Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Rachel Wingate steht vor dem Problem einer von ihr unerwünschten Heirat mit dem Stutzer Sir Waldo, auf deren Vollzug ihre Tante Sophia besteht. Nach reichlichen Überlegungen kommt sie zu dem Schluss das sie Jerome Parnell, den Earl of Westleigh, der zur Zeit auf Wingate Hall weilt, entführen und eine Nacht mit ihn verbringen muss, damit er gezwungen ist, sie zu heiraten. Da sie nicht sicher ist, wie sie eine Entführung bewerkstelligen soll, bittet sie den Straßenräuber ‚Gentleman Jack‘ um Hilfe.

‚Jack‘ ist Rachel verpflichtet, weil sie ihn nach einer Schussverletzung, selbstlos gepflegt hat. Aber nicht aus diesem Grunde kommt ‚Jack‘ Rachel zur Hilfe, denn auch er möchte Jerome mit Rachel, die er sehr mag, verheiratet sehen, denn ‚Gentleman Jack‘ ist kein andere als der geliebte kleine Bruder von Jerome, Morgan Parnell.

Allerdings scheint der schöne Plan daran zu scheitern, dass sich Jerome sich mit Händen und Füssen gegen eine Hochzeit mit einer solch schönen Frau, wie Rachel ist wehrt. Nach seiner schmerzvollen Erfahrungen mit einer schönen Frau, die er sein geliebt hat, will er auf keinen Fall noch einmal in die Fänge einer Kokotte geraten, die ihn doch nur betrügen und ihm das Herz brechen wird. Das Problem ist nur das er Rachel begehrt, wie vor ihr noch eine andere Frau.

Eine schöne, unterhaltsame und flüssig geschriebene Geschichte, die ich praktisch an einem Stück gelesen habe. Der Inhalt ist gerade so wie ich ihn mir von einem schönen Historical er wünsche und macht eindeutig Lust auf weitere Teile der Trilogie.

Was mich ein wenig irritiert ist der Charakter der Figuren. Einerseits sind sie fürchterlich arrogant und nervig, wie der Held Jerome, wegen seiner ewigen Skepsis gegen über allen ‚schönen‘ Frauen. Und die Figur der Rachel ist schon fast zu beängstigend gut, schön und herzlich. Aber dennoch ist sie keine wirklich unsympathische Figur.

Erstaunlich wie gut es Marlene Suson gelingt Verständnis und Sympathie für ihre Figuren zu wecken. Ich denke es liegt dran, dass das Verhalten der Figuren sehr gut begründet ist und nachvollziehbar erklärt wird. So kommt es vor, dass ich in einem Moment Jerome gerne in den Allerwertesten treten würde und im nächsten Moment doch auch wieder Verständnis für sein Verhalten aufbringe. Genervt aufstöhne, wenn ich ein weiteres Mal das Wort ‚schön‘ in Verbindung mit Rachel lesen muss und dann doch wieder denke, was ist das für eine süße Heldin ;-)!