Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Wollt ihr wissen was es mit dem "Kowal'schken Volleyball-Todesmatch der Verdammnis" oder mit der doppelten "Kanonenkugel des Grauens" auf sich hat oder mit welcher Taktik der kleine Bobby (ein Neffe des Helden Joe) zu den besten (und peinlichsten, zumindest für die Heldin Kerri) Schnappschüssen kommt?

Wenn ihr zu eurer Neugier nun noch eine Vorliebe für amüsante, chaotische, locker-leichte Liebesromane habt, dann kann ich euch nur empfehlen zu Shannon Staceys "Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich" zu greifen.

Schon auf den ersten Seiten ist mir diese besondere Natürlichkeit, mit der die Charaktere agieren und die die Autorin so wunderbar ungekünstelt, lebensecht und familiär rüberbringt, positiv aufgefallen.
Somit hatte ich von Anfang an das Gefühl, hier bei Leuten wie du und ich und Freunden zu Gast sein, deren turbulente Urlaubs-Erlebnisse ich hautnah verfolgen darf.

Shannon Stacey schreibt mit einem Humor über den ich wirklich herzlich lachen kann und der aus liebevollen, lockeren und manchmal auch ernstgemeinten und ehrlich unbequemen Sprüchen besteht, die die Familienmitglieder sich gegenseitig um die Ohren hauen, wobei jedoch auch klar ist, dass es ihnen nie an Respekt und Zuneigung mangelt.

Da es im Grunde nicht anders bei uns am großen Familientisch oder im gemeinsamen Urlaub zugeht, wirkt die Geschichte auf unnachahmliche Weise höchst lebendig und so wirklich wie das echte Leben - trotz Liebesroman-Traum-Helden.

Die Geschichte kommt völlig ohne konstruierte Missverständnisse aus, die die Charaktere Abstand halten lassen oder die Story unnötig verlängern. Wobei die Figuren natürlich einen nachvollziehbaren Stolz und Selbsterhaltungstrieb haben und von Sehnsüchten geplagt werden, der sie aus Angst vor seelischen Verletzungen nicht immer mit der ganzen Wahrheit sofort rausplatzen lässt.

Kurz gefasst: Urlaub mit den Kowalskis - witzig, unterhaltsam und zum (Alb-)Träumen schön.

Nicoles Bewertung 04 Sterne.png

Als Keris Chefin zufällig dahinter kommt, dass Keri vor vielen Jahren mit dem geheimnis- umwobenen und äußerst publicityscheuen Kriminalautor Joe Kowalski zusammen war, stellt sie Keri ein Ultimatum: Gelingt es ihr nicht Joe zu einem Exklusiv-Interview zu überreden, wird Keri sich einen anderen Job suchen müssen. So muss Keri bei Joe nun „kleine Brötchen“ backen und dieser nutzt ihre Zwangslage schamlos aus und gibt nur unter einer Bedingung nach: Keri soll am alljährlichen Campingausflug der Kowalski Familie teilnehmen und darf Joe dann pro überstandenen Tag eine Frage stellen. Keri sieht dem „Urlaub“ mit gemischten Gefühlen entgegen; zudem schaut Joe immer noch recht knackig aus und stellt ihre Libido auf eine harte Probe. Was Keri jedoch nicht ahnt, ist, dass Joe Keri insgeheim immer noch liebt und ihre damalige Trennung nur schwer überwinden konnte. Damals wollte Keri jedoch in die Stadt ziehen und unbedingt Karriere machen. Wird sie diesmal anders entscheiden?

Ehrlich gesagt wurde ich zuerst durch den witzigen Romantitel auf Shannon Staceys Roman aufmerksam und bin ich Nachhinein sehr froh, dass ich dem Debütroman der Autorin eine Chance gegeben habe, denn die Autorin hat nicht nur einen sehr unterhaltsamen, eingängigen Schreibstil, sondern vermag es zudem, ihre Figuren sehr lebhaft und echt wirken zu lassen.

Zugegeben, anfangs hatte ich ein paar Startschwierigkeiten dabei, alle Kowalskis auseinander halten zu können, denn sie bestehen nicht nur aus Joes Geschwistern und Eltern, sondern es schwirren auch jede Menge Kids um sie herum, die den Schalk im Nacken haben und für jede Menge an Turbulenzen während des Campingausfluges sorgen. Hat man in dieser Hinsicht aber erst mal einen Durchblick, kann man sich wunderbar beim Lesen amüsieren über das überschäumende Temperament der Großfamilie.

