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Ankes Bewertung

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Die Schottin Sophie McIntosh wird zur Strafe und in der Hoffnung eine gute Portion damenhaftes Benehmen zu lernen, von ihrem Vater, zur Tante, mütterlicherseits, nach England geschickt.

Obwohl die unsympathische Tante alles tut um Sophie ihren Aufenthalt madig zu machen, kann sie doch ihre Neugierde und Abenteuerlust nicht unterdrücken um sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten.

Da nun aber ihr Vater nicht mehr seine schützende Hand über seine übermütige Tochter halten kann, braucht Sophie einen neuen Retter; den findet sie in Lord Edward Harrington. Obwohl Sophie von ihm förmlich angezogen wird, so ist er ihr doch auch suspekt. Denn Sophie hat sich bereits in das nächste Abenteuer gestürzt: dem Ausheben einer Schmugglerbande, aber zunächst scheinen alle Hinweise darauf zu führen, das auch Edward mit den Schmugglern gemeinsame Sache macht.

Schon allein das Cover hat ausgereicht mich richtig neugierig auf das Buch zu machen. Klappentext und Titel haben natürlich ihr übriges dazu beigetragen, aber vor allen hat mich interessiert ob die Geschichte das hält was Coverbild und Klappentext versprechen: Amüsante Unterhaltung mit einer kecken Heldin, die ihr Herz am rechten Fleck hat.

Wie man schon allein am meiner guten Bewertung sehen kann, wurde meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Es klingt fast ein wenig kitschig, wenn ich schreibe, dass der Titel Programm ist und „Süße Verführung“ eine wirklich süße Geschichte ist.

Alle interessierten Leser die nun vielleicht Angst davor haben beim Lesen einen Zuckerschock zu bekommen kann ich dennoch beruhigen. ;-) Mona Vara erzählt die Geschichte ohne auch nur im Ansatz kitschig oder zuckersüß zu werden. Unterhaltsam, sehr amüsant lässt sich das Buch kurzweilig und mit viel Vergnügen lesen.

Dabei kommen auch erotische Szenen nicht zu kurz. Diese sind dezent in die Story eingebaut, so dass ich das Buch auch den Liebesroman Fans empfehlen möchte, die bisher vielleicht eher zurückhaltend diesem Genre des erotischen Liebesromans gegenüber waren.

Die Heldin Sophie ist einfach wunderbar. Es scheint gerade so als hätte Mona Vara in allen Punkten meine Wünsche erfüllt, die ich an eine Liebesroman Heldin stelle: Intelligent, neugierig auf das Leben, charakterlich stark, mit dem mutigen Herz einer Löwin ausgestattet und dabei doch auch einen Hauch naiv, vor allem was ihre eigenen Gefühle angeht.

Kurz gefasst: Eine erfrischende Heldin in einer wundervollen, amüsanten Geschichte. Ein historischer erotischer Liebesroman, wie ich ihn mir wünsche. Volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.


Nicoles Bewertung

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Als Sophie mit ihrem besten Freund aus Kindertagen, Patrick, wieder einmal gewaltigen Unsinn anstellt und sich durch ihr waghalsiges Naturell in Gefahr bringt, zieht ihr Vater die Reißleine und verdonnert sie dazu, entweder Patricks älteren Bruder zu heiraten, oder für ein halbes Jahr nach England zu gehen, um dort bei Verwandten ihrer Mutter zu leben und endlich Benimm zu lernen.

Da Sophie auf keinen Fall einen viel älteren Mann heiraten möchte, wählt sie, das ihr geringer erscheinende Übel und reist nach England. Doch dort muss sie schnell feststellen, dass sie nicht erwünscht ist. Die strengen Regeln der englischen Gesellschaft, sind außerdem nicht unbedingt nach Sophies Geschmack.

Dazu scheint besonders ihr Vetter etwas zu verbergen zu haben, oder warum erfindet er immer wieder fadenscheinige Ausreden, wenn sie ihn nach dem Hausschlüssel zu ihrem ererbten Landhaus, das ganz in der Nähe steht, fragt?

So beschließt Sophie eines Tages heimlich allein dorthin zu reiten, um nach dem Rechten zu sehen. Seltsamerweise wirkt das Haus so gar nicht unbewohnt, doch bevor sie in ein offenstehendes Fenster hineinklettern kann, wird Sophie von einem gutaussehenden Engländer aufgehalten, der keine Probleme damit zu haben scheint, Sophies weiblichen Körper genüsslich in Augenschein zu nehmen und sie an Stellen zu berühren, die noch nie zuvor ein Mann berührt hat. Sophie ist überaus erbost über seine Zudringlichkeiten, doch es gelingt ihr durch eine List, rechtzeitig ihr Heil in der Flucht zu suchen.

