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Kas Bewertung

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Eva Fox ist gerade mal 5 Jahre alt, als sie mit ihrem "Onkel" One-Eyed Joe, Preacher, ihren Vater und Präsident des berüchtigten "Silver Demons" Motorradclubs, Mother Chapter, in Rikers Island, einem Gefängnis besucht. Nicht das erste Mal, wohlgemerkt. Zur selben Zeit sitzt Reaper, Präsident der "Hell‘s Demons" ebenfalls dort ein. Bei ihm zu Besuch Deuce West, sein Sohn. Deuce ist mit seinen 23 Jahren Vize-Präsident der "Hell‘s Demons" und hat von seinem despotischen Vater die Nase gestrichen voll. Als er Preachers kleinem Mädchen Eva begegnet, bekommt er von ihr das erste Geschenk seines Lebens, eine Tüte Erdnüsse. Es vergehen sieben Jahre, bis sie sich wieder sehen und aus der kleinen Eva ist ein schlaksiger Teenager geworden. Im Laufe der Jahre begebenen sich beiden immer wieder und man wird sich als Leser bewusst, dass dies zwei Menschen sind, die zusammengehören. Zuerst, getrennt durch 18 Jahre Altersunterschied, später getrennt durch Widrigkeiten, die einem gehörig auf den Magen schlagen.

"Undeniable" ist eine Geschichte, die man auf einen Satz verschlingt und so schnell nicht vergisst, erzählt aus Evas und Deuce Sicht. Liegt es daran, dass die Geschichte in einem sozialen Umfeld angesiedelt ist, das so weit entfernt von einer klassischen - überspitzt gesagt - "rosaroten" Romanze ist? Liegt es an Eva, die für ihre "Familie" wirklich alles tut? Liegt es an Deuce, der, so eiskalt und gewalttätig er als Präsident auch ist, trotzdem eine Art Ehrenkodex in sich trägt? Liegt es an den Charakteren an sich, egal ob Haupt- oder Nebencharaktere, die einem während des Lesens ans Herz wachsen, obwohl das, was sie tun, alles andere als "liebenswert" ist? Was auch immer es war, ich wurde gefesselt und war im Geschehen live dabei, mein Kopfkino lief also auf Hochtouren. "Undeniable - Eva und Deuce" ist wohlgemerkt ein sehr schnörkelloses Buch das alleine durch sein Vokabular, das die Protagonisten benutzten, regelrecht "reinhaut". Es erinnert in seiner Anmutung an "Sons of Anarchy" oder auch "Natural Born Killers" in den der durchgeknallte crazy Frankie, Evas "Fake"-Bruder und Vize der Demons, ideal gepasst hätte!

"Undeniable - Eva und Deuce" ist mit Vorsicht zu genießen, denn klassische Romance-Leser könnten sich davon reichlich erschrecken lassen. Es ist fern der "weiblichen Emanzipation" und das, was die Club-Mitglieder teilweise vom Stapel lassen, ist chauvinistisch und erinnert an Neandertaler. Evas Worte, nicht meine, aber ich schließe mich ihr an! Der Roman hebt sich ab - auf krasse Art und Weise. Harter Tobak, der die harte Welt widerspiegelt, in der sich Eva und Deuce bewegen. Doch hinter all dem findet sich die Liebe. Eine Liebe die nicht fragt, sondern die gibt. In Evas Fall, immer gibt. Bedingungslos. Ich habe mir danach unweigerlich die Frage gestellt: Könnte ich einen Menschen, so wie er mit Deuce dargestellt ist lieben? Aber wir wissen alle, die Liebe fragt nicht. Vielleicht auch ein Grund, warum mir dieses Buch so sehr gefallen hat. Was bin ich froh, dass sich der Sieben Verlag an dieses Thema herangetraut hat.

Ein aufwühlendes Lesererlebnis, dass mit atemlos zurücklässt. Es ist spürbar – auch wenn sich Eva und Deuce noch so widersprüchlich und manchmal unmöglich einander gegenüber benehmen – dass sich zwei Seelen gefunden haben. Und es ist schrecklich mitzuerleben, wie schwer es diese zwei Seelen haben, eins zu werden. Aber ist das ein Wunder? Eva ist in einer von Männern dominierten Umgebung groß geworden in der es vor Gewalt nur so kracht. Drogenhandel, Waffenschieberei, Bandenkriege. Sie ist keine Frau, die sich so leicht unterkriegen, bzw. dominieren lässt. Und Deuce? Er ist inzwischen Präsident der "Hell‘s Horsman" und alles andere als ein Kind der Traurigkeit. Er möchte Eva in ihrer Freiheit, die sie gewohnt ist, einschränken, doch die seine weiter genießen, und das lässt sie nicht zu.

