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Nicoles Bewertung

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Als jüngerer Sohn sieht sich der Kaufmannssohn Miguel eindeutig im Nachteil. Als eine junge Frau behauptet, er hätte sie geschwängert, besteht deren Vater auf eine sofortige Heirat, doch Miguel weigert sich, da er sie im Gegensatz zu anderen Männern nie angerührt hat.

Keiner glaubt ihm jedoch. So macht ihm sein Vater schließlich einen Vorschlag. Miguel soll sich aufmachen nach Goa um dort, wo Miguels Vater ein Handelshaus unterhält, nach dem Rechten zu sehen und gewisse Unregelmäßigkeiten aufzuklären. Er ist fast zehn Monate unterwegs und als er endlich am Ziel seiner Reise ist, erwartet ihn eine exotische Kulisse und eine völlig fremde Welt. Dort sieht er bei einem Spaziergang auf einem Markt im Ort das erste Mal eine junge verschleierte Frau, die sich auf einer Art Sänfte tragen lässt und die seine Neugierde erweckt.

Dona Amba gibt sich jedoch zunächst sehr zurückhaltend, denn sie lebt sehr zurückgezogen mit wenigen Bediensteten und Vertrauten zusammen und schätzt sein Interesse nicht.
Doch Miguel lässt sich nicht abweisen und sucht immer wieder ihre Nähe. Außerdem will er das Geheimnis dass sie verbirgt ergründen…

Bisher las ich nur Ana Velosos „So weit der Wind uns trägt“, und hatte zunächst auch hier eine Art Familiensaga erwartet, doch dieser aktuelle Roman der Autorin geht eher in Richtung historischer Abenteuerroman, erinnert vom Schreibstil und von der Machart her ein wenig an Iny Lorentz Bücher, wobei diese Lektüre den Leser jedoch in eine bislang noch wenig beschriebene exotische Welt entführt.

Die Autorin spart nicht mit Details über das damalige Leben und die Kultur der Menschen dort, was sehr informativ vermittelt wird, jedoch niemals zur reinen Geschichtsstunde ausartet, stattdessen fügt sich Informatives und Unterhaltung perfekt zusammen.
Zwar empfand ich zwischenzeitlich, dass die Geschichte ein wenig zu langatmig wurde, doch trotz einiger Längen ist es dennoch ein guter historischer Roman, den ich gerne weiterempfehle.

Sowohl Held und Heldin des Romans sind mutige Sympathieträger und auch die Charakterisierung der Beiden fand ich gelungen. Selbst die Nebenakteure sind keine austauschbaren blassen Figuren, sondern wurden auch interessant und vielschichtig beschrieben. Es ist jedoch in erster Linie ein historischer Roman- trotz Liebesgeschichte darf man hier keine ausgiebigen Liebeszenen erwarten.

Kurz gefasst: Spannende Liebesgeschichte vor exotischer Kulisse


Der indigoblaue Schleier

Ana Veloso

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Originaltitel: ----
Verlag: Droemer / Knaur
ISBN: 978-3426663332
Erscheinungsdatum: Januar 2011
Genre: Historischer Liebesroman

Klappentext

Goa im 17. Jahrhundert: Der junge Miguel wird in die portugiesische Kolonie entsandt, um sich der Belange des väterlichen Handelshauses anzunehmen. Er ahnt nicht, dass er hier seinem Schicksal in Gestalt einer geheimnisvollen Inderin begegnen wird: Die als Dona Amba bekannte Dame entblößt ihr Gesicht vor niemandem außer ihrer alten Amme und ist alles andere als begeistert von dem Interesse des heißblütigen jungen Mannes. Miguel aber lässt sich nicht abschrecken. Welches düstere Geheimnis hütet die verschleierte Schöne?

Quelle: Droemer/Knaur

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