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Tinas Bewertung

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Was gibt es Schöneres als "Weiße Weihnacht"? Na klar, "Weiße Weihnacht" in Ballybucklebo, mit Barry Laverty und Fingal Flahertie O'Reilly und vielen anderen.
Ich liebe die Geschichten aus Ballybucklebo, das ich bereits aus "Ein irischer Landarzt" und "Neues vom irischen Landarzt" kenne. In "Ein irisches Weihnachtsfest" kommt es nun zu einem Wiedersehen mit allen alten Freunden und auch dieses Mal bleibt kein Auge vor Lachen trocken.

Patrick Taylor präsentiert mir "Ein irisches Weihnachtsfest" ein wundervolles Buch das zu Herzen geht. Eine besondere Not bekommt es durch die beiden Ärzte und ihre Eigenheiten, spannender Momente und der Liebe, die ebenfalls nicht auf sich warten lässt.

Schon nach den ersten Seiten war ich wieder mitten in der Geschichte und habe förmlich mitgefiebert, was wohl als Nächstes geschehen wird. Dass ich das Buch zur rechten Zeit lese, selber in Weihnachtsstimmung bin und aus dem Fester auf eine verschneite Landschaft schaue ist ebenfalls nicht abträglich und fördert das Kopfkino und den Lesegenuss ungemein. Etwas ganz besonderes sind die Rezepte und das Nachwort der Figur Mrs. Kincaid, aber auch das Nachwort des Autors lohnt zu lesen.

Der Beweis dafür, dass die Iren die besten Feste feiern und das Weihnachten eben doch etwas Besonderes ist.


Nicoles Bewertung

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Der dritte Teil um den Landarzt Barry Laverty beginnt mit einer Hochzeit- doch nicht Barrys!

Barrys Freundin Patricia studiert in einer anderen Stadt und als sie ihm schonend beibringen möchte, dass sie noch nicht genau weiß, ob sie über die Weihnachtsfeiertage nach Ballybucklebo kommen wird, hängen fortan schwarze Wolken über Barrys Liebesleben.

Während Barry schmollt, fasst sich sein ehemaliger Chef und Mitteilhaber der Arztpraxis, Dr. O´Reilly ein Herz und lädt nach einer besonders hartnäckigen Bronchitis die attraktive Krankenschwester Kitty, die ihm vor dreißig Jahren schon gut gefiel, zum Abendessen in seinem Haus ein. Keine geringere als seine energische Haushälterin Mrs. Kinky Kincaid kocht ein fantastisches Menü und als Abschluss gesteht ihm Kitty, dass sie bereits seit vielen Jahren in den rüstigen Witwer verliebt ist. O´Reilly spürt, dass Kitty ihm unter die Haut geht, doch kann er wirklich noch einmal mit einer anderen Frau neu beginnen?

Unterdessen bekommen Barry und O´Reilly in beruflicher Hinsicht Konkurrenz. Ein alter Bekannter von O´Reilly hat eine neue Praxis eröffnet und so befürchten die beiden Ärzte, eine Abwanderung ihrer Patienten, obwohl sie sich doch nach wie vor beruflich ins Zeug legen.

So bekommen sie es mit allerhand Wehwehchen aber auch ernsthaften Krankheiten ihrer Patienten zu tun und müssen sich mit Fingerspitzengefühl und Köpfchen um die Dörfler kümmern…

Dies ist bereits der dritte Teil um den Allgemeinmediziner Barry Laverty und seinen knorrigen irischen Chef Dr.O´Reilly, der sich in dem kleinen irischen Dörfchen Ballybucklebo niedergelassen hat.

Und wie auch in den beiden Vorgängerbänden kann sich der Leser wieder einmal auf viele schrullige Dorfbewohner, Klatsch und Tratsch und auch auf rührende Momente freuen. Natürlich neigt man dazu Parallelen zu den Geschichten des Tierarztes James Herriot (Der Doktor und das liebe Vieh) zu sehen, doch so sehr mir dieser Gedanke gefiel und diverse Ähnlichkeiten gibt es tatsächlich, was amüsante Begebenheiten der Dorfbewohner und auch das Verhältnis zwischen den beiden Ärzten angeht- Patrick Taylors Romanreihe ist dennoch etwas völlig Eigenständiges.

Man findet schnell in die Geschichte hinein; zwar ist es schöner, wenn man die drei Romane der Reihenfolge nach liest, kann aber auch einfach mit diesem dritten Teil ohne Vorwissen beginnen, da alles Wesentliche auch in diesem Band erklärt wird.

Die Romane spielen in den 60er Jahren, also in einer Zeit, als die Medizin noch längst nicht so weit war, wie heute. So ist es interessant zu lesen, welche Möglichkeiten Dorfärzten damals zur Verfügung standen. Vielleicht sind die Iren und ihre angeblichen Eigenarten vielleicht ein wenig zu klischeehaft für meinen Geschmack beschrieben- dennoch hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen der Geschichte, die diesmal in der Weihnachtszeit spielt und sehr atmosphärische Stimmung zur kalten und dunklen Jahreszeit vermitteln kann.

Wer spannende Momente erwartet sollte vielleicht lieber zweimal überlegen, ob er zu diesem Buch greift, es kommt ohne große Höhepunkte aus, doch Taylors Schreibstil ist sehr eingängig und ihm gelingt es eine Wohlfühlatmosphäre zwischen den Zeilen zu schaffen, der man sich als Leser , kaum entziehen kann.
Zudem sind beide Hauptcharaktere wunderbare Romanfiguren und auch die Haushälterin Kinky Kinkaid und diverse Hautiere runden ein wunderbares Lesevergnügen positiv ab.

Man sollte sich auf jeden Fall am Ende des Romans nach dem Nachwort des Autors die Back und Kochrezepte von Kinky persönlich ;-), zu Gemüte führen und je nach Begabung auch einmal nachkochen.


Ein irisches Weihnachtsfest

Patrick Taylor

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Originaltitel: Irish Country Christmas
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499249488
Erscheinungsdatum: November 2010
Genre: Contemporary

Teil einer Serie: Irish Country

Klappentext

Weihnachten in Ballybucklebo – mit Whiskey, Grog und guten Geschichten Voller Vorfreude sieht der junge Landarzt Barry Laverty seinem ersten Weihnachtsfest im beschaulichen Ballybucklebo entgegen. Schnee und Eis haben die nordirische Landschaft bereits in einen weißen Traum verwandelt. Doch gleichzeitig greift eine Grippewelle um sich. Auch Barrys exzentrischen Chef, Dr. O’Reilly, hat es erwischt. Der Alte kennt für sich und seine Patienten vor allem ein Rezept: Grog mit Whiskey und Zitronensaft. Aber Barry ahnt, dass er zur Weihnachtszeit mehr für die Menschen tun muss, als ihnen nur Hausmittel zu verschreiben ...

Quelle: Rowohlt

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