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Simones Bewertung

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Ich war sehr gespannt auf den fünften Roman des englischen Autorinnen-Duos Annie Ashworth und Meg Sanders, da zwar alle Bücher der beiden recht gut geschrieben waren, aber mich nur manche vollständig überzeugt haben.

„Familienpause“ gehört eindeutig dazu. Die Protagonistin Sarah ist sehr sympathisch, sie hat viele Jahre alles für ihre Familie getan und ist nun ein wenig frustriert, weil ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse im Alltag oft untergeordnet werden. Die Ehe mit David kriselt zunehmend und so setzt sich Sarah zu ihrer Freundin nach Frankreich ab, um sich selbst neu zu ordnen und sich klarzuwerden, wie es weitergehen soll. Sarah lebt sich zunehmend ein, kann sogar als Musikerin in einem Orchester spielen, was sie sich schon lange gewünscht hat und genießt die Zeit.

Ihrem Mann David und ihren Kindern fällt es nicht leicht, ohne Sarah und ihre Unterstützung zurecht zu kommen. Sarah lernt schließlich Fabien kennen, mit dem sie eine schöne Zeit hat, aber damit beginnen auch viele Schwierigkeiten. Schließlich muss sie sich entscheiden….

Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und verzichtet auf eindeutige Schuldzuweisungen, wer denn jetzt an den Eheproblemen Schuld hat.
Die Reaktionen beider Ehepartner sind nachvollziehbar, der Alltag an sich ist wohl in jeder Ehe oder Langzeitbeziehung mal ermüdend.

Wie Sarah in der Ehepause aufblüht und sich mehr selbst verwirklichen kann, fand ich authentisch geschrieben, dass es aber nicht so einfach ist, aus einem Leben, einer Familie auszubrechen und woanders gleich sein Glück zu finden, ebenso.

Die feinen Zwischentöne des Gefühlslebens sind gut dargestellt.

Kurz gefasst: Gut geschriebener Contemporary, der sich mit einem Seitensprung und den Mühseligkeiten der Ehe beschäftigt.


Schnees Bewertung

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Wie immer präsentiert uns Annie Sanders hier eine Frauengeschichte, die mitten aus dem Leben stammen könnte und neben Unterhaltung und Spaß auch viele realistische Bezüge zur Wirklichkeit aufweist, die zum nachdenken anregen und den Roman ganz besonders greifbar werden lassen.

Von Annie Sanders verwöhnt, erwartete ich auch dieses Mal interessante Protagonisten die mir durch und durch sympathisch sind. Diese Erwartung wurde auch vollkommen erfüllt, denn besonders Sarah bringt die Situation einer Frau, welche endlich etwas mehr von ihrem Leben möchte, sympathisch rüber und schleicht sich schnell in das Leserherz.
Auch die Gefühle und Gedanken der übrigen Familienmitglieder sind sehr gut gezeichnet und ergeben insgesamt ein rundes Bild.

Wer Bücher der Autorin kennt, weiß dass sie einen angenehmen Schreibstil hat der sich flüssig und spannend lesen lässt- das ist auch hier nicht anders.
Bisher wurde ich noch nie von den Büchern Annie Sanders enttäuscht und freue mich immer wieder, wenn ich entdecke, dass ein neues Buch von ihr erscheint. Ich hoffe, ich muss nicht allzu lange warten um erneut ein rundum gelungenes Buch der Autorin lesen zu können.


Familienpause

Annie Sanders

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Originaltitel: The Gap Year for Grown-Ups
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499249983
Erscheinungsdatum: Juni 2009
Genre: Contemporary

Klappentext

Das kann doch nicht alles gewesen sein! Sarah ist Anfang Vierzig und hat alles, was eine Frau sich wünschen kann: einen erfolgreichen Ehemann, ein schmuckes Eigenheim, zwei wohlgeratene Kinder. Seit dem Tod ihrer Mutter kommt Sarah allerdings ins Grübeln - es muss doch mehr geben im Leben als Hemdenbügeln und Kochen. Also beschließt sie, für ein paar Monate zu ihrer Freundin Nathalie nach Südfrankreich zu ziehen. Hier genießt sie Sonne, Meer, Strandpartys - und die Avancen eines charmanten Künstlers. Doch Fabien ist nicht der, für den Sarah ihn gehalten hat.

Quelle: Rowohlt

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