitch könnte es durchaus gelingen, ihre guten Vorsätze in Bezug auf Männer, im Keim zu ersticken. Nicht nur sieht er höllisch attraktiv aus, er ist auch noch absolut sympathisch und lässt keinen Hehl daran, dass er zu gerne mit ihr eine heiße Affäre eingehen würde. Und Paiges Libido, die bereits ein paar Jahre ohne Mann auskommen musste, hätte absolut nichts dagegen einzuwenden. Doch Paige will standhaft bleiben, da sie fürchtet ansonsten eines Tages so flatterhaft und lasterhaft zu werden, wie ihre Mutter.
Mitch dagegen ist absolut irritiert davon, dass Paige so anders ist, als andere Frauen aus Whitford. Sie lässt ihn mehrmals abblitzen- und das, obwohl er bislang noch jede Frau herumbekommen hat, die er wollte und sich bei Paige wahnsinnig ins Zeug legt.

Mitch hat eigentlich nur geplant, seinem jüngeren Bruder Josh, der das Familienhotel im Ort betreibt und bei Renovierungsarbeiten von der Leiter fiel und sich dabei ein Bein brach, eine Zeitlang unter die Arme zu greifen. Danach möchte er wieder zurückgehen nach Chicago, wo er der Chef einer erfolgreichen Abrissfirma ist. Doch Paige bringt Mitchs Leben schließlich völlig durcheinander…

Ich verfolge die Kowalski Serie von Shannon Stacey bereits seit dem ersten Teil „Meine Ex, seine Familie, die Wildnis und ich“. Während mir der erste Band sehr gut gefiel, hatte ich dann mit dem zweiten Teil „Ein bisschen Kowalski gibt es nicht“, leider so einige Probleme, was viel an den schwierigen Protagonisten der Geschichte lag. Nachdem mich dann aber der dritte Teil der Serie „Ganz oder Kowalski“ so begeistert hat und sich als mein heimlicher Lieblingsband der Serie entpuppte, war ich nun sehr gespannt darauf, ob Mitch Kowalskis Story an Seans und Emmas Love Story herankommen würde.

Um es vorweg zu nehmen, „Manche mögen’s Kowalski“, ist kein schlechtes Buch und die Protagonisten bilden ein sympathisches Heldenpaar. Doch auch wenn die Autorin hier wieder mit sehr viel familiärer Wohnfühlatmosphäre punkten kann und die liebevollen Neckereien der Kowalski-Brüder durchaus witzig sind, fehlte mir am Ende das gewisse Etwas. Vielleicht fehlt es einfach an echten Reibungspunkten. Im Grunde geht es, nachdem Mitch und Paige sich endlich eingestanden haben, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen, eigentlich nur noch darum, ob sie in der Lage dazu sind, eine Fernbeziehung führen zu können bzw. ob jeder von ihnen fähig ist, dem anderen seine Firma/Diner lassen zu wollen.
Da man von beiden zu diesem Zeitpunkt aber schon weiß, dass sie sich sehr lieben, ist die Auflösung dann auch eigentlich keine echte Überraschung mehr.

Die erste Hälfte des Buches gefiel mir persönlich etwas besser. In dieser nämlich, versucht Paige, Mitch, zunächst mit allen Mitteln aus dem Wege zu gehen und Mitch wäre nicht Mitch, wenn er sich nicht einige sehr interessante Möglichkeiten einfallen lassen würde, die alle zu einem Date führen. Gerade diese Romanpassagen fand ich sehr humorig und nett.
Der Umgangston zwischen dem Heldenpaar ist von Beginn an freundschaftlich und da sie als liebeswürdige, hilfsbereite Menschen beschrieben werden, die das Herz auf dem rechten Fleck tragen, schließt man sie schnell ins Leserherz. In dieser Hinsicht gibt es also nichts zu meckern und auch die Nebenhandlungsstränge um Haushälterin Rosie, Mitchs Bruder Josh und dem Ehepaar Drew und Mallory sind interessant geschrieben. Dazu bekommt man natürlich auch eine gehörige Portion Kleinstadtidylle geboten. Da in Whitford zudem ein starker Zusammenhalt herrscht, fühlt man sich auch als Leser schnell ganz heimisch dort, denn die Haupt und Nebenfiguren wirken sehr echt und liebeswert beschrieben.

Kurz gefasst: Romantischer Contemporary - Kleinstadtidylle und Wohlfühlatmosphäre inklusive; doch der Love Story fehlte meiner Meinung nach ein wenig mehr Knistern und Spannungselemente