Das Leben meint es nicht gut mit den beiden. Und ich möchte hier an dieser Stelle aus dem Klappentext des hier rezensierten Buches zitieren: "Dies ist die Geschichte von Eva und Deuce. Es ist nicht einfach. Aber nichts, was sich wirklich lohnt, ist das. Und die Liebe ist alles wert." Ja, am Ende ist die Liebe alles wert. 5 Punkte. Wenn ich mehr vergeben könnte, würde ich es tun.

Kurz gefasst: "Undeniable - Eva und Deuce" ist hammerhart, ungezügelt und wild.


Tinas Bewertung

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Es war Kas Rezension, die mich neugierig auf das Buch gemacht hat, wobei ich sagen muss, dass auch der Klappentext und das Cover das seinige dafür tut.
Und ich schließe mich auch Kas Inhaltsangabe an und verzichte auf eine eigene.

"Undeniable - Eva und Deuce" hat mir sehr gut gefallen, nicht zuletzt wegen des flüssig zu lesenden und bildhaften Erzählstiles, in dem das Buch geschrieben ist. Ich fand es sehr mitreißend zu lesen, fast so als wäre man live dabei und erlebt die Liebe und den Sex, aber auch die Gewalt hautnah mit.

Die Geschichte rund um Eva und Deuce erstreckt sich über mehrere Jahre. Es ist sehr nachvollziehbar erzählt, wie sie sich in dieser Zeit verändern, aber auch wie sehr sie leiden und wie Evas Leben immer wieder aus den Fugen gerät, wenn Deuce unerwartet auftaucht.

Es ist eine harte und unnachgiebige Welt, in der die beiden leben, so gestaltet sich natürlich auch ihre Liebe nicht nur rein körperlich sehr explosiv, auch ihre Wortduelle und ihre Umgangsart miteinander, waren für mich manchmal schwer zu vereinbaren. Packend zu lesen, aber nichts destotrotz nicht immer ganz einfach zu verstehen.
Man muss schon echt tough und hart im Nehmen sein, wenn man im Rockermilieu aufwächst, Gewalt zur Tagesordnung gehört, man immer wieder einen der lieb gewonnenen Menschen im Gefängnis besuchen muss oder mit einem Rocker zusammenlebt, den man liebt, der aber eben auch nicht gerade treu ist.

Die Autorin versteht es recht geschickt, dass Schicksal ihrer Protagonisten so zu handhaben, ihnen so viele Steine in den Weg zu legen, dass man das Buch schwer aus der Hand legen kann, geschweige denn aufhören kann zu lesen - weil man unbedingt erfahren will wie es weiter geht und vor allem wie es endet.

Auch wenn es manchmal erschreckend war, so hat mich das Buch doch auf ganzer Länge fesseln können und ich freue schon sehr auf den nächsten Teil der Serie, der von Deuces Tochter Danielle und Ripper, einem seiner Männer aus dem Hell´s Horsemen - Chapter erzählt.

Kurz gefasst: Nichts für weiche Herzen und zartfühlende Seelen. Und doch kann man beides auch im Buch finden. Erschreckend, unbekannt und aufregend. Ein fesselndes Leseerlebnis.


Undeniable -
Eva und Deuce

Madeline Sheehan

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Originaltitel: Undeniable

Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3864434914

Erscheinungsdatum: 1. April 2015

Genre: Contemporary

Teil einer Serie: Hell‘s Horseman 1

Klappentext

Eine Liebe gegen jede Chance. Eva Fox ist die Tochter des Silver Demons Motorcycle Club Präsidenten und wächst wie eine Prinzessin in der rauen Umgebung des Clubs auf. Als sie den sexy Hell's Horsemen Biker Deuce West trifft, ist sie noch ein kleines Mädchen. Doch vom ersten Augenblick an weiß sie: Er ist der Sinn ihres Daseins. Deuce ist ebenfalls im Club seines Vaters aufgewachsen. Während Eva langsam zur Frau heranwächst, entwickeln sich ihre zufälligen Begegnungen immer intensiver. Das Schicksal führt sie stets erneut zusammen und so beginnt eine Reise auf gewundenen Schicksalspfaden, gepflastert mit Schmerz, Betrug und Blutvergießen. Eva sieht in Deuce von Anfang an, was er in sich selbst nicht sieht – einen Mann, der es wert ist, geliebt zu werden, doch wird sie stark genug sein, ihm das zu beweisen?
Dies ist die Geschichte von Eva und Deuce. Es ist nicht einfach. Aber nichts, was sich wirklich lohnt, ist das. Und die Liebe ist alles wert.

Quelle: Sieben Verlag

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