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Kas Bewertung

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Mona Vara, die Autorin von "Tochter der Schatten" baut in ihrem neuen Roman eine Parallelwelt zu unserer Welt auf: Amisaya. Gabrielle Bramante, die Heldin dieser Geschichte, hat die Fähigkeit, Jäger dieser Parallelwelt zu sehen, seit Kindesbeinen an. Doch diese Jäger sind eigentlich Schatten. Schatten zwischen dem Diesseits und Amisaya. Geschaffen vom Herrscher Amisayas. Die Darstellung dieser Jäger hat mich an Michael Endes "Momo" erinnert bzw. an die `Grauen Herren´.

Die Atmosphäre, die Mona Vara in diesem Buch aufgebaut hat, ist düster. Die Beschreibung der Angst, die z.B. Gabrielle als Kind empfindet, geht einem sehr nahe. Gabrielle und ihre Mutter Camilla sind kaum, dass sie in einer Stadt sesshaft wurden, in die nächste Stadt geflüchtet. Camilla hatte immer Angst, die Grauen würden ihr Gabriella stehlen. Doch Camilla verheimlicht ihrer Tochter etwas sehr, sehr Wichtiges!

Als Gabrielle erwachsen ist, fühlt sie sich mehr und mehr von einem der Grauen verfolgt. Bald schon wird sie feststellen, dass sie diesem schon einmal als Kind begegnet ist. Diese Begegnung, die schon sehr lange zurückliegt, haben weder Gabrielle, noch der Graue, genannt Darran je vergessen. Durch diese Begegnung ist in Darran etwas erwacht, was ihn das Leben kosten kann. Als Gabrielles Mutter ihrer Tochter das Geheimnis offenbart, ändert sich für Gabrielle so ziemlich alles - ihre Welt steht Kopf und sie schwebt in größter Gefahr. Gefahr, die aus Amisaya kommt!

Geneigte LeserInnen, "Tochter der Schatten" ist ein Roman, den die Autorin mit einer gewissen Düsternis aufgebaut hat. Das Land Amisaya ist ein trister Ort, vor dem man liebend gerne flüchten würde. Der Ort in dem der Roman spielt als sich Gabrielle und Darran ein zweites Mal begegnen, ist Wien im späten Herbst. Also auch alles andere als sonnig! Doch was mir an der Geschichte "Tochter der Schatten" gefehlt hat, war nicht die Sonne, sondern stellenweise der erzählerische Esprit, den Mona Vara normalerweise in ihren Geschichten versprüht. Was nicht heißt, dass mir "Tochter der Schatten" nicht gefallen hat! Nein, es war einfach nur so, das die Geschichte manchmal mit Längen einhergeht.

Doch es lohnt sich am Ball zu bleiben. Denn auch wenn alles trist und düster erscheint, ist die Liebe zwischen Darran und Gabrielle doch herzerwärmend schön beschrieben worden. Das "Wachsen" der Gefühle in Darran wurde glaubwürdig dargestellt. Mona Vara hat für den Leser auch die ein oder andere Überraschung eingebaut! Man darf jedoch nicht davon ausgehen, weil Mona Vara die Autorin des Romans ist, dass es sich um einen erotischen Roman handelt. Ja, es kommt zu erotischen Szenen, jedoch nicht in der Häufigkeit wie in einer erotischen Erzählung. Von mir bekommt "Tochter der Schatten" ob des erwähnten Kritikpunktes 4 Lesepunkte.


Tochter der Schatten

Mona Vara

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Originaltitel: ---
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453408852
Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Genre: Paranormal

Klappentext

Gabrielle besitzt eine besondere Fähigkeit: Sie kann die Bewohner der Grauen Welt sehen, schemenhafte Grenzgänger zwischen dem Reich des Diesseits und des Jenseits. Der Jäger Darran ist einer von ihnen. Er folgt Gabrielle, er wacht über sie – und er verliebt sich in sie. Damit bringt er sich und Gabrielle in große Gefahr. Denn es ist ihm unter Androhung höchster Strafen untersagt, Kontakt zu den Menschen aufzunehmen ...

Quelle: Heyne

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