Allerdings herrscht nicht die ganze Zeit über „Friede, Freude, Eierkuchen“; denn nicht nur Joe, musste einst dunkle Zeiten überstehen, auch seine Geschwister haben mit Ehekrisen und Pech in der Liebe zu kämpfen. Und zu allem Überfluss war Keri einst mit Joes Schwester befreundet und diese einstige Freundschaft schlug nachdem Joe und Keri damals Schluss machten, in Feindschaft um. So geht es die ganze Zeit sehr stürmisch im Buch zu, viele Dialoge der Haupt und Nebenfiguren sorgen für eine lebhafte Atmosphäre und man bekommt schnell das Gefühl, man würde die Kowalskis persönlich kennen. Sie wachsen rasch ans Leserherz und auch die Liebesgeschichte zwischen Joe und Keri ist sehr süß, wobei es mir einzig Keri nicht ganz so leicht gemacht hat sie zu mögen, doch im Laufe des Romans kann man auch ihre Gründe für die damalige Trennung von Joe besser nachvollziehen. Wer romantische, humorvolle und turbulente Liebeskomödien in denen Familienzusammenhalt großgeschrieben wird mag, der sollte Shannon Staceys Roman unbedingt eine Chance geben!

Kurz gefasst: Hilfe die Kowalskis kommen! Turbulente Liebeskomödie mit viel Herz.

Chris' Bewertung 04 Sterne.png

Nach zwanzig Jahren trifft Kerri auf ihre Jugendliebe Joe. Doch nicht aus eigenem Antrieb. Tatsächlich hat sie sich mit Händen und Füssen dagegen gewehrt. Doch ihre Chefin lässt nicht locker und will ein Exklusivinterview mit Joe, der ein sehr erfolgreicher Schriftsteller geworden ist, jedoch seine Privatsphäre zu schützten weiß.

Also stürzt Kerri sich in ein Abenteuer mit Joe und seiner ganzen buckligen Verwandtschaft. Joe weiß genau so wenig wie ihm geschieht, als Kerri plötzlich wieder in seinem Leben auftaucht. Und es sind ja auch rein berufliche Überlegungen, die sie wieder zusammen geführt haben. Doch dann unterbreitet er Kerri einen Vorschlag. Er gibt ihr ein Interview und im Gegenzug verbringt sie den Sommerurlaub mit ihm und der ganzen Familie.

Ich muss gestehen, dass mich selten ein Cover und der Buchtitel so abgeschreckt haben wie hier. Doch dann kamen so viele positive Meldungen, dass ich es doch gelesen habe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es wird eine wirklich nette Geschichte über eine genauso nette, wenn auch ein wenig überdrehte, Familie erzählt. Und die Kowalskis sind wirklich eine sehr liebenswürdige Bande.

Kerri, die einst der Karriere ihren Vorzug gegeben und Joe verlassen hat, wird nicht von allen Familienmitgliedern freudig in die Arme geschlossen. Und auch sonst liegt in der Familie viel im Argen. Dennoch schafft es die Autorin, eine wirklich schöne Familiengeschichte zu erzählen, in der die Liebe einen hohen Stellenwert hat.

Die (Haupt-)Protagonisten Kerri und Joe sind sehr gut beschrieben und man versteht ihr Handeln in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart. Wobei hier der männliche Part – Joe – deutlich besser abschneidet. Natürlich fühlt man mit ihm mit und es ist schön und traurig zugleich zu lesen, wie sehr er Kerri – noch immer – liebt. Kerri hingegen gewinnt erst mit der Geschichte an Liebenswürdigkeit. Und es kristallisiert sich auch erst zum Ende hin heraus, wieso sie ihren Weg so gegangen ist.

Die Geschichte hat ein paar Handlungsstränge. Doch es werden keine künstlichen Probleme herbeigeschrieben oder Missverständnisse in die Länge gezogen. Neben Joe und Kerri erfährt man viel von Joes Geschwistern und ihren Familien. Ihren kleinen und größeren Probleme und es ist wirklich eine Wohltat zu lesen, dass es auch anderswo nicht immer wie am Schnürchen läuft. Doch die Kowalskis lassen sich nicht unterkriegen!

Kurz gefasst: Die Kowalskis - eine schrecklich nette Familie!