Rezensionen

Tinas Bewertung 04 Sterne.png

Da der Klappentext schon neugierig auf mehr macht, und ich Angst habe zu viel auszuplaudern belasse ich es dabei und füge dem nichts hinzu. Außer vielleicht das man an einigen Stellen schon heftig schlucken muss, denn "Kirschblüten im Wind" ist kein Buch für zartbesaitete Leser.

Das Buch ist ein Abenteuer, auf das man sich als Leser einlassen muss damit es seinen eigenen Charme offenbart. Was man in "Kirschblüten im Wind" über Japan und seine Kultur lesen kann, lässt einem nicht so schnell wieder los, denn es hat seine eigenen Gesetze. Ich persönlich fand es sehr interessant und habe jede Seite gebannt gelesen.

Die Hauptfigur Katharina ist eine liebenswerter Charakter, die durch ihre Neugierde in das eine oder andere Geschehen hineingerät, aber jede Situation auf ihre unverfängliche Art meistert. Auf ihrer Reise lernt sie auch einige historische belegte Persönlichkeiten kennen, wie z.B. Anna Maria Sibylla Merian, eine Blumenmalerin und Insektenforscherin, die der berühmtem Merian Familie entstammt.

Besonders klasse fand ich das umfangreiche Glossar, mit einem Nachwort von Susanne Wahl und einer sehr interessanten Literaturliste, die Lust schürt mehr über Japan zu erfahren.
Hinweisen möchte ich auch auf das besonders gelungene Cover, das hervorragend zur Geschichte passt.

In meinen Augen ist das einzige Manko, dass die zarte Liebesgeschichte des Buches leider ein wenig unter geht. Als Gegenpol für den Leser, der sich mit den Gefahren von Reisen, manchmal recht grausam erscheinenden, Sitten und fremden Kulturen auseinander setzen muss, hätte ich mir die Liebe ein wenig in den Vordergrund gerückt gewünscht.

So teilt sich die Geschichte für mich in zwei Seiten auf, eine dominierenden Grausame und einer etwas zurückgesetzten Schönen. Obwohl ich "Kirschblüten im Wind" nicht als mein Lieblingsbuch der Autorin bezeichnen würde, so war es doch fesselnd und lehrreich zu lesen.