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Nicoles Bewertung

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Marysas Stiefvater ist frohgemut, denn er hat den Auftrag bekommen, Goldschmiedearbeiten in der neuen Chorhalle des Aachener Doms vorzunehmen. Sehr zum Verdruss seines Widersachers, Hyldeshagen, dem es ganz recht kommt, als sich ein Unglücksfall in der Chorhalle ereignet, wobei Bardolf Goldschläger verletzt wird. So bekommt Hyldeshagen den Zuschlag, die Arbeiten weiterzuführen, bis Bardolf wieder genesen ist.

Doch als es soweit ist, weigert sich Hyldeshagen seinen Platz wieder abzutreten. Bei einem Streit zwischen den beiden, droht Bardolf Hyldeshagen mit diversen Schritten, falls er sich weiterhin weigert, seinen Arbeitsplatz nun zu räumen. Kurz darauf wird Hyldeshagen vergiftet doch lebend aufgefunden und Bardolf wird als Verdächtiger inhaftiert.

Seine Stieftochter Marysa glaubt jedoch fest an seine Unschuld und versucht herauszufinden, wer wirklich hinter den Unfällen und der Vergiftung steckt. Zur Seite steht ihr bei ihren Ermittlungen der Dominikanermönch Christopherus, der kurze Zeit zuvor zurück nach Aachen gereist ist. Er verbirgt ein lange gehütetes Geheimnis, doch als ihm klar wird, dass Marysa sich langsam aber sicher in sein Herz geschlichen hat, muss er sich entscheiden,
wohin in seine Wege in Zukunft führen sollen...

Der zweite Teil der mittelalterlichen Krimireihe von Petra Schier beginnt sofort recht rasant. Zum einen wird Marysas Stiefvater bei einem Zwischenfall in der Chorhalle verletzt und zum anderen wird sie von ihrem Cousin Hartwig bedrängt, der sie unbedingt mit einem Mann ihrer Wahl verheiraten will. Schnell ist klar, dass die Romanheldin in einem echten Dilemma steckt- und wieder einmal, wie in Teil 1 der Reihe, gibt es dennoch einen Mann, der ihr beisteht- Christophorus.

Petra Schier führt den Leser nochmals nach Aachen- wie schon in Band 1 verleihen die zahlreichen Schilderungen der örtlichen Begebenheiten und der Lebensweise der damaligen Epoche viel Zeitkolorit.

Es gibt auch ein Wiedersehen mit anderen Nebenfiguren wie zum Beispiel Bardolf und Jolanda, Marysas Eltern, das für einige amüsante Lesemomente sorgt.

Der Kriminalfall ist meiner Meinung nach leider nicht fesselnd bzw. undurchsichtig genug, dennoch ist die sich anbahnende Beziehung zwischen Marysa und Christopherus interessant aufgebaut und treibt die ansonsten sehr unterhaltsame Geschichte zügig voran, so dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile bei mir entstand.

So würde ich diesen Roman besonders Lesern empfehlen, die einen kurzweiligen, gut gemachten historischen Roman zu schätzen wissen.
Historische Krimifans werden dagegen vielleicht eher ein wenig enttäuscht sein.

Ein Tipp für alle Leckermäuler- auf den letzten Seiten findet sich ein typisch mittelalterliches Gericht zum Nachkochen, dass auch im Buch Erwähnung fand.


Der gläserne Schrein

Petra Schier

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Originaltitel: ----
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499248610
Erscheinungsdatum: April 2010
Genre: Historischer Kriminalroman

Teil einer Serie: Aachern Trilogie

Klappentext

Heilige und andere Tote 1413. Ganz Aachen ist in Aufruhr: Am Todestag Karls des Großen soll die neue Chorhalle des Doms eingeweiht werden. Doch eine Serie mysteriöser Mord- und Unfälle überschattet die Vorbereitungen zu dem Ereignis. Ausgerechnet der angesehene Goldschmied Bardolf Goldschläger gerät in Verdacht. Seine Stieftochter, die Reliquienhändlerin Marysa, nimmt die Spur des Täters auf. Dabei kommt sie einer Verschwörung auf die Spur, die bis in die allerhöchsten Kreise reicht. Dort ist man nicht gewillt, sich die ehrgeizigen Pläne durchkreuzen zu lassen: Marysa gerät in Lebensgefahr ...

Quelle: Rowohlt

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