Rezensionen

Kerstins Bewertung 03 05 Sterne.png

Valens der Thrakier ist Gladiator, also ein infamis, der von der römischen Gesellschaft einerseits wie ein Gott verehrt wird, andererseits als Sklave keine soziale Stellung hat. Er genießt seinen Ruhm und die Frauen, die er als erfolgreicher und gut durchtrainierter Gladiator haben kann, aber er kämpft nur für ein Ziel: den rudius, das hölzerne Schwert, und damit seine Freiheit zu gewinnen.

Eines Tages trifft er auf Julia Antonia, die geschiedene Tochter eines Patriziers. Zwischen ihnen sprühen die Funken und als Valens dann ausgerechnet im Hause ihres Vaters einquartiert wird, beginnen die beiden eine Affäre. Doch außer einer bedeutungslosen Affäre darf nie etwas sein zwischen einem Infamis und einer römischen Matrone. Aber wer ist Valens wirklich? Alles deutet darauf hin, dass auch er einst ein römischer Adliger war...

Endlich mal ein Thema, das noch nicht so oft durchgekaut wurde! Sklave meets Patrizierin im Alten Rom. Doch leider hatte das Buch einige Längen und wurde erst interessant, als Julia und Valens sich etwa in der Mitte des Buches näherkommen. Und auch dann gibt es einige unnötige Längen. Die Personen sind beide sympathisch, doch ihre Liebesgeschichte, ihre gegenseitige Anziehung kam meiner Meinung nach zu Beginn nicht so gut rüber. Schön ist es jedenfalls, dass sich beide gleich sicher sind, den anderen zu lieben und nur die Umstände, nicht aber dumme Missverständnisse, ein Happy End zunächst nicht möglich machen.

Was mir auch nicht so gefallen hat, war die Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere. Die Bösewichte sind wirklich nur böse, intrigant und hinterhältig.

Ich kann das Buch also nicht uneingeschränkt empfehlen, aber nachdem ich mich einmal eingelesen hatte (was einige Zeit gedauert hat), hat mir das Buch doch noch ganz gut gefallen.

Kas Bewertung 02 Sterne.png

Auf der einen Seite lernen wir Valens den Thraker kennen. Er kämpft als erfolgreicher Gladiator im alten Rom des Jahres 65 vor Christus. Valens wird von den Frauen heißbegehrt, da er bei den Gladiatoren-Kämpfen stets als Sieger hervorgeht. Sein größeres Begehren als Frauen ist jedoch seine Freiheit, die er sich durch seine Siege erkämpfen will.

Auf der anderen Seite lernen wir Julia Antonia, Tochter eines römischen Patriziers kennen. Sie ist, man höre und staune, geschieden und hat von den Männern erst einmal die Nase voll. Doch beide begegnen sich, begehren sich, lieben sich. Doch ewige Liebe können sie sich nicht leisten. Undenkbar ist die Verbindung eines Gladiators mit einer Patrizier-Tochter, so sehen es die römischen Gesetzte vor. Auch wenn hinter Valens mehr zu stecken scheint, als ein "einfacher" römischer Sklave, sprich Gladiator.

Ich muss gleich vorne wegschicken, dass "Die Geliebte des Gladiators" für mich persönlich in etwa so schön war wie die Reise in Gummischuhen, deren Sohle mit weichgekautem Kaugummi bestückt sind, nämlich sehr ZÄH. Grund dafür, waren nicht die beiden Hauptdarsteller, sondern vielmehr diese Langatmigkeit, die sich durch den Roman zieht. Und wenn man die ersten Kapitel überstanden hat und denkt, jetzt muss doch noch was gehen! Geht sehr wohl noch etwas - aber auch wieder sehr zäh.

Von mir bekommt der Historical (einfach, weil das Setting wirklich mal fern vom Mainstream war - wann liest man schon eine Liebesgeschichte, die im alten Rom spielt - von "Quo vadis" mal abgesehen) 2 Punkte.

Nichtsdestotrotz, lest es doch selbst einmal. Geschmäcker sind - dem Himmel sei Dank - ja sehr unterschiedlich!