Rezensionen

Tinas Bewertung 04 05 Sterne.png

Da der Klappentext schon sehr viel verrät, möchte ich dem nichts hinzufügen, außer zwei weitere wichtige Figuren, die ihre Sicht der Dinge schildern und damit wichtiges zur Geschichte beitragen:

Teresa, die beste Freundin von Amalia, weiß von der ganzen Affäre und muss feststellen, dass sie neidisch ist. Worauf allerdings genau muss sie erst noch rausfinden.
Samuel Cooper ist Journalist und scheinbar ein glücklicher Familienvater. Samuel schreibt über den Mord an Amalia. Er unterhält sich mit allen Freunden Amalias und muss erkennen dass auch die Wahrheit manchmal schwere Folgen haben kann. Aber wer weiß dass besser als er, denn auch Samuel hat Geheimnisse, die es in sich haben und sein Leben zerstören könnten…

"Eine fast perfekte Affäre" ist wie ein Puzzle, indem jede Figur einzelne Teile zu einem Ganzen hinzufügt. Jeder Charakter erzählt seine Sicht der Dinge und erst dieses Wissen eröffnet dem Leser am Ende die komplette Geschichte. So kommt sowohl der Richter Rementeria zu Wort, als auch Teresa oder der Journalist Cooper. Selbst Amelia bekommt durch ihre Briefe die Möglichkeit dem Leser zu zeigen, wie es sich mit der Wahrheit verhalten hat.

Überhaupt spielt das Thema "Wahrheit" eine sehr große Rolle. Denn auch Wahrheit kann mitunter schwere Folgen nach sich ziehen, wenn plötzlich nichts mehr so zu sein scheint, wie es war. Und so stellt die Autorin die Frage in den Vordergrund, ob die Wahrheit wirklich immer das Beste ist oder vielleicht darf es auch mal eine kleine Notlüge sein, vorausgesetzt natürlich, niemand wird dabei verletzt?

Die Autorin Elizabeth Subercaseaux versteht es mit diesem Thema umzugehen und regt zum Nachdenken an. Geschickt bringt sie dem Leser mit kleinen Hinweisen die Geschichte näher und die kleinen und feinen Zwischentöne sind einfach spannend als Leser zu entdecken.

Mit ihrem ganz persönlichen Stil hat mich die Autorin erneut überzeugt. Ein Buch, dass ich gerne wieder lesen werde – auch wenn ich nun die Auflösung kenne. ;-)