Einige Tage später begegnet sie dem geheimnisvollen und zudringlichen Fremden erneut, der überaus amüsiert über ihre ungekünstelte und offene Art ist. Lord Edward ist der Auserwählte ihrer arroganten Cousine, doch er scheint nur Feuer und Flamme für Sophie zu sein. Ihn umgibt eine geheimnisvolle Aura und gepaart mit seinem Humor und seinem guten Aussehen haben diese Attribute eine verheerende Wirkung auf die abenteuerlustige Sophie.

Als sie eines Tages wieder einmal heimlich unterwegs ist, um ein Schmugglerring auszuspionieren, gerät sie jedoch in Gefahr. Das Schmugglernest, ihr geerbtes Haus entpuppt sich als Bordell, in dem allerlei zwielichtige Gestalten ihr Unwesen treiben. Leider aber auch einige Nachbarn ihrer Tante, die Sophie unmaskiert dort antreffen. Das allein könnte für einen Skandal sorgen und Sophies Ruf für immer zerstören. Doch da naht Rettung in Gestalt von Lord Edward. Wird er Sophie retten können, oder steckt er mit den Schmugglern unter einer Decke?

"Süße Verführung" ist ein historischer Liebesroman, der zwar als erotischer Roman deklariert wird, sich aber , was die Liebeszenen angeht, stets im Rahmen des Normalen bewegt und sich in dieser Hinsicht auch nicht großartig von vergleichbaren "regulären", etwas prickelnderen Historicals unterscheidet.

Während Lord Edward ein wunderbarer männlicher Charakter ist, empfand ich Sophie, trotz meiner Sympathie für forsche Heldinnen, ein wenig zu unkonventionell für ihre Zeit gestaltet.

Natürlichkeit, Abenteuerlust und Schlagfertigkeit zeichnen diese Romanheldin aus, leider aber auch eine bodenlose Naivität, die mir stellenweise ein wenig "too much" war. Wer aber kein Problem mit naiven Heldinnen hat, die sich immer wieder in Schwierigkeiten bringen, wird diesen Kritikpunkt wahrscheinlich ganz anders bewerten.

Die Geschichte beginnt recht interessant, der Schreibstil von Mona Vara ist sehr eingängig, leider stieß ich beim Lesen aber auch immer wieder auf diverse Wörter, die eher in unserem moderneren Sprachgebrauch zu finden sind und meinen Lesefluss unterbrachen. Meiner Meinung nach hätte man diese Problematik mit einem aufmerksameren Lektorat vermeiden können, schade, denn an sich hat der Roman Potential.

Der historische Hintergrund ist hier eher Nebensache, wer nur aus diesem Grund zu einem historischen Liebesroman greift, sollte eher verzichten, doch für alle anderen, die gerne erotische Romane mit Romantikfaktor mögen, die ansprechendverpackt sind, bietet dieser Roman genau die richtige Lektüre für einen Tag am See, Meer oder einem verregneten Nachmittag auf der Couch.


Süsse Verführung

Mona Vara

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Originaltitel: ---
Verlag: Plaisir D'Amour
ISBN: 978-3938281437
Erscheinungsdatum: Februar 2009
Genre: erotischer historischer Liebesroman

Klappentext

Die Schottin Sophie McIntosh hat ihrem Vater schon so manches Mal graue Haare gekostet. Und als sie nun gleich ein ganzes Bergwerk einstürzen lässt, platzt ihm der Kragen: Sophie muss entweder auf der Stelle heiraten oder strafweise für einige Monate nach England zur Familie ihrer Mutter. Ergrimmt wählt Sophie England. Doch auch dort steckt sie rasch Hals über Kopf in neuem Ärger: Sie kommt einer Schmugglerbande auf die Schliche und entdeckt, dass nicht nur ihr Vetter Mitglied der Bande ist, sondern offenbar auch der undurchsichtige Lord Edward, den Sophie heiraten muss, nachdem man sie in seiner Gesellschaft im Mittelpunkt einer Orgie entdeckt. Lord Edwards Zwillingsschwester, die ebenfalls mit den Schmugglern zu tun hat, scheint nach der Hochzeit jedoch weit mehr Interesse an Sophie zu haben, als ihr unterkühlter Bruder. Sophie taumelt in einen verwirrenden Strudel aus Gefahr, Liebe und ... süßer Verführung!

Quelle: Plaisir D'Amour

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