Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Um seinem Cousin Dubarry einen Gefallen zu tun, erklärt sich Hugh Landon Charles Abermale, Duke of Penrith, bereit, die „Beißzange“ Miss Charlotte Drew zu umwerben, damit Dubarry seinerseits die Möglichkeit erhält, die liebliche Schwester von Miss Drew zu freien. Denn, diese darf erst dann ihre Saison haben, wenn die ältere Schwester, sich keinen geringeren als ein Duke einfängt, so hat der Vater bestimmt.

Charlotte steht der Sinn überhaupt nicht danach sich einen Mann „einzufangen“, geschweigenden einen Duke. Als Tochter eines reichen und großzügigen Kaufmannes kann sie sich ein bequemes und eigenständiges Leben als alte Junger leisten. Doch der Duke of Penrith scheint zäher zu sein als angenommen. Er lässt sich von ihrer Art nicht abschrecken und Charlotte erhält die Möglichkeit die netteren Seiten von Hugh kennenzulernen, wie auch Hugh lernt zu verstehen, warum Charlotte so ist wie sie ist.

Mit der „Wilful Wallflowers“-Serie adaptiert die Autorin Claudia Stone drei Shakespeare Werke. In „Tamed by a Duke“ ist zunächst Shakespeares „The Taming of the Shrew“ (Der Widerspenstigen Zähmung) dran; eines meiner Lieblingswerke des „Barden“. Die Geschichte umfasst etwas über 150 Seiten und bietet damit ein Format, das ich als „Short Storys“ bezeichne und dessen Leseaufwand sich perfekt in meinen Alltag integrieren lässt (soll heißen, dass ich damit weniger dazu tendiere, ganze Nächte durchzulesen, sondern in der Regel das Buch beizeiten auf die Seite legen kann, in dem Wissen, dass ich den Rest gleich morgen früh beim Frühstück noch lesen kann, bevor ich in meinen Tag starte).

Claudia Stone schreibt genauso, wie ich meine Liebesromane bevorzuge, locker und leicht erzählt, mit humorigen Wortduellen und starken Charakteren. Hughs und Charlottes Stärken liegen darin, dass sie trotz ausgeprägtem Willen, kritikfähig sind, bereit sich weiterzuentwickeln und ich mich über ihre ungelenken Entschuldigungen einfach köstlich amüsieren konnte. Alle diese Fähigkeiten machen sie, finde ich, sehr sympathisch. Und das Sahnehäubchen obendrauf: von der Autorin, für mich, in ein Werk von Shakespeare verpackt. Perfekt!

„Tamed by a Duke“ ist was als „Sweet Romance“ bezeichnet wird und geht über einen Kuss nicht hinaus. Bedenkt man die Kürze der Geschichte, finde ich das auch eine gute Wahl. Vor allem, weil die Autorin, die so entstandene Zeit gut investiert hat und hier gilt Charakter und Romantik vor intimen Szenen.

Kurzgefasst: die Stichwörter: Humor und Charakter, machen diesen 1. Teil der „Wilful Wallflowers“-Serie aus. Unterhaltsam und kurzweilig.